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	<title>MOGiS e.V. - Eine Stimme der Vernunft &#187; Opferschutz</title>
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		<title>Warum die Aufarbeitung gerade am Anfang steht.</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 14:19:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Tenor der Jour Fixe, eines Treffens von Betroffeneninitiativen beim Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, am Freitag dem 27.01.2012 war es, den Runden Tisch nur als Auftakt einer Aufarbeitung des Ausmaßes sexuellen Missbrauchs und sexueller Ausbeutung <a href="http://mogis-verein.de/2012/02/01/warum-die-aufarbeitung-gerade-am-anfang-steht/#more-5881'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Tenor der Jour Fixe, eines Treffens von Betroffeneninitiativen beim Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, am Freitag dem 27.01.2012 war es, den Runden Tisch nur als Auftakt einer Aufarbeitung des Ausmaßes sexuellen Missbrauchs und sexueller Ausbeutung zu sehen.</p>

<p>Dass eine Aufarbeitung noch immer notwendig ist, zeigt auch folgendes, aktuelles Beispiel: <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,812392,00.html" title="Spigel Online: Missbrauch an der "Elite"schule Collegium Josephinum in Bonn" target="_blank">Missbrauchsfälle am Collegium Josephinum in Bonn</a>. Die Schilderungen erinnern doch sehr an die Fälle, die man auch vom Aloisiuskolleg in Bonn kennt.</p>
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		<title>Stellungnahme zur Aufhebung der Verjährungsfristen</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 13:00:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[Unsere Stellungnahme zur Aufhebung der Verjährungsfristen] Unser Ansatz zu den Verjährungsfristen wäre es, bei schweren Missbrauchs-Delikten nach Ablauf der Verjährungsfrist ein Klagerecht zu etablieren. Auf diese Weise hätten einerseits Betroffe (die dies wünschen) die Möglichkeit mit ihrem Missbrauch abzuschließen, (ein <a href="http://mogis-verein.de/2012/01/27/stellungnahme-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen/#more-5728'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[<a href="http://mogis-verein.de/wp-content/uploads/2012/01/MOGiS20120127_Stellungnahme.pdf">Unsere Stellungnahme zur Aufhebung der Verjährungsfristen</a>]</p>

<p><em>Unser Ansatz zu den Verjährungsfristen wäre es, bei schweren Missbrauchs-Delikten nach Ablauf der Verjährungsfrist ein Klagerecht zu etablieren. Auf diese Weise hätten einerseits Betroffe (die dies wünschen) die Möglichkeit mit ihrem Missbrauch abzuschließen, (ein Beispiel wäre hier Samantha Geimer, die nicht mehr mit ihrem Missbrauch durch Roman Polanski belästigt werden wollte und deswegen für eine Freilassung des Regisseurs kämpfte) während andere den erlittenen Missbrauch später noch zur Verfolgung bringen können.</em></p>

<p><span id="more-5728"></span></p>

<p>Hier nun die (leider von Norbert Denef netzwerkB vorzeitig verbreitete) Stellungnahme zum Jour Fixe vom 27.01.2012:</p>

<p>Es wird sie vielleicht überraschen, aber, MOGiS e.V. ist, obwohl ein Verein von Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs, gegen die generelle Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexuellem Kindesmissbrauch.</p>

<p>Die Vorstellung auch noch nach Jahrzehnten in einem Hauptverfahren zum erlebten Missbrauch aussagen zu müssen¹ schmerzt. Auch wir wollen irgendwann einmal mit dem Missbrauch abschließen, den Blick nach vorne richten und schauen, wie wir unser Leben so einrichten, dass es für uns einfacher zu bewältigen wird.</p>

<p>Zudem erscheinen uns die Forderungen nach verlängerten Verjährungsfristen oder deren Aufhebung ein symbolischer Akt, der sich von der Politik viel zu leicht instrumentalisieren lässt, um mit geringen monetären und politischen Kosten etwas positive Publicity zu bekommen, anstatt Betroffenen tatsächlich und wirksam zu helfen.</p>

<p>Wir verstehen natürlich jede(n) Betroffene(n) der oder die sich nach so langer Zeit eine Wiedergutmachung wünscht &#8211; Wir glauben nur nicht daran, dass Rache dabei langfristig hilft. Denn selbst wenn das Hauptverfahren mit einer Verurteilung endet (was nach mehreren Jahrzehnten eher unwahrscheinlich erscheint), so muss man doch trotzdem einen Weg finden mit der eigenen Betroffenheit ein halbwegs würdevolles Leben zu führen.</p>

<p>Wir denken man muss an dieser Stelle auch aufpassen nicht unerfüllbare Erwartungen bei Betroffenen zu wecken, möchten aber als Kompromiss anregen, in Betracht zu ziehen, die Straftat nach Ende der regulären Verjährungsfrist auf Antrag des oder der Betroffenen zu verfolgen. Zusätzlich fordern wir eine Angleichung der Ruhensfristen (§78b StGB) an die Hemmungsfristen aus dem Zivilrecht (§207/§208 BGB) und eine Verlängerung der zivilrechtlichen Verjährungsfristen in Anpassung an die strafrechtlichen Verjährungsfristen.</p>

<p>Ein weiteres Anliegen ist uns die regelmäßige Anbindung zivilrechtlicher Entschädigungs-Verfahren an die strafrechtlichen Hauptverfahren. Zudem setzen wir viel mehr auf direkte Hilfen zur Lebensbewältigung für Betroffene &#8211; wobei wir eine Deckelung bei 10.000 Euro ablehnen.</p>

<p>Was die tatsächlichen Verbesserungen der Situation für Betroffene angeht, sind wir inzwischen leider ein wenig skeptisch geworden. Nicht nur ist es so, dass sich zum Beispiel bei der Unterstützung von Beratungsstellen (wie z.B. Tauwetter) nicht viel bewegt, so ist es inzwischen sogar so, dass sich die Situation von Betroffenen durch die geplanten Kürzungen bei der Finanzierung von Psychotherapien noch zusätzlich verschlechtern wird.</p>

<p>Zusätzlich muss unseres Erachtens die Arbeit der Beratungsstellen vollumfänglich und flächendeckend gesichert werden. Eine zusätzliche Stärkung der Beratungsnetzwerke war zudem auch eine Empfehlung der Sonderbeauftragten Frau Dr. Bergmann und der Arbeitsgruppen des Runden Tisches.</p>

