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	<title>MOGiS e.V. - Eine Stimme der Vernunft &#187; Mut</title>
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		<title>Trau dich zu vertrauen</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 18:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>parse</dc:creator>
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		<description><![CDATA[für eine mir am Herzen liegende Frau von Gabriele Gawlich In den letzten Wochen bin ich mehrfach mit der Meinung konfrontiert worden, dass man nur vertrauen könne, wenn man alles über die betreffende Person weiß: wie sie heißt, was sie <a href="http://mogis-verein.de/2011/04/14/trau-dich-zu-vertrauen/#more-4577'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>für eine mir am Herzen liegende Frau</h4>

<p><em>von Gabriele Gawlich</em></p>

<p>In den letzten Wochen bin ich mehrfach mit der Meinung konfrontiert worden, dass man nur vertrauen könne, wenn man alles über die betreffende Person weiß: wie sie heißt, was sie erlebt hat, mit wem sie umgeht, welche Meinung sie zu den Dingen des Lebens hat, wie sie sich kleidet, welche Ausbildung sie hat, usw.<span id="more-4577"></span></p>

<p>Ich habe etwas Zeit gebraucht, um zu verstehen, warum ich mich mit solchen Anforderungen so unwohl, so eingeengt fühle, und warum ich so instinktiv aggressiv reagiere. Jetzt weiß ich: für mich fühlt es sich so an wie totale Kontrolle und der Versuch der Manipulation. Diese Gefühle wecken böse Erinnerungen.</p>

<p>Wie viele von mir wissen, bin ich nicht mehr ganz jung – das Leben hat mich gelehrt, dass Kontrolle über Menschen nicht möglich ist. Menschen verhalten sich <span style="text-decoration: underline;">immer</span> unerwartet – sie agieren aus ihren eigenen Lebenswelten und aus ihrem Erfahrungshorizont heraus. Sie zu manipulieren gelingt nur partiell.</p>

<p>Zwei der besonderen Merkmale, die wir Menschen haben, sind unsere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Diese Fähigkeiten haben uns unser Überleben gewährleistet. Besonders wir, die wir von sexualisierter Gewalt in der Kindheit betroffen sind, haben diese uns eigene Flexibilität und Anpassungsfähigkeit benutzt, um das Grauen zu überleben. Nicht alle von uns haben es geschafft.</p>

<p>Nun versuchen viele von uns, die Kontrolle zu behalten über alle Variablen, die es so im Leben gibt. Dies ist das, was in der Soziologie mit Realitätsfiktion bezeichnet wird: Wir glauben daran, alles zu wissen, obwohl es uns unmöglich ist alle relevanten Details festzustellen. Und wir glauben, wenn wir alles wissen, dann können wir alles kontrollieren, und dann kann uns nichts mehr passieren, wir werden nicht mehr verletzt. Erst dann können wir entscheiden, ob wir vertrauen zu können.</p>

<p>So funktioniert das aber nicht. Vertrauen hat was mit Trauen zu tun. Und Sich-Trauen ist eine Vorleistung. Die muss man selbst als erster erbringen. Das macht Angst &#8211; das verstehe ich. Und es ist wahr, wenn ich mich traue, jemand zu vertrauen, kann ich verletzt werden. Und ich werde verletzt werden. Das ist mir passiert und das wird uns Menschen immer wieder passieren.</p>

<p>In der Kindheit waren wir darauf angewiesen, dass wir den richtigen Menschen vertrauten, da damals unser Überleben davon abhing. Aber wir sind inzwischen erwachsen. Als Erwachsene verfügen wir über alle Fähigkeiten, die uns ein Überleben trotz psychischer Verletzungen ermöglicht. Es wird weh tun, aber wir müssen nicht mehr daran zugrunde gehen. Jeder selbst hat sowohl die Fähigkeiten als auch die Verantwortlichkeit, das kleine ängstliche verletzliche Kind in sich zu beschützen. Leicht ist das nicht, dass wir das können, haben wir aber schon bewiesen &#8211; wir wären sonst nicht erwachsen geworden. Khalil Sibran sagt: „Das Leid brachte die stärksten Seelen hervor. Die allerstärksten Charaktere sind mit Narben übersäht.“</p>

<p>Die Kehrseite der Medaille ist die: Wenn wir uns trauen zu vertrauen, werden wir unser Leben außerordentlich bereichern. Wir werden wunderbare Menschen kennenlernen mit all ihren Fehlern und Schwächen und Widersprüchlichkeiten. Ich habe z. B. erfahren, dass auch Männer liebenswert sind, und frau auch ihnen vertrauen kann.</p>

<p>Wir werden das Leben spüren, schmecken, riechen und sehen können, weil wir nicht mehr durch den Panzer, den wir uns selbst aufgebürdet haben, eingeengt werden. Es wird unser eigenes Leben sein, unverwechselbar und einzigartig. Wir werden tolle Erfahrungen machen auf interessanten neuen Gebieten. Und wir werden die Liebe leben können, die kleine und die große.</p>

<p>DU kannst den ersten Schritt tun – Trau dich&#8230;</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vote on Blocking in Libe Committee</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 21:21:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[by Joe McNamee => http://www.edri.org/about/sponsoring The Civil Liberties Committee of the Parliament this evening, in an “orientation vote” that will set up the negotiations with the Council adopted a text which: rejects mandatory EU-wide blocking removes all references to “self-regulation” <a href="http://mogis-verein.de/2011/02/14/vote-on-blocking-in-libe-committee/#more-4386'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>by Joe McNamee</em> => <a href="http://www.edri.org/about/sponsoring">http://www.edri.org/about/sponsoring</a></p>

<p>The Civil Liberties Committee of the Parliament this evening, in an “orientation vote” that will set up the negotiations with the Council adopted a text which:</p>

<ul>
    <li>rejects mandatory EU-wide blocking</li>
    <li>removes all references to “self-regulation”</li>
    <li>removes all references to “non-legislative measures”</li>
</ul>

<p>What we did not get is a specific obligation on Member States to require a prior judicial ruling before blocking sites nor a ban on countries that currently block. Both of these, in my view, were wholly impossible, but they are still a “stain” on this being a full success. But from absurdly unrealistic to some (intermediate!) success is quite a journey.</p>

<p>The texts adopted are below.
<span id="more-4386"></span></p>

<p><strong>Article 21</strong></p>

<p><strong><em>Measures addressing </em></strong>websites containing <strong><em>or disseminating </em></strong>child pornography <strong><em>or child abuse material</em></strong></p>

<ol>
<li>Member States shall take the necessary <strong><em>legislative </em></strong>measures to obtain the <strong><em>removal at source of </em></strong>Internet pages<strong><em> </em></strong>containing or disseminating child pornography<strong><em> or child abuse material. Internet pages containing such material shall be removed, especially when originating from an EU Member State. In addition, the EU shall cooperate with third countries in securing the prompt removal of such content from servers in their territory.</em></strong></li>
</ol>

<p><strong><em>2. When removal at source of Internet pages containing or disseminating child pornography or child abuse material is impossible to achieve, Member States may take the necessary measures in accordance with national legislation to prevent access to such content in their territory. These measures must be set by transparent procedures and provide adequate safeguards, in particular to ensure that the restriction is limited to what is necessary and proportionate, and that users are informed of the reason for the restriction. Content providers and users shall be informed of the possibility to whom to appeal under a judicial redress procedure.</em></strong></p>

<p><strong><em>2a. Any measure under paragraphs 1 and 2 shall respect fundamental rights and freedoms of natural persons, as guaranteed by the European Convention of the Protection of Human Rights and Fundamental Freedoms, the EU Charter of Fundamental Rights and general principles of Union law. Those measures shall provide for prior authorisation in accordance with national law, and the right to an effective and timely judicial redress.</em></strong></p>

<p><strong><em> </em></strong></p>

<p><strong><em>2b. The European Commission shall submit to the European Parliament an annual report on the activities undertaken by Member States to remove child sexual abuse material from Internet pages.</em></strong></p>