<p>Bezüglich der Hilfen für Betroffene hat Ministerin Frau Dr. Schröder am 30. 11 2011 die Einrichtung eines Fonds für Hilfen für Betroffene verkündet &#8211; der Bund wolle wenigstens 50 Millionen Euro bereitstellen &#8211; Wir fragen uns: Wo bleibt dieser Fond? Wo sind die 50 Millionen, die in diesen eingestellt werden sollten?</p>

<p>Zudem fragen wir uns: Was ist eigentlich aus der Einrichtung einer Clearingstelle zur Bearbeitung der berechtigten Ansprüche von Betroffenen geworden? Diese wurde sowohl von der Unabhängigen Beauftragten Frau Dr. Bergmann als auch von den Arbeitsgruppen des Runden Tisches angeregt.</p>

<p>Lassen Sie mich zum Schluss folgende Frage stellen:</p>

<p style="text-align: center;">Das Leid der Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs ist ungedeckelt,
warum sind es die Hilfen, die man ihnen zugesteht nicht auch?</p>

<hr />

<p>¹ <sub>(Sexueller Kindesmissbrauch ist ein Offizialdelikt, es wird im Zweifel auch ohne Strafantrag oder Einwilligung des Opfers verfolgt, das Opfer hat kein Recht auf Aussageverweigerung zur Sache, zudem hat es wenig bis keine Kontrolle über den Verlauf des Verfahrens)</sub></p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Aufruhr in der Familienhilfe: Soll der Rechtsanspruch auf Erziehungshilfe abgeschafft werden?</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2011/11/16/aufruhr-in-der-familienhilfe-soll-der-rechtsanspruch-auf-erziehungshilfe-abgeschafft-werden/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 18:00:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[anerkennung-sozial.de schreibt: Aufruhr in der Familienhilfe: Soll der Rechtsanspruch auf Erziehungshilfe abgeschafft werden?. Seit einigen Monaten brodelt es gewaltig in der Jugend- und Familienhilfe. Der Grund für die Aufregung ist ein „ominöses“ SPD-Papier, das im Juni 2011 auf dem „Einmischen“-Blog unter <a href="http://mogis-verein.de/2011/11/16/aufruhr-in-der-familienhilfe-soll-der-rechtsanspruch-auf-erziehungshilfe-abgeschafft-werden/#more-5447'" class="more-link">more &#187;</a>
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<li><a href='http://mogis-verein.de/2010/04/23/zusammensetzung-des-runden-tisches-gegen-kindesmissbrauch/' rel='bookmark' title='Zusammensetzung des Runden Tisches gegen Kindesmissbrauch'>Zusammensetzung des Runden Tisches gegen Kindesmissbrauch</a></li>
<li><a href='http://mogis-verein.de/2009/08/13/kinder-leiden-leise/' rel='bookmark' title='Kinder leiden leise ..'>Kinder leiden leise ..</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.anerkennung-sozial.de/">anerkennung-sozial.de</a> schreibt: <a href="http://www.anerkennung-sozial.de/2011/10/teil-1-aufruhr-in-der-familienhilfe-soll-der-rechtsanspruch-auf-erziehungshilfe-abgeschafft-werden/">Aufruhr in der Familienhilfe: Soll der Rechtsanspruch auf Erziehungshilfe abgeschafft werden?</a>.</p>

<blockquote>Seit einigen Monaten brodelt es gewaltig in der Jugend- und Familienhilfe. Der Grund für die Aufregung ist ein „ominöses“ SPD-Papier, <strong><a href="http://sozialearbeit.einmischen.info/2011/06/24/droht-aushohlung-des-kjhg/" target="_blank">das im Juni 2011 auf dem „Einmischen“-Blog unter dem Titel „Droht Aushöhlung des KJHG?“ veröffentlicht wurde</a></strong> und seitdem die Gemüter erhitzt. Theorien von einem geplanten „Abbau der Jugendhilfe“ und einer „Aushöhlung des Rechtsanspruchs auf Erziehungshilfe“ (z.B. <strong><a href="http://jugendhilfehamburg.blogspot.com/2011/08/test.html" target="_blank">hier</a></strong>, <strong><a href="http://asta-ehb.blogspot.com/2011/08/aks-berlin.html">hier</a></strong> oder <strong><a href="http://sozialearbeit.einmischen.info/2011/10/11/spd-lander-wollen-das-kjhg-aushohlen/">hier</a></strong>) bis hin zu beinahe Verschwörungsszenarien (z.B. <strong><a href="http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/10/10/demontage-des-kjhg-wird-weiter-vorbereitet/" target="_blank">hier</a></strong>) machen seitdem die Runde. Die Vielfältigkeit, Wut und auch Ratlosigkeit der Reaktionen zeigen, welche Brisanz das Thema innerhalb der Jugend- und Familienhilfe besitzt.</blockquote>

<p>Passend dazu auch: <a href="http://sozialearbeit.einmischen.info/category/aushohlung-kjhg/">sozialearbeit.einmischen » Aushöhlung KJHG</a>.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gnade für den Wolf</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2011/08/28/gnade-fur-den-wolf/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 09:41:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>parse</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Satire frei nach Motiven aus „Der Wolf und die sieben jungen Geißlein“ &#8211; Brüder Grimm von Gabriele Gawlich Der Wolf fraß sechs junge Geißlein. Diese konnten nur durch die beherzte Tat des jüngsten Geschwisterchens, gemeinsam mit der alten Geiß, <a href="http://mogis-verein.de/2011/08/28/gnade-fur-den-wolf/#more-4678'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 id="magicdomid5">Eine Satire frei nach Motiven aus „<a href="http://www.internet-maerchen.de/maerchen/wolf.htm">Der Wolf und die sieben jungen Geißlein</a>“ &#8211; Brüder Grimm</h4>

<p><em>von Gabriele Gawlich</em></p>

<p><strong>Der Wolf fraß sechs junge Geißlein. Diese konnten nur durch die beherzte Tat des jüngsten Geschwisterchens, gemeinsam mit der alten Geiß, gerettet werden. Das zuständige Amtsgericht verurteilte ihn heute zu 2 Jahren. Der Richter hatte Mitleid mit dem Wolf, dem er fast einen <a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/gefaengnisstrafe-nach-sex-mit-13-jaehriger-missbrauch-mit-zeugen-1.1134994">Opferstatus zuerkannte</a>.</strong><span id="more-4678"></span></p>

<p>Zweimal versuchte der Wolf vergeblich, Einlass in die Hütte der jungen Geißlein zu erhalten, die die alleinerziehende alte Geiß leichtsinniger Weise allein gelassen hatte. Beim dritten Mal gelang es ihm. Er fraß sechs Geißlein. Das siebente überlebte in einem sicheren Versteck. Als die verantwortungslose Mutter von ihrer Shoppingtour wieder nachhause kam, führte sie eine unsterile Operation am Wolf gegen dessen Willen durch. Dadurch konnten die sechs verschluckten Geißlein in letzter Minute gerettet werden.</p>

<p>Das Amtsgericht zu Kleinsiehstdunichtwo verurteilte heute den Wolf wegen schwerer Körperverletzung in sechs Fällen zu zwei Jahren mit Bewährung. Zusätzlich wurden 100 Stunden gemeinnützige Arbeit auf einem Bauernhof angeordnet. Sein Verteidiger, Dr. Rainer Fuchs, kündigte an, die alte Geiß wegen der Folgen der laienhaften Operation zivilrechtlich auf Schmerzensgeld zu verklagen.</p>

<p>„Es sei eine Verkettung mehrerer unglückliche Umstände gewesen, die zu der Tat des Wolfes geführt hatten“, meinte der Vertreter der Staatsanwaltschaft in seinem Plädoyer: sieben Geißlein, die offensichtlich den Wolf nicht von ihrer Mutter unterscheiden konnten, eine arbeitslose alte Geiß, die ihre Kinder unbeaufsichtigt im Haus lässt, und ein seit Tagen ausgehungerter Wolf. Auch sei der Wolf weder vom Bäcker noch vom Krämer gewarnt worden, dass er die Geißlein nicht behelligen solle. Er befand sich in einer Zwangslage.</p>

<p>Der Wolf war seit Tagen auf der Suche nach Futter. Befreundete Wölfe seines Rudels hatten ihm dann von der ungesicherten Hütte und der geplanten Einkaufstour der alten Geiß erzählt. In allen Einzelheiten hatten sie die sieben kleinen Geißlein beschrieben. Der Krämer und der Bäcker, die als Zeugen geladen waren, bestätigten, dass sie vor ihrem Laden noch andere Alt-Wölfe gesehen hatten.</p>

<p>Allerdings gab der Wolf zu, dass er wisse, dass man junge Geißlein nicht fressen solle. Dies alles tue ihm furchtbar leid.</p>

<p>Wie er es erlebt habe, als er die alleingelassenen Geißlein fand, wollte der Richter vom Wolf wissen. Ob die jungen Geißlein ihm gesagt haben, dass sie nicht gefressen werden wollten. Dies konnte der Wolf glaubhaft verneinen. Er wies auch darauf hin, dass sich sechs von ihnen nur nachlässig und unzureichend versteckten. Da ihm vor Hunger der Magen knurrte und der Geifer aus dem Maul tropfte, habe er sich nichts weiter dabei gedacht, als er sie fraß. Seine  Freunde haben von draußen geheult vor Begeisterung.</p>

<p>„Die sieben jungen Geißlein sehen sehr appetitlich aus, und die Hütte bietet nicht viel Widerstand“, meinte Richter Bernhard Bär, als er Beweisfotos sichtete (zu einem späteren Zeitpunkt werden wir diese Fotos hier veröffentlichen, damit Sie sich selbst eine Meinung bilden können – die Redaktion).</p>

<p>Nach der Krankenhausentlassung des Wolfes erstattete die alte Geiß Anzeige gegen ihn. Die Einzelheiten der Tat waren überall in Kleinsiehstdunichtwo verbreitet worden. Jeder kannte jetzt die Adresse ihrer Hütte. Die jungen Geißlein schliefen vor Angst keine Nacht mehr ein oder durch, behauptete die Mutter.</p>

<p>Dem Wolf war bewusst, dass seine Tat strafbar war und schlimme Folgen für die jungen Geißlein hätte haben können, führte der Richter bei der Urteilsbegründung aus, er habe sie trotzdem geplant und ausgeführt. Mit Hinweis auf die unglücklichen Umstände und die später durchgeführte Operation ließ der Richter Gnade walten. Der Wolf sei ja bestraft genug. Die jungen Geißlein würden das Geschehen bald vergessen. Körperliche Dauerschäden hätten sie nicht davongetragen. Ihnen und der alten Geiß sei eine Mitschuld zuzurechnen. Er berücksichtigte in seiner Urteilsbegründung auch den Einfluss der Freunde des Wolfes, die ihn angestachelt haben.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Datenschutz ist auch Opferschutz</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2011/06/08/datenschutz-ist-auch-opferschutz/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 08:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://mogis-verein.de/?p=5572</guid>
		<description><![CDATA[von Christian Bahls Es ist schon erstaunlich, wie manche Täter Ihre Opfer selbst noch vor dem eigenen Tode instrumentalisieren. Hier sollte zum Beispiel ein Betroffener dem Täter Absolution erteilen damit es diesem dan besser geht: &#8220;Ihr Wort der Vergebung wäre <a href="http://mogis-verein.de/2011/06/08/datenschutz-ist-auch-opferschutz/#more-5572'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Christian Bahls</em></p>

<p>Es ist schon erstaunlich, wie manche Täter Ihre Opfer selbst noch vor dem eigenen Tode instrumentalisieren.</p>

<p>Hier sollte zum Beispiel ein Betroffener dem Täter Absolution erteilen damit es diesem dan besser geht: &#8220;<em><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-06/kirche-missbrauchsopfer-datenschutz/komplettansicht" title="zeit.de">Ihr Wort der Vergebung wäre für mich das heilsamste Mittel</a>.</em>&#8220;<span id="more-5572"></span></p>

<p>Das ganze ist übrigens auch ein Paradebeispiel warum Datenschutz auch noch im Postprivacy-Zeitalter Relevanz hat, die Adresse hatte der Täter von der Kirche (bei der sich das Opfer gemeldet hatte)</p>

<blockquote>Ein Opfer sexuellen Missbrauchs durch einen Pfarrer wendet sich nach Jahren vertrauensvoll an das Erzbistum Freiburg. Und bekommt plötzlich Post – vom Täter.</blockquote>