<p><strong>Recital 13</strong></p>

<p>(13) Child pornography, which constitutes<strong><em> child </em></strong>abuse<strong><em> material, </em></strong>is a specific type of content which cannot be construed as the expression of an opinion. To combat it, it is necessary to<strong><em> ensure as quickly as possible the full removal at source of Internet pages containing or disseminating child pornography or child abuse material and to identify the offenders to start procedures against them, as the investigation and prosecution of such crimes should be a priority. Any webpage originating from an EU Member State and containing sexual abuse material of children should be removed. </em></strong>The EU, in particular through increased cooperation with third countries and international organisations <strong><em>and with the help of bilateral or multilateral agreements</em></strong>, should seek to facilitate the effective removal by third country authorities of websites containing child pornography <strong><em>or child abuse material</em></strong>, which are hosted in their territory<strong><em>, as well as concurrent criminal prosecution of persons who placed such content on or distributed it over the internet</em></strong>. <strong><em>In that regard international cooperation between judicial and police authorities should be strengthened and reporting points put in place. </em></strong>However, <strong><em>should </em></strong>despite such efforts<em> </em>the removal<strong><em> at source of Internet pages containing or disseminating child pornography or child abuse material</em></strong> <strong><em>prove impossible to achieve</em></strong> where the original materials are not located within the EU<strong><em>,</em></strong><strong><em>either because the State where the servers are hosted is not willing to cooperate or because the procedure for removal of the material in the State concerned proves to be particularly long, Member States may take the necessary measures in accordance with national legislation to prevent access to such content in their territory</em></strong>. <strong><em>There should be strengthened </em></strong>cooperation between public authorities, particularly in the interest of ensuring that <strong><em>information regarding</em></strong> websites containing child pornography<strong><em>or child abuse </em></strong>material <strong><em>is</em></strong> as complete as possible and of avoiding duplication of work. Any such<strong><em>measure</em></strong> must <strong><em>be in accordance with national legislation, respect</em></strong> the rights of the end users, adhere to legal and judicial procedures and comply with the European Convention on Human Rights and the Charter of Fundamental Rights of the European Union. The Safer Internet Programme has set up a network of hotlines whose goal is to collect information and to ensure coverage and exchange of reports on the major types of illegal content online.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Präsentation des Berichtsentwurfs zu Internetsperren im Innenausschuss (LIBE) des Europaparlaments</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2011/01/10/prasentation-des-berichtsentwurfs-zu-internetsperren-im-innenausschuss-libe-des-europaparlaments/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 10:27:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute am 10. Januar 2011 wird um 15:00 Uhr die Berichtserstatterin Frau Angelilli von der Europäischen Volkspartei (EVP) im Innenausschuss ihren Berichtsentwurf[1] für eine Richlinie des Europäischen Parlaments und des Rates &#8220;zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung <a href="http://mogis-verein.de/2011/01/10/prasentation-des-berichtsentwurfs-zu-internetsperren-im-innenausschuss-libe-des-europaparlaments/#more-4169'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute am 10. Januar 2011 wird um 15:00 Uhr die Berichtserstatterin Frau Angelilli von der Europäischen Volkspartei (EVP) im Innenausschuss ihren Berichtsentwurf[1] für eine Richlinie des Europäischen Parlaments und des Rates &#8220;zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern sowie der Kinderpornografie&#8221;[2] vorstellen[3].</p>

<p>Stream: <a href="http://www.europarl.europa.eu/wps-europarl-internet/frd/live/live-video?eventId=20110110-1500-COMMITTEE-LIBE&#038;language=de">20110110-1500-COMMITTEE-LIBE</a></p>

<p><span id="more-4169"></span></p>

<p>Wir sind froh, dass sich Frau Angelilli der vielfach geäußerten Kritik nicht völlig verschlossen hat. Der Entwurf zeigt in die richtige Richtung, braucht aber unserer Ansicht nach noch ein paar deutliche Verbesserungen.</p>

<p>Internet-Sperren sind in dem uns bekannten gewordenen Entwurf nicht mehr obligatorisch für die EU-Mitgliedsstaaten vorgesehen, gleichzeitig erlaubt der Entwurf aber eine Umsetzung von Sperren in einer Art und Weise, wie sie von der Kommission in der Vergangenheit mehrfach als illegal bezeichnet wurde.</p>

<p>Wir sind der Meinung, dass in den Ländern, in denen es bereits Sperren gibt, diese auf eine Gesetzesgrundlage mit einem qualifizierten Richtervorbehalt zu setzen oder alternativ die Sperrinfrastruktur abzuschaffen ist.</p>

<p>Generell muss man aber sagen, dass dieses Dokument eine deutliche Verbesserung zu den Vorschlägen der Kommission und der vorläufigen Position des Ministerrats [4] darstellt. Wir werden jetzt aber weiter konzentriert an einer Verbesserung des Entwurfs arbeiten und hoffen, dass auch auf Europäischer Ebene ein Umdenken einsetzt.</p>

<p><strong>PS: Wenn Ihr Zeit und entsprechende Fremdsprachenkenntnisse (zum Beispiel Englisch) habt, dann nehmt doch bitte Kontakt zu Abgeordneten auf, <a href="https://mogis-verein.de/wp-content/uploads/2011/01/for.press_.pdf">folgende Stellungnahme ging zum Beispiel heute allen (107) Mitglieder des Innenauschusses per Fax und E-Mail zu</a>.</strong></p>

<p>PPS: Der Spamfilter des Europäischen Parlaments  reagiert sehr empfindlich auf jegliche mail mit sexuellem Kontext. E-Mails, die sexuellen Missbrauch und Internetsperren zum Thema haben landen so häufig im Spam-Folder. Ein nachfolgender Anruf beim Abgeordneten hilft, dass die E-Mail auch tatsächlich gesehen und gelesen wird.</p>

<p>[1] <a href="http://www.statewatch.org/news/2010/dec/ep-draft-angelili-report-combating-sexual-exploitation.pdf">/ep-draft-angelili-report-combating-sexual-exploitation.pdf</a> <br /> (Ihr italienisches Memo am Ende des Dokuments liest sich ganz interessant. -> Google Translate)</p>

<p>[2] <a href="http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/com/com_com(2010)0094_/com_com(2010)0094_de.pdf">com_com(2010)0094_/com_com(2010)0094_de.pdf</a></p>

<p>[3] <a href="http://www.europarl.europa.eu/wps-europarl-internet/frd/live/live-video?eventId=20110110-1500-COMMITTEE-LIBE&#038;language=de">live-video?eventId=20110110-1500-COMMITTEE-LIBE&amp;language=de</a></p>

<p>[4] <a href="http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/10/st16/st16958.de10.pdf">http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/10/st16/st16958.de10.pdf</a></p>

<p>Christian Bahls ist gerade wieder für eine Woche in Brüssel. Bitte unterstützt unsere Arbeit <a href="</spenden>&#8220;>mit einer Spende</a> oder langfristig <a href="/mitmachen-helfen/#foerdermitgliedschaft>&#8220;>mit einer Fördermitgliedschaft</a></p>

<p>MOGiS e.V.<br />Ethikbank<br />BLZ: 830 944 95<br />Kto.Nr.: 3138844<br />BIC: GENO DE F1 ETK<br />IBAN: DE26830944950003138844</p>

<p><sub><strong><em>MOGiS ist ein gemeinnütziger e. V., daher sind Spenden steuerlich absetzbar:</em></strong> 
<strong>Bis 200 Euro</strong> genügt beim Finanzamt die Vorlage des Überweisungsbelegs, bei dem aber <strong>unsere Steuernummer: 079/141/16826</strong><strong> im Verwendungszweck</strong> mit angegeben sein muss.</sub></p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Für die Freunde der gediegenen Publikumsbeschimpfung</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2010/11/25/fur-die-freunde-der-gediegenen-publikumsbeschimpfung/</link>
		<comments>http://mogis-verein.de/2010/11/25/fur-die-freunde-der-gediegenen-publikumsbeschimpfung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 22:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://mogis-verein.de/?p=4001</guid>
		<description><![CDATA[von Christian Bahls Ich bin gerade von einer dreitägigen Reise zurück, von der ich zwei beim White IT Symposium verbracht habe. [0] Keine Angst, ich wurde nicht gehirngewaschen, trotzdem möchte ich hier die Organisation, auch durch das Niedersächsische Innenministerium, mal <a href="http://mogis-verein.de/2010/11/25/fur-die-freunde-der-gediegenen-publikumsbeschimpfung/#more-4001'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Christian Bahls</em></p>

<p>Ich bin gerade von einer dreitägigen Reise zurück, von der ich zwei beim <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Keine-Patentloesung-gegen-Kinderpornografie-1142381.html">White IT</a> <a href="http://www.whiteit.de/agenda_symposium_2010.html">Symposium</a> verbracht habe. <span id="more-4001"></span>[0]</p>

<p>Keine Angst, ich wurde nicht gehirngewaschen, trotzdem möchte ich hier die Organisation, auch durch <a href="http://www.mi.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=14797&#038;article_id=92212&#038;_psmand=33">das Niedersächsische Innenministerium</a>, mal lobenswert erwähnen. Die Jungs da sind nämlich lange nicht so <a href="http://kris.koehntopp.de/inkomploehntopp/00000.html">merkbefreit</a>, wie <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,726840,00.html">manche Aussagen des Herrn Schünemann</a> es vielleicht vermuten lassen würden. [1]</p>

<p>Herr Schünemann tritt natürlich tatsächlich mit, nennen wir es mal, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schuenemann-fuer-haertere-Strafen-bei-Kinderporno-Delikten-1141806.html">robusten Aussagen</a> auf &#8211; in der Veranstaltung interessanterweise war er aber deutlich gemäßigter als in der Pressekonferenz. Auch scheint Ihm tatsächlich das Thema am Herzen zu liegen. Zum großen Teil wirkte die Diskussion auch noch ergebnisoffen. [2]</p>

<p>Interessant ist dies deswegen, weil die Veranstaltung außer von mir, in Vertretung für MOGiS, von keinem einzigen Internet- oder Bürgerrechtsaktivisten besucht wurde, sondern fast ausschließlich von Polizisten, Verwaltungsbeamten, Politikern, der Industrie, einem Arzt, ein paar Forschern und Journalisten. Es hätte also auch gar keinen Grund gegeben besonders gemäßigt zu sein, ein solches Setting würde man in einem anderen Kontext üblicherweise als Heimspiel bezeichnen.</p>

<p>Deswegen möchte ich an diesem Punkt mal zu einer gediegenen Publikumsbeschimpfung ansetzen.</p>

<p>Liebe Leute, Ihr müsst Euch nicht wundern, wenn ständig solche Zumutungen wir Internetsperren, Vorratsdatenspeicherungen oder Internetausweise auf Euch herabregnen.</p>

<p>Das habt Ihr zum Teil selber mit verbockt! Ja, mit diesem arroganten Rumgejammere &#8220;Schau Dir mal an, was die schon wieder verbrochen haben, die haben ja so gar keine Ahnung&#8221; und einer Prise Wagenburgmentalität: &#8220;Mit denen reden wir nicht!&#8221; lassen wir die Sicherheitsbehörden in Ihrer Echochamber zurück. (so wie wir auch nur zu gerne in unserer verbleiben)</p>

<p>Ich sehe das aber so: <strong>Wir sind in der Bringschuld! Wenn wir Interessen haben, dann müssen wir sie gefälligst auch äußern!</strong> Und zwar: immer wieder, bei jeder passenden Gelegenheit. Und: am besten vor Ort!</p>

<p>Mal ganz ehrlich: <strong>Jährlich pilgern <a href="http://winfuture.de/news,52520.html">mehrere Tausend Hacker für 4 Tage nach Berlin</a> und in Hannover spiele ich alleine die Netz- und Bürgerrechtsfraktion?</strong> Anderen Aktivisten geht es sicherlich ähnlich.</p>

<p>Im Gegensatz zu uns ist die Industrie (und auch solche Vereine wie Innocence in Danger) aber viel weiter. Sie sind nur zu willig in diese Kammer hinein zu rufen. [3] Da winken unter Umständen wunderbare Deals. Und wenn man dann genau zuhört, dann hört man da solchen Sachen wie:</p>

<ul>
<li>Ownership Detection</li>
<li>Deletion Prevention</li>
<li>Intranet oberhalb des Internets mit Authentifizierung und Authorisierung (zusammen mit Facebook und nPA)</li>
<li>Deep Packet Inspection (wenn auch etwas netter umschrieben, siehe Punkt Ownershipdetection)</li>
<li>Aufbrechen von Verschlüsselung (Symantec bewirbt Aufkauf von PGP) sowie Active Man in the Middle für SSL (Verisign ist inzwischen Teil von Symantec)</li>
<li>und so weiter ..</li>
</ul>

<p>Und wenn dann keiner da ist, der dann sagt: &#8220;Ähm sorry, aber was sie da in so blumigen Worten beschreiben, nennen wir DPI/Key Escrow/MITM .. und empfinden das als gravierende Beeinträchtigung unserer Freiheitsrechte&#8221; dann nehmen die Polizisten und Politiker das unhinterfragt mit nach Hause und <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Unionspolitiker-erhoehen-Druck-auf-Justizministerin-1141382.html">fordern es dann auch bei nächstbester Gelegenheit</a>, <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/axel-e-fischer-erklart-vermummungsverbot/">so wie es der Herr Fischer letztens getan hat</a>.</p>

<p>Nicht viel anders ist es übrigens auch auf Europäischer Ebene. In Brüssel sind es die Copyright-Lobbyisten, die den Parlamentariern seit ca 2000 die Türen einrennen. Und auf unserer Seite? Nach meinem Wissen sind MOGiS eV mit mir und der AK Vorrat mit Patrick Breier die einzigen deutschen Bürgerrechtler die regelmäßig nach Brüssel reisen um dort Bürgerrechte im Zusammenhang mit Netzthemen anzusprechen. [4]</p>

<p>Wir sind den <a href="/mitmachen-helfen/">ideelen und finanziellen MOGiS-Förderern</a> unheimlich dankbar, dem Rest möchte ich aber folgendes sagen: Es kann einfach nicht sein, dass Ihr Eure Interessen in Sachen Internetsperren in Brüssel fast ausschließlich von einem Verein von Opfern sexuellen Kindesmissbrauch vertreten lasst. <a href="http://www.edri.org/about/sponsoring">Gäbe es in Brüssel nicht das EDRi-Büro, dann wären wir halbwegs aufgeschmissen</a>.</p>

<p>Zudem würden wir gerne auch andere Themen bearbeiten, dafür bleibt uns aber viel zu wenig Raum. Außerdem werden wir so als eine Art Lobby der Industrie wahrgenommen (welcher auch immer). Dies schwächt unsere Vertretung von Opferinteressen!</p>

<p>Deswegen meine Aufforderung: <strong>Bringt Euch gefälligst auch ein!</strong></p>

<p>Bei White IT, zur Vorratsdatenspeicherung und auch zur Diskussion um den Malmströmentwurf (Sperren,Grooming,Definition von Kind als alles unter 18) in Brüssel.</p>

<p>In den nächsten 2-4 Wochen wird in Brüssel die fundamentale Weichenstellung zu diesem Thema stattfinden, Am 3 Dezember werden die Justizminister der EU-Mitgliedsstaaten mehr oder weniger über das Thema Sperren beraten. Zudem wird die Malmström-Direktive wieder im <a href="http://www.europarl.europa.eu/activities/committees/homeCom.do?body=LIBE">Rechts- und Innenausschuss des Europaparlaments</a> diskutiert, wozu Anfang nächsten Jahres das Parlament dann abstimmen wird.</p>

<p>Es ist wichtig, dass der Widerstand in Brüssel als eine möglichst breite gesellschaftliche Strömung wahrgenommen wird. Es müssen eben auch mal andere Akteure als MOGiS eV oder EDRi Ihren <a href="http://www.europarl.europa.eu/activities/committees/membersCom.do;jsessionid=070D507208087D16AD9049D81A39356A.node1?language=EN&#038;body=LIBE">Zweifel an Sperren äußern</a>. Letztes Jahr in der Sperrdiskussion gab es so viele verschiedene Initiativen. Wir brauchen wieder soetwas wie &#8220;Eltern in IT-Berufen&#8221; und ähnliches.</p>

<p>PS: Ich war letztens mal wieder bei den unbelehrbaren Sperrbefürwortern der CDU, und sie haben Recht mit 20 Leuten am Stammtisch können sie mehr heben als mit 20.000 likes bei Facebook.</p>

<p>Die Verteidigung der eigenen Bürgerrechte kann nicht bei einem Mausklick enden. <strong>Mischt Euch ein!</strong> &#8211; In allen politisch aktiven Gremien.</p>

<p>[0] Liebe Jungs bei White IT: Entsorgt bitte Eure jetzige Seite und setzt mal bitte ein Blog auf damit die Leute durch halbwegs aktuelle Informationen am Prozess teilhaben können. Die PDFs von den meisten Vorträgen wären zum Download auch ganz hilfreich.</p>

<p>[1] Bin ja nicht das erste mal Auf einer Konferenz der Politik zu diesem Thema, dies war aber mal die erste, auf der tatsächlich eine gewisse Ergebnisoffenheit zu spüren war.</p>

<p>[2] So ein harter Hund kann der Schünemann am Ende eigentlich aber auch gar nicht sein, denn als ich Ihm erzählte, dass in Mecklenburg-Vorpommern ein berittener Polizist ohne Warnung (also Warnschuss) in eine Menschenmenge schießen darf, schien er doch reichlich entsetzt, und wollte nicht glauben, dass soetwas in Deutschland möglich ist (deswegen hier <a href="http://www.bundesrecht24.de/cgi-bin/lexsoft/bundesrecht24.cgi?chosenIndex=0708&#038;source=link&#038;highlighting=off&#038;xid=188215,117">der Paragraph 111 des Sicherheits- und Ordnungsgesetz &#8211; SOG M-V</a> zum Nachlesen).</p>

<p>[3](<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Nokia-Siemens-Networks-wegen-Iran-Geschaeft-in-den-USA-verklagt-1060842.html">Nokia-Siemens Network Solutions</a> und Symantec sind ja gerade zum Bündnis White IT dazugestoßen.</p>