<p>Weiterlesen: <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-06/kirche-missbrauchsopfer-datenschutz/komplettansicht" title="zeit.de"> <strong>Sexueller Missbrauch</strong>: <i>Erzbistum könnte Opfer-Daten an Täter gegeben haben</i></a></p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Brief an den Innenminister bezüglich der Einladung zum WhiteIT Bündnis</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2011/03/09/brief-an-den-innenminister-bezueglich-der-einladung-zum-whiteit-bundnis/</link>
		<comments>http://mogis-verein.de/2011/03/09/brief-an-den-innenminister-bezueglich-der-einladung-zum-whiteit-bundnis/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 13:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betroffene]]></category>
		<category><![CDATA[Ein Dossier]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemappe]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Bahls]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Mitmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Opferschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[von Christian Bahls Sehr geehrter Innenminister Herr Schünemann Sie haben mich am Freitag auf der Podiumsdiskussion auf der CeBIT zur Teilnahme am WhiteIT Bündnis eingeladen. Trotz der gegensätzlichen Ansichten, die wir zu verschiedenen Maßnahmen der Kriminalprävention, wie zum Beispiel der <a href="http://mogis-verein.de/2011/03/09/brief-an-den-innenminister-bezueglich-der-einladung-zum-whiteit-bundnis/#more-4538'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Christian Bahls</em></p>

<p>Sehr geehrter Innenminister Herr Schünemann</p>

<p>Sie haben mich am Freitag auf der <a target="_blank" href="http://www.rtlregional.de/player.php?id=14475">Podiumsdiskussion auf der CeBIT</a> zur Teilnahme am WhiteIT Bündnis eingeladen.</p>

<p>Trotz der gegensätzlichen Ansichten, die wir zu verschiedenen Maßnahmen der Kriminalprävention, wie zum Beispiel der Vorratsdatenspeicherung[1], haben, werde ich diesem Wunsch gerne nachkommen, alleine schon deswegen, weil ich denke, dass WhiteIT eine Außensicht ganz gut tut, aber auch, weil ich bei Ihnen tatsächlich den Willen sehe Gewalt- und Missbrauchsopfern zu helfen.</p>

<p>Auf drei Dinge möchte ich Sie aber aufmerksam machen:<span id="more-4538"></span></p>

<p>1.) Ich habe das Gefühl, dass sich das WhiteIT Projekt in einer gefährlichen Schieflage befindet. Sie habe eine Menge Hard- und Softwarefirmen dabei, die ein knallhartes wirtschaftliches Interesse daran haben, den Strafverfolgungs- und Ermittlungsbehörden ihre Technologie anzudienen. Teile davon Technologien, die in der arabischen Welt und auch in China &#8220;marktreif&#8221; gemacht wurden und dort eingesetz wurden und werden und hier meines Erachtens mit einem Rechtsstaat nicht vereinbar sind.</p>

<p>Ich sehe hier die Gefahr, dass hier wieder nur technische &#8220;Lösung&#8221; für gesamtgesellschaftliche Probleme gefunden werden &#8211; Maßnahmen, welche niemandem wirklich nutzen, aber vielen schaden werden. Ich sehe meine Mitarbeit also nicht darauf beschränkt getroffenen Entscheidungen nur kritisch zu begleiten und auf Symposien den Quoten-Opponenten zu geben, sondern bestehe darauf, an der Arbeit des Lenkungskreises beteiligt zu werden.</p>

<p>2.) Ich möchte sie nochmals darauf hinweisen, dass die von Ihnen angegebenen Opferverbände gar keine Verbände von Opfern sind. Es mögen Organisationen sein, die sich nach besten Wissen und Gewissen und mit gutem Willen um Betroffene kümmern, aber keiner der von Ihnen am Freitag genannten und im WhiteIT Bündnis vertreten Verbände ist von Betroffenen getragen. Man könnte sie besser als Hilfsorganisationen bezeichnen, wobei die Qualität der angebotenen Hilfe stark varieren mag.</p>

<p>3.) Über eines möchte ich Sie nicht im Unklaren lassen: Ich werde mir die Freiheit nehmen, jederzeit von einer weiteren Teilnahme zurückzutreten, wenn deutlich wird, dass eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem WhiteIT Bündnis nicht mehr möglich ist, und meine Teilnahme dadurch Gefahr läuft zu einer Alibi-Bürgerbeteiligung zu verkommen.</p>

<p>Nichtsdestototz möchte ich anregen, die Zivilgesellschaft erneut, und diesmal vielleicht etwas breiter und transparenter zur Beteiligung beim WhiteIT-Bündnis einzuladen.</p>

<p>Viele Grüße
&nbsp;Christian Bahls</p>

<p>[1] Die Vorratsdatenspeicherung wird ja neuerdings mit dem Neusprech &#8220;Mindestspeicherfrist&#8221; unter die Leute gebracht. Eigentlich wird damit verschleiert, dass es nicht mehr um das &#8220;Ob?&#8221;, sondern nur noch das &#8220;Wie?&#8221;[2] bei der Umsetzung von anlass- und verdachtslos gespeicherten Verbindungsdaten geht.</p>

<p>[2] Ehrlich gesagt sehe ich das Urteil des Verfassungsgerichts nicht als ein HOWTO für die anlass- und verdachtslose Speicherung von Internetdaten, sondern eher als letzte Rote Linie[3], wie sie vom höchsten deutschen Gericht unter der aktuellen Rechtslage eingezogen werden konnte.</p>

<p>[3] Ich bin wirklich bereit zu verstehen, dass Ihr Ministeramt gewisse Erwartungen in der Bevölkerung bedient. Ich kann mir aber nicht wirklich vorstellen, dass es Intention der Deutschen Innenpolitik ist, unser Grundgesetz von Buchdeckel zu Buchdeckel auszuhöhlen.</p>
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		<item>
		<title>Treffpunkt Internet</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2011/02/02/treffpunkt-internet/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 19:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>parse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein Dossier]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriele Gawlich]]></category>
		<category><![CDATA[Opferschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Teilnahme an Social Networks als ein Baustein zum Kinderschutz von Gabriele Gawlich Im Rahmen der internationale Fachtagung „Zerstörerische Vorgänge“ in Bielefeld, die vom 26.01. bis 28.01.2011 stattfand, und an der auch ich teilnahm, berichtete Prof. Dr. Jonathan  Bradshaw (York) über <a href="http://mogis-verein.de/2011/02/02/treffpunkt-internet/#more-4314'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Teilnahme an Social Networks als ein Baustein zum Kinderschutz</h4>