<p>[4] Sorry, aber in diesem Zusammenhang sollte sich der AK Zensur mal endlich in AK Jugendmedienschutzstaatsvertrag umbenennen, der Name weckt inzwischen falsche Assoziationen. Vom &#8220;<em>Wir könnten ja mal</em>&#8221; CCC erwarte ich in Brüssel leider auch schon nichts mehr.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>An Bodo Kirchhoff</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2010/04/27/an-bodo-kirchhoff/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 02:46:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betroffene]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Offtopic]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Bahls]]></category>
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		<description><![CDATA[von Christian Bahls Sehr geehrter Herr Kirchhoff, Ich schreibe Ihnen hier, weil ich sonst keine Möglichkeit gefunden habe mit Ihnen direkt in Kontakt zu treten. Ich möchte Ihnen danken für Ihren unglaublichen Mut Missbrauch etwas differenzierter darzustellen. Dafür war ich <a href="http://mogis-verein.de/2010/04/27/an-bodo-kirchhoff/#more-3530'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Christian Bahls</em></p>

<p>Sehr geehrter Herr Kirchhoff,</p>

<p>Ich schreibe Ihnen hier, weil ich sonst keine Möglichkeit gefunden habe mit Ihnen direkt in Kontakt zu treten.<span id="more-3530"></span></p>

<p>Ich möchte Ihnen danken für Ihren unglaublichen Mut Missbrauch etwas differenzierter darzustellen. Dafür war ich Ihnen schon bei Ihrem Artikel &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,683572,00.html" title="'Sprachloses Kind' - Artikel von Bodo Kirchhoff">Sprachloses Kind</a>&#8221; dankbar.</p>

<p>Umso mehr danke Ich Ihnen für Ihren Mut in einer Sendung zu diesem Thema offen und live zu sprechen. Dies gerade auch deswegen, weil Sie sich, wie am <a href="http://www.daserste.de/beckmann/sendung_dyn~uid,o4t2yaf1zn7ex3edn8fecr20~cm.asp" title="Beckmann: Tabuthema Missbrauch: Die Mauer des Schweigens bricht">Montag Abend bei Beckmann</a>, der Fehl- und Missdeutung durch Nichtbetroffene entgegenstellen und dabei teilweise dem Zwang ausgesetz sind sich doch bitte in die Vorstellung der Anderen, davon was Missbrauch wäre und wie man als Betroffener zu sein hat, anzupassen.</p>

<p>In meiner eigenen Arbeit merke ich selber immer wieder, das ein Teil der Betroffenen Ihren Missbrauch nicht als gewalttätig wahrgenommen hat und auch jetzt noch nicht als gewalttätig wahrnehmen kann oder möchte. Für sie macht es eben doch einen Unterschied, ob man offen vergewaltigt wurde oder eben durch Geschenke und Nähe zum Mittäter gemacht wurde.</p>

<p>Die überzeichnete Darstellung in den Medien und das Schwarz-Weiß-Denken in den Köpfen der Anderen verschließt so den Zugang der Betroffenen zu Ihrem eigenen Schicksal. Sie wären ja nicht richtig missbraucht. Außerdem wären sie ja Mittäter schließlich haben sie das ja mit sich machen lassen und vielleicht sogar noch teilweise körperliche Erregung empfunden.</p>

<p>Ich denke es ist deswegen um so wichtiger, dass wir klar machen, dass es nicht nur die körperliche Unversehrtheit, sondern auch die ungestörte psychosexuelle Entwicklung des Kindes ist, die von Rechts wegen geschützt ist.</p>

<p>Insofern möchte Ich Ihnen nochmals für Ihren Mut danken, trotz der Ablehnung, die Ihnen teilweise begegnet, so offen über die Umstände und Begebenheiten Ihres Missbrauchs zu reden.</p>

<p>mit freundlichen Grüßen
 verbleibe ich,</p>

<p>Ihr Christian Bahls</p>

<p><em>PS: Ich würde mich freuen, wenn diese Nachricht Herrn Kirchhoff persönlich erreicht. Wer mithelfen möchte kann die Nachricht druch Klicken auf das Feld unten weitersagen. Wer Herrn Kirchhoff per E-Mail, persönlich oder über Dritte erreichen kann, möge die Nachricht auch bitte auf diesem Weg weitersenden. Vielen Dank!</em>
<strong><a style="text-align: center; margin: 0px 5px 0px 5px; padding: 3px; display: block; color: #b22222; border: 1px solid #b22222;" title="Bitte weiterzwitschern" href="http://twitter.com/home/?status=RT @mogisverein Christians persönliche Nachricht an Bodo Kirchhoff http://bit.ly/9tAWyg" target="_blank">Durch das Klicken auf diesen Link kann man diese Seite weiterzwitschen</a></strong></p>
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		<title>Zurück aus Brüssel :)</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 14:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Bahls]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[Verein]]></category>

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		<description><![CDATA[von Christian Bahls Ich bin nun endlich auch gedanklich von einer der sinnreichsten und wichtigsten Wochen meines Lebens aus Brüssel zurück. Diese eine Woche intensiver Gespräche mit Mitglieder der im Europarlament mit dem Thema befassten Aussschüsse und der Europäischen Kommission <a href="http://mogis-verein.de/2010/04/22/zurueck-aus-bruessel/#more-3469'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Christian Bahls</em></p>

<p>Ich bin nun endlich auch gedanklich von einer der sinnreichsten und wichtigsten Wochen meines Lebens aus Brüssel zurück.</p>

<p>Diese eine Woche intensiver Gespräche mit Mitglieder der im Europarlament mit dem Thema befassten Aussschüsse und der Europäischen Kommission hat mich noch einmal darin bestärkt, wie wichtig es ist, dass es MOGiS gibt, dass wir auch auf allerhöchster politischer Ebene für uns selber sprechen.</p>

<p>Die Entwurf der Europäischen Kommission betrifft ja nicht nur Internetsperren, sondern Missbrauchsbekämpfung ganz allgemein.<span id="more-3469"></span> <sup id="fnref:0"><a href="#fn:0" rel="footnote">1</a></sup></p>

<p>Gerade zum Thema Kinderschutz herrscht im Moment gerade soetwas wie eine hysterische Hilflosigkeit. Der Abschreckungseffekt von neuen und höheren Strafen ist bei dieser Art von Verbrechen inzwischen minimal bis nicht-existent.</p>

<p>Inzwischen ist es sogar so, dass die aus der Hilflosigkeit geborene Hysterie den natürlichen Umgang von Erwachsenen mit Kindern in der Öffentlichkeit und damit die Entwicklung von Kindern gefährdet. <sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" rel="footnote">2</a></sup> <sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" rel="footnote">3</a></sup></p>

<p>Kindern, denen Annahme, Unterstützung und Anerkennung zu Hause nicht ausreichend zur Verfügung steht, werden so m.E. noch mehr in die Arme von Fremdtätern getrieben, denn es werden eher die normalen Leute sein, die sich nicht in den Verdacht bringen werden wollen Kinder sexuell auszubeuten. Übrig bleiben werden die Täter, für die Ächtung sexuellen Kindesmissbrauchs schon jetzt als letzte Hürde versagt hat.</p>

<p>Kindern, die zu Hause vernachlässigt, misshandel und missbraucht werden, stehen so demnächst vielleicht noch weniger Vertrauenspersonen zur Verfügung. Wahrhaftige Menschen, die es eigentlich braucht um dem inneren Leid ein Ventil zu geben und die Kinder etwas zu entlasten. Beim wem sollen sie sich denn noch Rat suchen und ausweinen können, wenn sich kein normaler Erwachsener mehr traut ein fremdes Kind in den Arm zu nehmen oder sich gar erst für ein Vier-Augen-Gespräch zu verabreden?</p>

<p>Deswegen braucht es in dieser Diskussion auch eine rationale Stimme, gerade wenn sie von Überlebenden sexuellen Missbrauchs erhoben wird.</p>

<p>Dieser Entwurf und die in der Europäischen Union angestoßene Diskussion zur adäquaten Missbrauchsbekämpfung und angemessenen Hilfen für Opfer gibt uns nun die einmalige Chance auf sehr hohem Niveau in die Diskussion einzusteigen.</p>

<p>In den nächsten ein bis zwei Jahren werde Ich häufig in Brüssel sein müssen. Es wäre schön, wenn noch mehr Leute in Betracht ziehen unsere Arbeit gegen Internetsperren und für eine effektive Missbrauchsbekämpfung und adäquaten Opferschutz und -hilfen mit einer Spende oder einer Fördermitgliedschaft unterstützen. Denn nur so wird es mir und MOGiS ermöglicht unsere Stimme für die Bedürfnisse von Betroffenen angemessen zu erheben.</p>

<p>Ehrlich gesagt wäre es jetzt sogar notwendig für ein bis zwei Jahre Vollzeit an dem Thema zu arbeiten. Das ist vielleicht etwas sehr visionär, wäre aber genau jetzt sehr wichtig. Dadurch würde es nämlich ermöglicht Überlebende in der Debatte angemessen zu vertreten und damit dann den größtmöglichen Impact zu haben. <sup id="fnref:3"><a href="#fn:3" rel="footnote">4</a></sup></p>

<p>An dieser Stelle möchte ich nochmal all den Spendern danken, die es ermöglich haben dass ich in letzte Woche in Brüssel die Interessen von Opfern vertreten konnte.</p>

<p>viele liebe Grüße
 Christian Bahls; MOGiS e.V. &#8212; &#8220;Eine Stimme für Betroffene&#8221;</p>

<p><em>PS: Wer die Arbeit von MOGiS langfristig unterstützen möchte, der kann bei uns <a href="/foerdermitgliedschaft-formalisiert/" title="Fördermitgliedschaften sind seit 12.9.2009 möglich">Fördermitglied</a>  werden, dazu bitte [folgendes Dokument ausfüllen und an uns versenden](&lt;/files/Antrag_Foerdermitgliedschaft.pdf> &#8220;Fördermitgliedsantrag (PDF)&#8221;> (dazu dann einen Dauerauftrag einrichten, oder der Einzugsermächtigung zustimmen).</em></p>

<div class="footnotes">
<hr />
<ol>

<li id="fn:0">
<p>Ich möchte an dieser Stelle wirklich nochmal den <a href="http://ec.europa.eu/justice_home/news/intro/doc/com_2010_94_de.pdf" title="Richtlinienentwurf 2010/64 als PDF">Entwurf der Richtlinie</a> zur Lektüre empfehlen.&#160;<a href="#fnref:0" rev="footnote">&#8617;</a></p>
</li>

<li id="fn:1">
<p>Inzwischen gibt es Menschen (sogar schon 16-jährige Jungs und auch Frauen), die mit dem zwanghaften Gedanken leben müssen, sie könnten pädophil sein. Meines Erachten kommt das vor allem davon, dass die Neigung Pädophilie einerseits so extrem stigmatisierend ist und andererseits so wenig darüber bekannt ist, was Pädophilie tatsächlich bedeutet, nämlich <em>primär</em> Kinder sexuell zu begehren. In diesem Zwiespalt gefangen beenden einige Ihr Leben, andere vergehen sich an Kindern um sich über Ihre eigenen Gefühle klar zu werden.&#160;<a href="#fnref:1" rev="footnote">&#8617;</a></p>
</li>

<li id="fn:2">
<p>Zumal, wenn man bedenkt, dass die Definition Kind auf alle Personen bis 18 Jahren ausgeweitet werden soll.&#160;<a href="#fnref:2" rev="footnote">&#8617;</a></p>
</li>

<li id="fn:3">
<p>Vielleicht werden dann bei einem Runden Tisch zur Aufarbeitung sexuellen Misbrauchs sogar mal Betroffene gehört. (Ganz im Kontrast zum <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/themen-lotse,thema=thema-runder-tisch-kindesmissbrauch.html" title="Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch">Runden Tisch</a> in Berlin am Freitag dem 23.4.2010)&#160;<a href="#fnref:3" rev="footnote">&#8617;</a></p>
</li>

</ol>
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		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Antwort der Deutschen Kinderhilfe</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2010/03/18/antwort-der-deutschen-kinderhilfe/</link>
		<comments>http://mogis-verein.de/2010/03/18/antwort-der-deutschen-kinderhilfe/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 02:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>C.B</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Bahls]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Opferschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mogis-verein.de/?p=2984</guid>
		<description><![CDATA[Ich hatte ja im August einen offenen Brief an den Herrn Ehrmann von der Deutsche Kinderhilfe geschrieben. Dieser wurde eigentlich recht zügig (innerhalb einer Woche) beantwortet. Ich habe es bisher nur leider versäumt die Antwort hier zu veröffentlichen. Das möchte <a href="http://mogis-verein.de/2010/03/18/antwort-der-deutschen-kinderhilfe/#more-2984'" class="more-link">more &#187;</a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Ich hatte ja im August einen <a title="Offener Brief an die deutsche Kinderhilfe" href="http://mogis-verein.de/2009/08/19/ein-offener-brief-an-herrn-ehrmann-von-der-deutschen-kinderhilfe-dkh/" target="_blank">offenen Brief</a> an den Herrn Ehrmann von der <a title="Webpräsens der Deutschen Kinderhilfe" href="http://www.kinderhilfe.de/" target="_blank">Deutsche Kinderhilfe</a> geschrieben.</p>

<p align="justify">Dieser wurde eigentlich recht zügig (innerhalb einer Woche) beantwortet. Ich habe es bisher nur leider versäumt die Antwort hier zu veröffentlichen.<span id="more-2984"></span> Das möchte ich hiermit nun sehr verspätet nachholen:</p>

<p align="justify"><strong>Berlin, 25. August 2009 Ihre E-Mail vom 19.8.2009</strong><strong></strong></p>

<p align="justify">Sehr geehrter Herr Bahls, vielen Dank für Ihren offenen Brief.</p>

<p align="justify">Ich antworte Ihnen persönlich, stelle Ihnen aber frei, meine Antwort zu veröffentlichen.</p>

<p align="justify">Zunächst möchte ich Ihnen für Ihre Arbeit und Ihr Engagement für Opfer sexuellen Missbrauchs meinen großen persönlichen Respekt aussprechen. Auch wenn wir bei dem Thema Internetsperren sogenannter kinderpornographischer Seiten im Internet nicht einer Meinung sind, schätze ich das Engagement Ihres Vereins sehr.</p>

<p align="justify">Sie sind mit den Einlassungen der Deutschen Kinderhilfe zum aktuellen Fall des Bundestrainers Ewald K. nicht einverstanden.</p>

<p align="justify">Es geht der Deutschen Kinderhilfe und mir persönlich um den Opferschutz, der in Deutschland immer noch hinter dem Täterschutz zurücksteht. Die Traumatisierung der Opfer durch mehrfache Aussagen – teilweise werden die Opfer vollkommen unsensibel dem Täter gegenüber auf den Zeugenstuhl im Gerichtssaal gesetzt – ist ein als Justizskandal zu bezeichnender, immer wieder zu beobachtender Vorgang. Ziel muss es sein, die Vernehmung im Prozess zu vermeiden. Doch bedarf es dazu keiner Absprachen mit dem Täter, es gibt bessere Möglichkeiten:</p>

<p align="justify">Damit ein Strafverfahren in Gang gesetzt werden kann, müssen die Opfer polizeilich vernommen werden. Es geht darum, dass diese dezidierten Aussagen, die ein Verfahren erst möglich machen, in einer opfergerechten Atmosphäre durch geschulte Vernehmungsbeamte auf Video aufgezeichnet werden. Ziel bei Missbrauchsverfahren muss es sein, dass das Opfer lediglich einmal aussagen muss. Diese Vorgabe wird nur in BadenWürttemberg auch tatsächlich beachtet. In allen anderen Bundesländern ist die Situation defizitär: Weder sind die entsprechend technisch ausgestatten kindgerechten Räumlichkeiten, in denen die Kameras nicht sichtbar sind, noch das qualifizierte Personal vorhanden.</p>

<p align="justify">Würde diese eine Aussage aufgezeichnet – dies sieht die Strafprozessordnung ausdrücklich vor – könnte sie in das Hauptverfahren eingeführt werden. Strafverteidiger haben dann keine Möglichkeit mehr, sogenannte „Deals“ auszuhandeln.</p>

<p align="justify">Da es sich um die Opferaussage handelt, wird bei der Vorführung im Prozess die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Ich habe als Anwalt die Nebenklagen von Opfern in Missbrauchsverfahren vertreten und dabei erschreckende Defizite bei Richtern und Staatsanwaltschaften festgestellt.</p>

<p align="justify">Um die Öffentlichkeit für diese Defizite zu sensibilisieren und um den Druck auf die Politik zu erhöhen, endlich Mittel für die flächendeckende Einrichtung von Schwerpunktabteilungen und Qualifizierung bereit zu stellen, ist die Öffentlichkeitsarbeit im Interesse der Opfer ganz wichtig. Natürlich sind „Deals“ wie in München kostengünstiger, sie ersetzen aber nicht die dringend erforderlichen Reformen in der Prozessführung!</p>

<p align="justify">Einen Zusammenhang zwischen hohem Strafmaß und der Tötung von Kindern gibt es nicht. Die Deutsche Kinderhilfe ist der Auffassung, dass die gesetzlichen Rahmen für Sexualdelikte, gerade in einem so drastischen Fall wie bei Ewald K., ausgeschöpft werden sollten. Insbesondere sind in den Fällen, in denen ein hohes Rückfallrisiko besteht, die Lücken bei den Regeln zur sogenannten Sicherungsverwahrung zu schließen.</p>

<p align="justify">Vielen Dank für Ihre Anregungen. Gerne setze ich diesen Dialog in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen fort.</p>

<p>Mit freundlichen Grüßen</p>

<p>Georg Ehrmann
Deutsche Kinderhilfe e.V.
Vorstandsvorsitzender</p>

<p align="justify"><em>[Nachtrag von C.Bahls: Dass die Pressmitteilungen der DKH seit dem Sommer wirklich zivilisierter geworden sind, kann man auch </em><a title="Pressemitteilung der DKH zur aktuellen Missbrauchsdebatte" href="http://www.kinderhilfe.de/presse/2010/03/1925.php" target="_blank"><em>hier</em></a><em> nachvollziehen[Nachtrag zum Nachtrag: der <a href="http://diegesellschafter.de/tagebuch/eintrag.php?eid=653&amp;z1=1268880611&amp;z2=75d71f0342987cc6511a4dbedf05f862&amp;">Text aus dem Gesellschaftertagebuch aus dem Jahr 2007</a> ist auch nicht so daneben]]</em></p>