<div><em>von Gabriele Gawlich</em></div>

<div>Im Rahmen der internationale Fachtagung „<a href="http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2011/01-26-Andresen.html">Zerstörerische Vorgänge</a>“ in Bielefeld, die vom 26.01. bis 28.01.2011 stattfand, und an der auch ich teilnahm, berichtete Prof. Dr. Jonathan  Bradshaw (York) über seine europaweite <a href="http://php.york.ac.uk/inst/spru/research/summs/childsupport.php">Studie</a> an Kindern im Alter von 10 – 14 Jahren. Es wurde das subjektive Wohlbefinden dieser Kids untersucht.<span id="more-4314"></span></div>

<div></div>

<div>Als zusammengefasstes Ergebnis wurde festgestellt, dass diese sich insgesamt subjektiv wohl fühlen (Deutschland liegt da etwa im  Mittelfeld). Bei Jungen ist das Wohlfühlgefühl generell höher als bei  Mädchen, die jüngeren Kinder fühlen sich wohler als die älteren.</div>

<div id="magicdomid1065">Das   Wohlfühlgefühl wird kaum von äußeren Faktoren, wie sozialer Stand der  Eltern oder deren Arbeitslosigkeit beeinflusst. Der einzige nennenswerte Einfluss geht vom Faktor Mobbing unter Gleichaltrigen aus.</div>

<div id="magicdomid882">Aber: Mädchen, die Social Networks nutzen, erhöhen ihr Level des Wohlfühlgefühls und können ihn an den der Jungen angleichen.</div>

<div id="magicdomid905">Das bedeutet demnach, wenn wir unsere Töchter, unsere Schwestern, unsere Schülerinnen usw. über die Gefahren des Internets aufklären und ihnen dann die Möglichkeiten schaffen, Social Networks zu nutzen, werden sie sich wohler fühlen als wenn sie es nicht tun.</div>

<div id="magicdomid984">Und  ein Mädchen, das sich wohl fühlt und dadurch ein gutes  Selbstwertgefühl entwickelt, ist nicht so anfällig für „Verführer“ aller  Art &#8211; es braucht ja nicht beweisen, dass es wertvoll ist. Also ist Teilnahme an Social Networks ein Baustein für eine  funktionierende Prävention.</div>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was Betroffene tatsächlich wollen und tatsächlich brauchen</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2010/09/16/was-betroffene-tatsaechlich-wollen-und-tatsachlich-brauchen/</link>
		<comments>http://mogis-verein.de/2010/09/16/was-betroffene-tatsaechlich-wollen-und-tatsachlich-brauchen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 16:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>parse</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemappe]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriele Gawlich]]></category>
		<category><![CDATA[Mitmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Opferhilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Opferschutz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mogis-verein.de/?p=3702</guid>
		<description><![CDATA[oder: Forderungen an die politisch Verantwortlichen am Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch von Gabriele Gawlich In Vorbereitung auf die zweite Sitzung des Runden Tisches gegen sexuellen Kindesmissbrauch haben wir den folgenden Gemeinsamen Standpunkt an jeden einzelnen der dort vertretenen Gesprächsteinehmer gesandt. <a href="http://mogis-verein.de/2010/09/16/was-betroffene-tatsaechlich-wollen-und-tatsachlich-brauchen/#more-3702'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>oder: Forderungen an die politisch Verantwortlichen am Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch</h4>

<p><em>von Gabriele Gawlich</em></p>

<p>In Vorbereitung auf die zweite Sitzung des <a href="http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/">Runden Tisches gegen sexuellen Kindesmissbrauch</a> haben wir den folgenden Gemeinsamen Standpunkt an jeden einzelnen <a href="http://mogis-verein.de/2010/04/23/zusammensetzung-des-runden-tisches-gegen-kindesmissbrauch/">der dort vertretenen Gesprächsteinehmer</a> gesandt.<span id="more-3702"></span></p>

<p>Der Standpunkt ist in gemeinsamer Arbeit von MOGiS e.V. und trotz-allem e.V. entstanden und spiegelt wichtige Aspekte in der Prävention von sexualisierter Gewalt und sexuellem Missbrauch von Kindern wider.</p>

<p>Wir stellen dies Papier hier zur Diskussion. Wenn Ihr es unterstützen wollt, dann signalisiert dies bitte. Mitzeichner sind uns sehr willkommen.</p>

<p><strong>Was Betroffene tatsächlich wollen und tatsächlich brauchen</strong></p>

<p>Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist eine Straftat, die das weitere Leben der Be­troffenen nachhaltig beeinträchtigen kann. Charakterisiert wird diese Straftat u. a. durch ein extre­mes Machtgefälle zwischen Opfer und Täter.
Diese Macht-Asymmetrie spiegelt auch der Runde Tisch gegen Kindesmissbrauch wider, an dem wir – die direkt Betroffenen – keine Vertretung haben.
Auch wenn wir anerkennen, dass die beteiligten Akteure ernsthaft um Aufarbeitung bemüht sind, fehlt doch die Betroffenensicht.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Betroffene an den Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch und an dessen „Untertische“.</li>
    <li>Betroffenen-zentrierte Arbeitsweise und Ergebnissuche.</li>
</ul>

<p>Die Ursachen für sexualisierte Gewalt sind multifaktoriell und multidimensional. In der Literatur geht man davon aus, dass ca. 75 % der Taten im sozialen Nahfeld des Kindes/Jugendlichen statt­finden (bei Jungen ca. 50 %).
Wir alle tragen die Verantwortung dafür, Kindern Schutz und Geborgenheit zu geben. Dazu ist es erforderlich, sowohl Familien als auch andere kindernahe Institutionen in die Lage zu versetzen, effektiven Kinderschutz zu leisten.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Familien stärken, indem adäquate individuelle sozialpädagogische Hilfe geleistet wird.</li>
    <li>Qualitative und quantitative, an den Bedarf angepasste Einzelfallhilfe durch die Jugend­hilfe.</li>
    <li>Prävention in Bildungseinrichtungen bzw. in Kinderfreizeitorganisationen muss verpflich­tend werden. Dazu gehört ein erprobtes und an die Realität angepasstes Risikomanagement.</li>
    <li>Entwicklung von Standards unabhängig von weltanschaulichen Bekenntnissen.</li>
    <li>Die Erfahrung und die Sichtweise von Betroffenen sind dabei einzubeziehen.</li>
</ul>