<p align="justify"><em>PS: Diese unheimliche Verspätung war meiner damaligen Arbeitsbelastung geschuldet. Als ich Herrn Ehrmann Heute bei der Anhörung der FDP sah, meldete sich wieder mein schlechtes Gewissen.</em></p>
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		<title>Meine ganz persönlichen Eindrücke von der Anhörung vor dem Petitionsausschuss</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 19:02:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mogis</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gabriele Gawlich]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperren]]></category>
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		<description><![CDATA[Hallo, soeben bin ich nach Haus gekommen und voll von Eindrücken. Ich habe das Gefühl, ein Stück lebendiger Demokratie miterlebt zu haben. Wie ihr wisst, war heute die o.a. Anhörung, weil es gesetzlich so vorgesehen ist, dass eine solche stattfinden <a href="http://mogis-verein.de/2010/02/22/meine-ganz-personlichen-eindrucke-von-der-anhorung-vor-dem-petitionsausschuss/#more-2946'" class="more-link">more &#187;</a>
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<p>Hallo, soeben bin ich nach Haus gekommen und voll von Eindrücken. Ich habe das Gefühl, ein Stück lebendiger Demokratie miterlebt zu haben.</p>

<p>Wie ihr wisst, war heute die o.a. Anhörung, weil es gesetzlich so vorgesehen ist, dass eine solche stattfinden muss, wenn mehr als 50000 Personen eine Petition unterstützen. Der Termin, an dem Franziska Heine ihre Argumente noch einmal formulieren konnte, stand etwa seit Ende 2009 fest.</p>

<p><span id="more-2946"></span>Die Veranstaltung fand an einem runden Tisch statt, die ca. 120 Zuhörer befanden sich auf einer Art Empore über den Teilnehmern des Gespräches.</p>

<p>Bemerkenswert fand ich den Hinweis, dass noch 96 sachgleiche Petitionen eingereicht wurden. Wie wir ja alle wissen zeichneten Heines Petition ca. 134000 Personen mit.</p>

<p>Franziska Heine stellte zu Beginn noch einmal in einer <a href="http://ak-zensur.de/2010/02/stellungnahme-petitionsausschuss.html">Erklärung</a> den Weg und die Argumente für die Petition dar.</p>

<p>Danach wurde sie mit Fragen der anwesenden Abgeordneten regelrecht „ausgequetscht“. Heine hat das aber alles sehr gut und souverän gemeistert.</p>

<p>Mir fiel besonders auf, dass inzwischen so gut wie alle der dort anwesenden Abgeordneten beanspruchen, das Sperrgesetz „entschärft“ zu haben bzw. schon immer dagegen gewesen zu sein. Ich bin froh, dass das <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/internet_sperren-636-180---abstimmungsverhalten.html">Abstimmungsverhalten</a> noch immer nachvollzogen werden kann.</p>

<p>Einzig Siegfried Kauder (CDU) fiel mir durch besonders penetrante Netzinkompetenz auf. Er verwies auf eine „Experten“befragung Anfang 2009, die ergeben haben soll, dass Netzsperren für Täter ein wirksames Hindernis darstellten.</p>

<p>Auch versuchte er einen Mangel zu konstruieren, als ob die Petenten sich nicht genug um Kontakt zu den Politikern bemüht hätten. Aber wie wir alle wissen, haben wir uns massiv bemüht, nur kein Gehör gefunden. Er fragte auch wiederholt nach neuen Argumenten gegen das Gesetz &#8211; es kann aber m.M. nach nicht die Aufgabe der Bevölkerung sein, geltendes Recht zu evaluieren.</p>

<p>Martin Dörmann (SPD) gab das erste Mal zu, dass die SPD bei der Verabschiedung des Gesetzes Fehler gemacht hat. Allerdings schrieb auch er sich zu, das Prinzip „Löschen vor Sperren“ in das jetzt (ab 23.02.2010) in Kraft getretene Gesetz geschrieben zu haben. Das ist ja nett – aber Vertrauen lässt sich so schnell nicht wiedergewinnen. Das kollektive Gedächtnis hat da eine andere Erinnerung gespeichert.</p>

<p>Zum Thema Prävention von Kinderpornographie (sorry, das ist nicht meine Wortwahl) äußerte sich auch eine Vertreterin des Familienministeriums. Sie verwies auf die Konferenz in Rio und auf das Projekt „Kein Täter werden“ (das zwar jetzt vom Familienministerium gesponsert wird, aber nicht von Anfang an). Sie meinte, dass schon Überlegungen laufen, was man denn machen könne.</p>

<p>Das macht mich ziemlich sauer. Die Konferenz in Rio war vor 2 Jahren. Die Kampagne um das Sperrgesetz läuft seit einem Jahr, dass sexuelle Gewalt an Kindern ein schwerwiegendes gesellschaftliches Problem ist, weiß man schon seit Jahrzehnten. Und nun fängt man schon an, darüber nachzudenken, was man denn tun könne!!! Es existieren viele Betroffenenverbände, die nicht einen Cent Unterstützung von offizieller Seite erhalten.</p>

<p>Es bestätigt meine Meinung zu Zensursula und ihrem Stoppschild: Ein Symbol für Symbolpolitik. Die Opfer wurden benutzt, um UvdL ins Amt zu hieven – sie wurden gegen ihren Willen in die Öffentlichkeit gezerrt und dort ohne Hilfe liegen gelassen. Dies nennt man Missbrauch. Ich vergesse das nie.</p>

<p>Ich will euch nicht mit allen Einzelheiten langweilen. Den Verlauf der Sitzung könnt ihr sicherlich online besser verfolgen (den Beginn der Sitzung z. B. <a href="http://www.justin.tv/clip/796733876414373b">hier</a>).</p>

<p>Aber abschließend noch mein ganz persönliches Fazit: Es hat sich gelohnt.</p>

<p>An alle, die mit der Politik nicht einverstanden sind, an alle, die irgendeinen bestimmten Aspekt in der Politik verbessern wollen: Tut es. Es funktioniert. Vernetzt euch mit Gleichgesinnten. Stellt eure Meinung in Blogs, stellt sie auf eurer Homepage dar. Geißelt die Missstände. Demonstriert für euer Recht, rennt den Politikern die „Bude“ ein (aber bitte friedlich). Lasst nicht locker. Bildet Parteien, Vereine, Gruppen. Es ist möglich, Bürgerrechte wieder zurück zu gewinnen.</p>

<p>Ihr werdet manche Nacht nicht schlafen können. Ihr werdet Freunde und Weggefährten gewinnen – und einige auch wieder verlieren. Ihr werdet manchmal ans Ende eurer Kraft kommen. Dann gebt den Stab weiter – ihr könnt ja später wieder mitmachen. Aber es kann funktionieren.</p>

<p>Auch wir hier bei MOGiS geben nicht auf. Auch wir werden dafür weitermachen, dass die Probleme der Überlebenden endlich gehört werden. Es geht.</p>

<p><strong>Update 23.02.2010</strong>:  Im Text stand zunächst &#8220;Volker Kauder&#8221;, es war aber sein Bruder Siegfried. Danke für die zahlreichen Hinweise.</p>
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		<title>Diskussionsvorlage für die Piratenpartei</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2009/11/24/diskussionsvorlage-piratenpartei/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 17:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mogis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betroffene]]></category>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche Montag wurden wir auf einen Thread im Forum der Piratenpartei aufmerksam gemacht, dies im Zusammenhang mit der Bitte, dort durch die Darstellung der Opferposition eine positiven Einfluss auf die Diskussion zu nehmen. Da wir uns nicht im Forum <a href="http://mogis-verein.de/2009/11/24/diskussionsvorlage-piratenpartei/#more-2695'" class="more-link">more &#187;</a>
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<li><a href='http://mogis-verein.de/2010/04/27/an-bodo-kirchhoff/' rel='bookmark' title='An Bodo Kirchhoff'>An Bodo Kirchhoff</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche Montag wurden wir auf einen <a href="http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=150&amp;t=14674&amp;start=60" target="_blank">Thread im Forum der Piratenpartei</a> aufmerksam gemacht, dies im Zusammenhang mit der Bitte, dort durch die Darstellung der Opferposition eine positiven Einfluss auf die Diskussion zu nehmen.<span id="more-2695"></span></p>

<p>Da wir uns nicht im Forum aufreiben lassen wollten, haben wir davon abgesehen, dort zu kommentieren. Wie man am Beispiel des Mitgliedes von gegen-missbrauch e.V. sieht, nicht ohne Grund. Wir hatten nun mit den Piraten verabredet, im (heute erscheinenden) Newsletter eine kurze Stellungnahme des Verein MOGiS e.V. unterzubringen. Wir bei MOGiS hielten das für die bessere Form, als ein Posting in unserem Blog, da ein solches doch sehr konfrontativ ist und die Piraten unnötig in ein schlechtes Licht rückt.</p>