<p>Der zunehmende Personalabbau bei den Ermittlungsbehörden unterstützt das Machtgefälle zuun­gunsten der Betroffenen. Die wenigen Ermittler sind überlastet und außerdem nur unzureichend für das Thema ausgebildet und ausgerüstet. Dies konterkariert eine effektive Ermittlungstätigkeit und Strafverfolgung. Die Aufklärungsraten gehen zurück, die Rechte und Interessen der Betroffenen sind immer schlechter durchsetzbar – die Täter bleiben unbehelligt.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Bedarfsangemessener Personalschlüssel für Ermittlungsbeamte damit es im Bereich Kindes­missbrauch nicht zu Ermittlungsstaus kommt.</li>
    <li>Bereitstellung der finanziellen Mittel um die technische Ausrüstung der Beamten sicherzu­stellen.</li>
    <li>Spezialisierung und dementsprechende Ausbildung der Ermittler, besonders in Hinblick auf Kindesmissbrauch.</li>
    <li>Schulung der Ermittler im Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln.</li>
    <li>Um auf das individuelle Geschehen angemessen und zeitnah reagieren zu können, müssen die Ermittler vor Ort eingesetzt werden. Eine Zentralisierung der Ermittlertätigkeit begüns­tigt die Täter.</li>
</ul>

<p>Es muss in der Hand der Betroffenen bleiben, ob Anzeige erstattet wird oder nicht. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Beratungseinrichtungen können ohne die Zusicherung von Anonymität und der Zusage nicht anzuzeigen, ihre Arbeit nicht durchführen, weil es für die Betroffenen zentrale Voraussetzung ist, um überhaupt zu sprechen.
Außerdem sind Ergebnisse einer gerichtlichen Opferzeugenbefragung unter Strafandrohung zwei­felhaft. Eine Anzeigepflicht hilft ausschließlich den Tätern.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Keine Anzeigepflicht!</li>
</ul>

<p>Aus unserer Sicht erscheinen die Belange von Missbrauchsbetroffenen im deutschen Recht nicht ausreichend berücksichtigt. Auch zeigt die Praxis, dass es Juristen gibt, die die Rechte der Betroffe­nen nur mangelhaft kennen. Als Folge wird es den oft schwer traumatisierten Betroffenen zusätzlich aufgebürdet, ihre Verfahrensrechte selber durchzusetzen.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Verpflichtende und beförderungsrelevante sachbezogene Schulung von Richtern, Staatsan­wälten, Rechtsanwälten, Justizangestellten.</li>
    <li>Etablierung der Spezialisierung eines „Fachanwaltes für Opferrechte“ als Qualitätsmerkmal.</li>
    <li>Multiprofessionelle Gutachtertätigkeit, Festlegung von Standards unter Mitwirkung von Be­troffenenverbänden</li>
    <li>Aussageverweigerungsrecht für professionelle Opferhelfer, z. B. Zeugen-/Zeuginnen­begleiter, pflegerisch tätige Personen usw.</li>
    <li>Verbindliche Umsetzung des kostenfreien Rechts auf Zeugen-/Zeuginnenbegleitung.</li>
    <li>Nebenklagerecht für die Betroffenen auch bei Strafverfahren gegen Jugendliche</li>
</ul>

<p>Durch die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz würden diese unabhängig von Familien­rechten werden und in Zukunft stärker gewichtet werden. Wenn Kinder von Rechtsobjekten zu Rechtssubjekten würden und damit ihre eigene Würde anerkannt würde, könnten hierdurch auch der besondere Schutz und die besondere Förderung von Kindern besser verwirklicht werden.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Kinderrechte ins Grundgesetz!</li>
</ul>

<p>Gegenwärtig ist die skandalöse Situation gegeben, dass, selbst wenn ein Verfahren mit einem Schuld­spruch des Täters endet, die Betroffenen in den meisten Fällen keinen Schadenersatz mehr geltend machen können, da die zivilrechtlichen Ansprüche in der Regel drei Jahre nach dessen 21. Geburts­tag verjähren gemäß §§ 199, 208 BGB.
Die Folgen dieser kurzen Verjährungsfrist sind, dass entweder den Betroffenen oder der Gesell­schaft die Kosten für die Nachfolgeschäden der Tat aufgebürdet werden. Dies kann u. U. auch le­benslang nötig sein.
Darum fordern die Unterzeichner:
Angleichung der zivilrechtlichen Verjährungsfrist an die strafrechtliche Verjährungsfrist.
Gegenwärtig ruht die Verjährungsfrist bis zum 18. Lebensjahr des/der Betroffenen nach § 78b Abs. 1 Nr. 1 StGB.
Die unter 21-Jährigen sind aber meist noch stark mit ihren Eltern verbunden, sowohl räumlich als auch emotional. Darum sind sie oft noch in physischer Nähe von Tätern aus dem familiären Um­feld. Erst wenn sie „auf eigenen Beinen stehen“ können, ist eine Anzeige für sie realistisch möglich.
Wir sind der Meinung, dass frühestens ab dem Alter von 21 Jahren der/die junge Erwachsene reif ge­nug ist, die Konsequenzen einer Anzeige für sein/ihr weiteres Leben zu überblicken.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Anheben der Ruhe der Verjährungsfrist auf das 21. Lebensjahr des/der Betroffenen.</li>
</ul>

<p>Die Vergangenheit zeigt, dass es, wenn Betroffene nur Ansprechpartner innerhalb des Umfeldes fin­den, in dem der Missbrauch passiert ist, oft zur Vertuschung des Missbrauchs kommt. Darum ist es von entscheidender Bedeutung, dass Betroffene auch außerhalb der Strukturen, in dem sie miss­braucht wurden, vertrauenswürdige Ansprechpartner finden können.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Aufbau einer flächendeckenden Struktur unabhängiger Beratungsstellen. Diese müssen in der Lage versetzt werden, multiprofessionell, kostenlos, vertraulich und anonym zu beraten.</li>
    <li>Für die beratenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen Standards geschaffen werden.</li>
    <li>In die Bildung dieser Standards ist auch das Expertenwissen der Betroffenen mit einzubezie­hen.</li>
    <li>Beteiligung der Betroffenen an der (Weiter)-Entwicklung von Unterstützungs- und Präventi­onsmaßnahmen.</li>
    <li>Förderung von betroffenen-kontrollierten Unterstützungsangeboten und Selbsthilfe.</li>
</ul>

<p>Sowohl Beratungsstellen als auch Betroffenenverbände erfüllen einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag. Letztere sind für viele Betroffene oft erste Anlaufstelle oder auch Begleiter über lange Zeiträume, in der sie sich mit „Leidensgenossen“ austauschen können. Dabei spielen Online-Angebote eine immer größere Rolle, da sie Anonymität garantieren. Alle diese Angebote müssen finanziell sichergestellt werden.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Bildung eines Opfer-Fonds, der Zuweisungen nach dem Verursacherprinzip erhält:</li>
<ol>
    <li>Geldstrafen bzw. Geldbußen von einschlägig verurteilten Tätern.</li>
    <li>Entschädigungszahlungen der Institutionen, in denen die Kinder nicht ausreichend ge­schützt wurden.</li>
    <li>Sozialministerien und -verwaltungen des Bundes, der Länder und der Kommunen.</li>
</ol>
</ul>

<p>Auch innerhalb der kindernahen Einrichtungen müssen Ansprechpartner existieren, die professio­nell helfen. Investitionen in Opferschutz sind Investitionen in die Zukunft.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Schulsozialarbeiter/Schulpsychologen für jede Schule.</li>
    <li>Sachbezogene Lehrer- und Erzieherfortbildung, unabhängig, ob der Arbeitgeber welt­anschaulichen Bekenntnissen unterliegt.</li>
    <li>Lehrpläne sachbezogen überarbeiten – fachlich qualifizierte Präventionsprogramme instal­lieren.</li>
    <li>Verpflichtende verbindliche Fortbildung von kindernahen Berufsgruppen, wie Ärzte, Sozial­arbeiter, Jugendamtsmitarbeiter usw. zum Thema sexuelle Gewalt, Folgen, Unterstützungs­möglichkeiten, Täterstrategien.</li>
    <li>Vernetzung von Jugendämtern, kindernahen Einrichtungen, Kinderschutzorganisationen, Opferverbänden, Polizei, Richtern, Kinderärzten professionalisieren.</li>
</ul>

<p>Sexuelle Gewalt ist ein individuelles Geschehen: Jeder Betroffene entwickelt seine eigene Methode, um mit dem Trauma fertig zu werden. Darum kann adäquate Hilfe nur individuell geleistet werden. Ein kontingentierter Zugang zu Psychotherapie ist hier unangemessen.
Und auch männliche Betroffene brauchen angemessene Hilfen.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Verbesserung der medizinisch-psychologischen Betreuung.</li>
    <li>Neuregelung des Therapiekontingents und die Erleichterung, ein solches Kontingent in An­spruch nehmen zu können.</li>
    <li>Unbürokratischer Zugang zu Leistungen, die die Beeinträchtigungen des Betroffenen kom­pensieren.</li>
</ul>

<p>Auch in der Forschung zeigt sich die Asymmetrie von Täter und Opfer. In der Opferforschung be­steht seit Jahren Stagnation – es existieren nur wenige und meistens privat initiierte Forschungspro­jekte.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Forschung über Ursachen und Folgen sexuelle Gewalt an Kindern verbessern.</li>
    <li>Repräsentative Dunkelfelduntersuchung über das Ausmaß sexueller Gewalt für Deutschland.</li>
</ul>

<p>Sexuelle Gewalt an Kindern kann nicht nur die Betroffenen lebenslang beeinträchtigen, sondern ebenfalls die Angehörigen, die Eltern, die Geschwister, die Ehepartner usw.</p>

<p><strong>Darum fordern die Unterzeichner:</strong></p>

<ul>
    <li>Die Angehörigen und ihr Leid nicht vergessen – auch hier müssen Beratungs- und Hilfs­angebote geschaffen werden.</li>
</ul>

<p>Positionspapier mitgezeichnet von:</p>

<ul>
<li>Trotz Allem e.V.;  Gütersloh</li>
<li>MOGiS e. V.- eine Stimme für Betroffene,; Rostock</li>
</ul>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutsche Ermittlungsbehörden sollen Missbrauchsdarstellungen verbreiten dürfen</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2010/09/05/innenminister-fordert-deutsche-honeypots/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 17:48:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein Dossier]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[BKA]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Bahls]]></category>
		<category><![CDATA[Opferschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Interview des Innenministers Thomas de Maizière in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über Kinderpornographie fordert dieser für verdeckte Ermittler die Möglichkeit des Einstellens von Missbrauchsdarstellungen ins Internet. Für uns bei MOGiS ist dieses Vorgehen nicht sonderlich überraschend. Für irgendwas <a href="http://mogis-verein.de/2010/09/05/innenminister-fordert-deutsche-honeypots/#more-3688'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E00B617468C824B509F91640ED15069B9~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Interview des Innenministers Thomas de Maizière in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über Kinderpornographie</a> fordert dieser für verdeckte Ermittler die Möglichkeit des Einstellens von Missbrauchsdarstellungen ins Internet.<span id="more-3688"></span></p>

<p>Für uns bei MOGiS ist dieses Vorgehen nicht sonderlich überraschend.</p>

<p>Für irgendwas müssen die Internetsperren ja schliesslich gut sein, und wenn auch nur &#8220;zum Schutz vor&#8221; den Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs, die von deutschen Beamten ins Internet gestellt wurden. Zur Not dienen sie dann auch als Spam-Filter &#8220;zum Schutz&#8221; der Polizei &#8220;vor&#8221; den Gelegenheitskonsumenten die Sperren nicht umgehen können.</p>

<p>Es mag ja einen Grund geben, warum manche Server in den USA so schwer offline zu nehmen sind. Es könnte sich herausstellen, dass wir hier in Deutschland ständig über die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Honeypot#Verfolgung_von_Straftaten">Honeypots</a> der Amerikanischen Ermittlungsbehörden stolpern.</p>

<p>Da diese dort natürlich nur ungern vom Netz genommen werden, liefern sie uns in der EU auch gleich den Grund für Sperren.</p>