<p>Wir denken, dass die Piratenpartei um eine öffentliche Grundsatzdiskussion zum Thema Kindesmissbrauch/Operschutz nicht herumkommen wird. Uns ist klar, dass dies die Piraten zwischenzeitlich als schwach erscheinen lassen kann. Auch ist uns bewusst, dass diese Diskussion mit einem Flamewar einhergehen kann. Wir denken aber auch, dass die Piratenpartei diese Begleiterscheinungen eines Abgrenzungsprozesses nicht zu fürchten braucht.</p>

<p><strong>Diese Grundsatzdiskussion</strong><strong> wollen wir hiermit nun nochmal anstoßen:</strong></p>

<p><em>Für den Piraten-Newsletter ..</em></p>

<h3><strong><em>Blinde Passagiere ..</em></strong></h3>

<p>Hallo liebe Piraten,</p>

<p>wir wurden Anfang der letzten Woche auf eine Diskussion in einem Forum der Piratenpartei hingewiesen: <a href="http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=150&amp;t=14674&amp;start=45#p192921" target="_blank">http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=150&amp;t=14674&amp;start=45#p192921</a></p>

<p>Zusammen mit dem Hinweis wurde der Wunsch geäußert, ob wir das Thema nicht etwas aus Opfersicht beleuchten könnten. Die Opfersicht gibt es eigentlich nicht. Aber ein paar Punkte kann man vielleicht anmerken.</p>

<p>Zuallerst möchten wir bemerken, dass die (wenn vielleicht auch etwas späten) Reaktionen nicht an uns vorbeigegangen sind:</p>

<ul>
    <li><a href="http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=150&amp;t=14674&amp;start=90#p193532" target="_blank">http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=150&amp;t=14674&amp;start=90#p193532</a></li>
    <li><a href="http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=2&amp;t=13800&amp;p=193576#p193566" target="_blank">http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=2&amp;t=13800&amp;p=193576#p193566</a></li>
    <li><a href="http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=2&amp;t=13800&amp;p=193576#p193576" target="_blank">http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=2&amp;t=13800&amp;p=193576#p193576</a></li>
</ul>

<p>Wir sind dafür ehrlich dankbar.</p>

<p>Um zum Thema zu kommen: Pädophile/Päderasten haben in der Vergangenheit immer wieder versucht, lenkend auf die Politik Einfluss zu nehmen: <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13513384&amp;top=SPIEGEL" target="_blank">http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13513384&amp;top=SPIEGEL</a></p>

<p>Es erstaunt also nicht, dass pädophile Aktivisten nun auch versuchen, die noch junge Piratenpartei zu entern um dort ihr eigenes Weltbild (und damit ihre eigenen Interessen) zu vertreten.</p>

<p>Unter Pädophilie versteht man lt.ICD-10-Klassifikation eine Störung (im Sinn der Abweichung von der Norm) der sexuellen Präferenz, die dort in etwa gleichgesetzt wird mit Voyerismus u.a. Solche Störungen werden nicht als Krankheit eingeordnet, weshalb die Krankenkasse die Kosten für eine Therapie nicht übernimmt. Es wird davon ausgegangen, dass der Betroffene eigenverantwortlich damit umgehen kann.</p>

<p>Es ist das eine, eine solche Präferenz zu haben, etwas anderes ist es aber diese auszuleben und Kinder zu missbrauchen, das wird nicht ohne Grund strafrechtlich verfolgt. Da nicht nur eine Vergewaltigung (§176a StGB) Kinder in ihrer psychosexuellen Entwicklung beschädigen kann, ist jegliche sexuelle Handlung von Erwachsenen an Kindern kriminalisiert (§176 StGB). (<a href="http://www.gegen-missbrauch.de/moegliche-folgen" target="_blank">http://www.gegen-missbrauch.de/moegliche-folgen</a>)</p>

<p>Kindesmissbrauch findet zudem nicht nur durch Pädophile statt, ein weitaus größerer Teil der Taten sind Gewalttaten mit sexuellen Mitteln. Das Kind ist meist in seinem sozialen Nahfeld den Tätern hilflos ausgeliefert. (<a href="http://www.polizei-beratung.de/rat_hilfe/opferinfo/sexueller_missbrauch_von_kindern/" target="_blank">http://www.polizei-beratung.de/rat_hilfe/opferinfo/sexueller_missbrauch_von_kindern/</a> )</p>

<p>Wie in der AG Männer thematisiert sind auch Frauen Täter. Internationale Forschungsergebnisse bestätigen übereinstimmend, dass bis etwa 20 % der Taten durch Frauen begangen werden. Dirk Bange: Sexueller Missbrauch an Jungen. [<a href="http://www.amazon.de/Sexueller-Missbrauch-Jungen-Mauer-Schweigens/dp/3801720659/" target="_blank">http://www.amazon.de/Sexueller-Missbrauch-Jungen-Mauer-Schweigens/dp/3801720659/</a>] (<a href="http://www.gegen-missbrauch.de/frauentaeter" target="_blank">http://www.gegen-missbrauch.de/frauentaeter</a>)</p>

<p>Das besondere an Pädophilen als Tätern ist aber, dass diese häufig Serientäter sind, die Hemmschwelle sinkt mit dem Ausüben der sexuellen Neigung, auch verlieren sie ab einem bestimmten Alter das Interesse an ihrem Opfer und suchen sich ein neues (oder haben gleich mehrere gleichzeitig). Sie hinterlassen so eine Spur manipulierter und missbrauchter Kinder. Im Vergleich zur Größe dieser Tätergruppe ist der Anteil an den Opfern also überproportional.</p>

<p>Aus eigenen Erfahrung würden einige bei uns (MOGiS) bei Päderasten (Im Sinne &#8220;pädophile Täter&#8221;) Merkmale einer Psychopathie unterstellen: &#8220;<em>Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen.</em>&#8221; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathie#Definition" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathie#Definition</a></p>

<p>Manchmal stellen sich Päderasten in der Öffentlichkeit so dar, als seien sie die einzigen Bewahrer oder Kämpfer für Kinderrechte. Sie behaupten, die sexuellen Handlungen würden von den Kindern gewünscht werden, die Gesellschaft wäre nur zu repressiv um dies wahrzunehmen. Dies ist entweder eine Wahrnehmungsstörung wegen o.a. Soziopathologie, oder eine Rationalisierung, um vor sich selber als &#8220;guter Mensch&#8221; bestehen zu können, oder einfach schlicht eine Lüge. (siehe auch: <a href="http://mogis-verein.de/2009/10/08/eine-konversation-mit-paedophilen/" target="_blank">http://mogis-verein.de/2009/10/08/eine-konversation-mit-paedophilen/</a>)</p>

<p>Typisch hierfür ist die immer wieder behauptete Einvernehmlichkeit der Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen. Hierzu schreibt ein bekennender Pädophiler (kein Täter) folgendes: &#8220;<em>Der Begriff von der „einvernehmlichen Sexualität“ zieht sich wie ein roter Faden durch nahezu alle Pädophilie-Debatten. .. Praktisch bleibt sie aber so gut wie ausgeschlossen, denn es handelt sich um Ausnahmefälle, die von Pädophilen gern als allgemein gültig hingestellt werden. .. Es besteht immer das Risiko, das Kind in seiner gesunden Entwicklung nachhaltig zu schädigen. Dieses Risiko besteht auch dann, wenn der sexuelle Kontakt gewaltlos und ohne erkennbaren Zwang zustande gekommen ist. Diese Aussage gilt in der Fachliteratur heute als gesichert.</em>&#8221; <a href="http://www.schicksal-und-herausforderung.de/einvernehmliche-sexualitaet.html" target="_blank">http://www.schicksal-und-herausforderung.de/einvernehmliche-sexualitaet.html</a> (generell ist dieser Beitrag dringend zum Lesen zu empfehlen)</p>

<p>Aufgrund des asymmetrischen Machtverhältnisses zwischen Kind und Tätern, braucht es starke und kompetente Schützer, die eine klare Richtung vorgeben, die Manipulationsversuche erkennen können und in Wort und Tat Partei für die Kinder ergreifen.</p>

<p>Wichtig ist es Familien und Kinder zu stärken. Ihnen Anlaufstellen zur Beratung und Hilfe anzubieten und diese auch geeignet bekannt zu machen.</p>

<p>Neben Aufklärung wäre es auch wichtig, eine ehrliche Diskussion über sexuellen Missbrauch, die Bedingungen unter denen er gedeiht, die Täter, die Folgen für die Betroffenen und mögliche Hilfen zu führen.</p>

<p>Liebe Piraten, wir würden Euch also bitten, nicht auf die pseudo-libertäre Propaganda der pädophilen Aktivisten hereinzufallen, generell Quellen auf Ihren Ursprung zu prüfen und möchten zum Schluss den Vorschlag ans Herz legen, sich noch stärker offiziell von Päderasten und Ihren Anhängern abzugrenzen.</p>

<p>viele liebe Grüße</p>

<p><strong>Christian Bahls &amp; Gabriele Gawlich</strong> <em>Vorstand MOGiS e.V.</em>
<em>gegründet als &#8220;MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren&#8221;</em></p>

<p><em>Im Internet sind wir unter </em><a href="http://mogis-verein.de/" target="_blank"><strong><em>http://mogis-verein.de/</em></strong></a><em> zu finden.</em>
<em>Anregungen und Fragen sind uns unter </em><strong><em>piratennewsletter[at] mogis-verein.de</em></strong><em> herzlichst willkommen :)</em></p>

<p><em>PS: Wir führen eine Befragung zu sexuellem Missbrauch und Folgen durch: </em><a href="http://dunkelfeld-befragung.de/" target="_blank"><strong><em>http://dunkelfeld-befragung.de/</em></strong></a><em>, große Teile des Fragebogens wenden sich auch an Nichtbetroffene. Wir möchten also dazu einladen, den Fragebogen auszufüllen und bitten Freunde, Bekannte, Verwandte auf die Existenz dieses Fragebogens aufmerksam zu machen.</em></p>

<p>================================================================</p>

<p>Usprünglicher Arbeitstitel (Anfang letzter Woche) war:</p>

<p><del><strong><em>Warum die Piraten aufpassen müssen, nicht auf die Propaganda von Päderasten nach der Senkung/Abschaffung des Schutzalters hereinzufallen.</em></strong></del></p>

<p>=============================================</p>

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		<title>Was ich unserer Familienministerin sagen würde, wenn sie mit mir spräche.</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2009/11/03/was-ich-unserer-familienministerin-sagen-wurde-wenn-sie-mit-mir-sprache/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 08:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mogis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriele Gawlich]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsweg]]></category>

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		<description><![CDATA[(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..) Immer wieder haben ich und andere Menschenrechts-Aktivisten aus Betroffenen-Verbänden sich bemüht, ihre Sicht der Dinge mit Ursula von der Leyen  zu kommunizieren <a href="http://mogis-verein.de/2009/11/03/was-ich-unserer-familienministerin-sagen-wurde-wenn-sie-mit-mir-sprache/#more-2636'" class="more-link">more &#187;</a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: <a title="Permanent-Link zu Mit Frau von der Leyen reden .." rel="bookmark" href="http://mogis-verein.de/2009/09/07/mit-frau-von-der-leyen-reden/">Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..</a>)</em></strong></p>

<p><img src="http://mogis-verein.de/files/2009/11/namegb2.png" alt="namegb" title="namegb" width="154" height="19" class="alignnone size-full wp-image-2653" /></p>

<p>Immer wieder haben ich und andere Menschenrechts-Aktivisten aus Betroffenen-Verbänden sich bemüht, ihre Sicht der Dinge mit Ursula von der Leyen  zu kommunizieren – bis heute ohne Erfolg. Beispiele wie <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_ursula_von_der_leyen-180-23967-20.html#questions">dieses hier</a> dokumentieren Antworten, die an der Realität völlig vorbei gehen.<span id="more-2636"></span></p>

<p>Nun ist die Ministerin wieder in die Regierung berufen worden, auch in dieser Legislaturperiode wird sie für dasselbe Ressort Verantwortung tragen. Dies lässt eine gewisse Kontinuität in der Familienpolitik erwarten.</p>

<p>Wie auf der Homepage des Familienministeriums <a href="http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/aktuelles,did=132330.html">angekündigt wurde</a>, ist die Ministerin zu Beginn ihrer neuen Amtszeit bereit, mit Reinhold Beckmann in seiner Sendung in der ARD zu sprechen, so wie sie auch in der vergangenen Legislaturperiode sich immer gern in den Medien dargestellt hat. Als angekündigtes Thema wird Kampf gegen Kinderarmut angegeben. Ich kann selbstverständlich die Kompetenz des Moderators in Bezug auf dieses Thema nicht einschätzen, aber er hat bekanntermaßen einen Stab von Mitarbeitern, die sich und ihn sachkundig machen.</p>

<p>Ich selbst halte mich ebenfalls für kompetent in Bezug auf den Kinder- und Jugendschutz. Wenn ich mit Ursula von der Leyen sprechen würde, würde ich sie an ihre Aussage im Wahlkampf erinnern: „Wir haben die Kraft für starke Familien“.</p>

<p>Ich würde ihr sagen, dass im Kampf gegen sexualisierte Gewalt an Kindern die Familien an vorderster Front stehen. Die meisten Straftaten in diesem Bereich finden im sozialen Nahfeld der betroffenen Kinder statt. Aber Familien, die geschwächt sind durch Armut, durch Arbeitslosigkeit, durch Perspektivlosigkeit u.v.a. sind nicht in der Lage, diesen Kampf zu führen. Das Deutsche Jugendkuratorium nennt diese Familien &#8220;erschöpfte Familien&#8221;.</p>

<p><a href="http://www.soziales.nuernberg.de/pdf/Befragung_Nuernberg_Pass.pdf">Eine Studie aus dem Jahr 2008</a> lässt erkennen, dass sich die meisten Eltern in finanziellen Notlagen bemühen, sich zugunsten ihrer Kinder einzuschränken. Sie schultern die Last.</p>

<p>Wir können sehen, dass auch  diese Eltern mit den Kindern lesen oder ihnen vorlesen, ihnen Taschengeld geben, mit ihnen Hausarbeiten erledigen und sogar mit ihnen Ausflüge unternehmen (siehe Seite 27 ff. der Studie). Das Bild vom trinkenden, pöbelnden Harz-IV-Bezieher, der seine Kinder vernachlässigt, finanzielle Zuwendungen in Flachbildschirme umsetzt oder „jede Menge Kopftuchmädchen“ produziert, entbehrt jeder Grundlage (von der Tatsache abgesehen, dass der Islam das Trinken von Alkohol verbietet).</p>

<p>Es ist wahrscheinlich leichter, vor diesen Tatsachen die Augen zu schließen und Familien in prekären Situationen zu verunglimpfen. Dann hat man eine Entschuldigung dafür, warum man nichts tut. Aber selbst wenn in einer solchen Familie aufgrund von Persönlichkeitsdefiziten Einschränkungen bestehen, können wir die betroffenen Kinder nicht aufgeben. Sie sind nicht schuld und nicht verantwortlich für ihre Eltern.</p>

<p>Dementsprechend würde ich von der Familienministerin <a href="http://www.bundesjugendkuratorium.de/pdf/2007-2009/bjk_2009_3_stellungnahme_kinderarmut.pdf">in Übereinstimmung mit dem Jugendkuratorium</a> wirksame Maßnahmen fordern, die die Kinderarmut in diesem Land beenden.</p>

<p>Ich würde sie auf den kontraproduktiven Plan der FDP aufmerksam machen, <a href="http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/FDP-denkt-ueber-Abschaffung-der-Familienversicherung-nach">die Familienversicherung abzuschaffen</a>. Dieser Plan bedeutet, den erschöpften Familien noch mehr finanzielle Lasten aufzubürden.</p>

<p>Ich würde ihr die Folgen vor Augen führen, die eine solche Maßnahme zeitigt. Nach wissenschaftlichem Konsens ist <span style="text-decoration:underline;">eine</span> Ursache für Kindesmissbrauch die Situation erschöpfter Familien. In diesen Familien können Kinder aus  wirtschaftlichen Gründen nicht willkommen geheißen werden bzw. können keine ausreichende Geborgenheit finden. Erschöpfte Familien können oftmals nicht einmal für die Gesundheit der Bezugspersonen sorgen. Wenn ihnen dann noch die Sorge für die Gesundheit ihrer Kinder allein aufgebürdet wird, werden sie den Schutz der zukünftigen Opfer nicht mehr leisten können.</p>

<p>Unsere Gesellschaft wird dann viel verlieren: Die Kinder von Heute sollen Morgen u.a. die Rente für die Eltern und Großeltern erarbeiten &#8211; dazu wird ein Großteil von ihnen dann aber kaum in der Lage sein – im Gegenteil, durch die traumatische Kindheit werden diese Menschen selbst lebenslang von Transferleistungen abhängig sein. Dies ist ein Teufelskreis, der unbedingt durchbrochen werden muss.</p>

<p>Also, Frau Dr. von der Leyen, gebrauchen Sie Ihre Kraft. Machen Sie die Familien stark, so wie Sie es im Wahlkampf versprochen haben!</p>

<p><em>Diesen Artikel bitte auch <strong><a title="Zum Weiterzwitschern :)" href="http://twitter.com/home/?status=RT @mogisverein Was Gabriele sagen würde, wenn sie mit Frau von der Leyen reden dürfte: http://bit.ly/2KGUHm  (cb)" target="_blank">weiterzwitschern</a></strong>.</em></p>
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