<p>Wie das mit der Würde der Opfer vereinbar sein soll muss mir noch mal jemand erklären.</p>

<p>Viele Grüße
 Christian Bahls</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hilfe für Trotz Allem e.V.</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2010/07/05/hilfe-fur-trotz-allem-e-v/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 21:28:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>parse</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriele Gawlich]]></category>
		<category><![CDATA[Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Mitmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Opferschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mogis-verein.de/?p=3655</guid>
		<description><![CDATA[von Gabriele Gawlich Schon seit Beginn der Tätigkeit von MOGiS sind wir freundschaftlich verbunden mit Trotz Allem e.V. Wir schätzen die unermüdliche Arbeit des Vereins. Wir wissen, dass die Mitarbeiterinnen ihre Arbeit oft bis an die Grenze der Selbstaufgabe und <a href="http://mogis-verein.de/2010/07/05/hilfe-fur-trotz-allem-e-v/#more-3655'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Gabriele Gawlich</em></p>

<p style="margin-bottom: 0cm;">Schon seit Beginn der Tätigkeit von MOGiS sind wir freundschaftlich verbunden mit <a href="http://www.trotzallem.de/">Trotz Allem e.V.</a></p>

<p style="margin-bottom: 0cm;">Wir schätzen die unermüdliche Arbeit des Vereins. Wir wissen, dass die Mitarbeiterinnen ihre Arbeit oft bis an die Grenze der Selbstaufgabe und unter Einsatz aller ihrer persönlichen Mittel und Möglichkeiten durchführen.</p>

<p style="margin-bottom: 0cm;">Zusätzlich zu seiner Arbeit für betroffene Frauen hat der Verein auch politisch gewirkt (<a href="http://www.trotzallem.de/loeschen-statt-sperren.html">&#8220;Löschen statt Sperren&#8221;</a>)</p>

<p style="margin-bottom: 15px;">Darum sind wir besonders traurig und betroffen über die Nachricht, die uns soeben erreichte:<span id="more-3655"></span></p>

<div style="background-color: #f8f8f0; border: 5px solid #e8e8e0; padding: 4px 6px;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Johanniter kündigen Kooperationsvertrag mit Trotz Allem e.V.</strong></span></p>

<p style="margin-bottom: 0cm;">Leider hielt die Kooperation zwischen dem Verein Trotz Allem, der eine Beratungsstelle für Frauen mit sexualisierten Gewalterfahrungen unterhält und dem Regionalverband Ostwestfalen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. nur 2 Jahre.</p>

<p style="margin-bottom: 0cm;">Im Juli 2008 wurden die neuen Räumlichkeiten der Johanniter in der Berliner Straße eröffnet und dabei auch die Kooperation mit Trotz Allem e.V. bekannt gegeben. Seitdem teilten sich die beiden Kooperationspartner ein Büro, und &#8220;Trotz Allem&#8221; nutzte einen Raum unentgeltlich für die Beratungen. Der Vertrag sieht ebenfalls vor, dass die JUH im Falle des Falles die Aufwandsentschädigungen der Beraterinnen trägt. In den letzten 2 Jahre haben es die engagierten Frauen des Vereins geschafft, ohne diese finanzielle Unterstützung auszukommen.</p>

<p style="margin-bottom: 0cm;">Bedauerlicherweise wurde gerade jetzt, wo die Mittel des Vereins aufgebraucht sind, der Vertrag zum Ende des Jahres gekündigt. Auch wenn ausdrücklich vorgesehen ist, dass &#8220;Trotz Allem&#8221; die Räume weiterhin mietfrei benutzen darf, so ist die Enttäuschung und die Trauer groß.</p>

<p style="margin-bottom: 0cm;">Katherina Scholz, 1. Vorsitzende des Vereins: „Wir sind geschockt und traurig, weil wir wieder einmal nicht wissen, wie es finanziell weitergehen soll. Es geht hier nicht um Unsummen, sondern lediglich um ca. 4.000 &#8211; 5.000 EUR im Jahr. Wenn nicht noch ein Wunder passiert, dann müssen wir nach 15 Jahren aufgeben. Ich mag gar nicht daran denken, was wir unseren Klientinnen sagen sollen. Für die Frauen sind wir ein großer Halt in ihrem Leben und es gibt keinen entsprechenden Ersatz für uns.&#8221;</p>
Trotz Allem ist seit 1995 eine feste Institution in der Beratungslandschaft der Stadt und auch im Kreis Gütersloh. Der Verein hat schon häufig vor großen finanziellen Schwierigkeiten gestanden, aber dieses Mal scheint es kaum noch Hoffnung zu geben. Der Verein hat nicht nur eine Beratungsstelle für Frauen mit sexualisierten Gewalterfahrungen, sondern wird häufig auch von anderen Institutionen angesprochen, da die Mitarbeiterinnen des Vereins als Expertinnen anerkannt sind. Zuletzt haben die Frauen von sich reden gemacht, als sie bei einer öffentlichen Anhörung der FPD im Bundestag &#8220;Lösungen und Wege im Kampf gegen die Kinderpornographie&#8221; geladen waren und als die ARD Sendung Monitor einen Beitrag über &#8220;Opferhilfe nach Kassenlage&#8221; in der Beratungsstelle gedreht hat.

Wer <a href="http://www.trotzallem.de/finanzierung.html">den Verein &#8220;Trotz Allem&#8221; mit einer Spende unterstützen</a> möchte, bekommt immer Freitags von 10.00 Uhr &#8212; 12.00 Uhr unter der Telefonnummer 05241 238 289 Auskunft zu allen Fragen.
</div>

<p style="margin-bottom: 0cm;">Trotz aller politischer Absichtserklärungen und Sonntagsreden von kirchlichen oder politisch Verantwortlichen wird hier einem wichtigen Akteur das Überleben fast unmöglich gemacht.</p>

<p style="margin-bottom: 0cm;">(<a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Johanniterorden">Wer sind die Johanniter?</a>)</p>

<p style="margin-bottom: 0cm;">Wir vom Verein MOGiS e.V. möchte alle unsere Leser bitten, diese Pressemitteilung weiter zu tragen und auch eine finanzielle Unterstützung in Erwägung zu ziehen. Die Betroffenen von sexualisierter Gewalt brauchen Hilfen, wie die von Trotz Allem e.V. Und sie brauchen mehr Hilfen von dieser Qualität, nicht weniger.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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