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	<title>MOGiS e.V. - Eine Stimme der Vernunft &#187; Missbrauch</title>
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		<title>Warum die Aufarbeitung gerade am Anfang steht.</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 14:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Tenor der Jour Fixe, eines Treffens von Betroffeneninitiativen beim Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, am Freitag dem 27.01.2012 war es, den Runden Tisch nur als Auftakt einer Aufarbeitung des Ausmaßes sexuellen Missbrauchs und sexueller Ausbeutung <a href="http://mogis-verein.de/2012/02/01/warum-die-aufarbeitung-gerade-am-anfang-steht/#more-5881'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Tenor der Jour Fixe, eines Treffens von Betroffeneninitiativen beim Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, am Freitag dem 27.01.2012 war es, den Runden Tisch nur als Auftakt einer Aufarbeitung des Ausmaßes sexuellen Missbrauchs und sexueller Ausbeutung zu sehen.</p>

<p>Dass eine Aufarbeitung noch immer notwendig ist, zeigt auch folgendes, aktuelles Beispiel: <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,812392,00.html" title="Spigel Online: Missbrauch an der "Elite"schule Collegium Josephinum in Bonn" target="_blank">Missbrauchsfälle am Collegium Josephinum in Bonn</a>. Die Schilderungen erinnern doch sehr an die Fälle, die man auch vom Aloisiuskolleg in Bonn kennt.</p>
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		<title>Begriffen</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 15:12:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>parse</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Gabriele Gawlich Ich möchte hier nur mal kurz auf ein Interview aufmerksam machen, das mit dem Regisseur Markus Schleinzer geführt wurde. Für mich zeigt sich hier ein Mensch, der weitgehend vorurteilsfrei nachgedacht hat, und ein paar Zusammenhänge begriffen hat. <a href="http://mogis-verein.de/2012/01/28/begriffen/#more-5767'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Gabriele Gawlich</p>

<p>Ich möchte hier nur mal kurz auf ein <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/regisseur-schleinzer-ueber-paedophilie-wir-alle-sind-taeter-1.1266700">Interview</a> aufmerksam machen, das mit dem Regisseur Markus Schleinzer geführt wurde.</p>

<p>Für mich zeigt sich hier ein Mensch, der weitgehend vorurteilsfrei nachgedacht hat, und ein paar Zusammenhänge begriffen hat.</p>
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		<title>Stellungnahme zur Aufhebung der Verjährungsfristen</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2012/01/27/stellungnahme-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 13:00:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[Unsere Stellungnahme zur Aufhebung der Verjährungsfristen] Unser Ansatz zu den Verjährungsfristen wäre es, bei schweren Missbrauchs-Delikten nach Ablauf der Verjährungsfrist ein Klagerecht zu etablieren. Auf diese Weise hätten einerseits Betroffe (die dies wünschen) die Möglichkeit mit ihrem Missbrauch abzuschließen, (ein <a href="http://mogis-verein.de/2012/01/27/stellungnahme-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen/#more-5728'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[<a href="http://mogis-verein.de/wp-content/uploads/2012/01/MOGiS20120127_Stellungnahme.pdf">Unsere Stellungnahme zur Aufhebung der Verjährungsfristen</a>]</p>

<p><em>Unser Ansatz zu den Verjährungsfristen wäre es, bei schweren Missbrauchs-Delikten nach Ablauf der Verjährungsfrist ein Klagerecht zu etablieren. Auf diese Weise hätten einerseits Betroffe (die dies wünschen) die Möglichkeit mit ihrem Missbrauch abzuschließen, (ein Beispiel wäre hier Samantha Geimer, die nicht mehr mit ihrem Missbrauch durch Roman Polanski belästigt werden wollte und deswegen für eine Freilassung des Regisseurs kämpfte) während andere den erlittenen Missbrauch später noch zur Verfolgung bringen können.</em></p>

<p><span id="more-5728"></span></p>

<p>Hier nun die (leider von Norbert Denef netzwerkB vorzeitig verbreitete) Stellungnahme zum Jour Fixe vom 27.01.2012:</p>

<p>Es wird sie vielleicht überraschen, aber, MOGiS e.V. ist, obwohl ein Verein von Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs, gegen die generelle Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexuellem Kindesmissbrauch.</p>

<p>Die Vorstellung auch noch nach Jahrzehnten in einem Hauptverfahren zum erlebten Missbrauch aussagen zu müssen¹ schmerzt. Auch wir wollen irgendwann einmal mit dem Missbrauch abschließen, den Blick nach vorne richten und schauen, wie wir unser Leben so einrichten, dass es für uns einfacher zu bewältigen wird.</p>

<p>Zudem erscheinen uns die Forderungen nach verlängerten Verjährungsfristen oder deren Aufhebung ein symbolischer Akt, der sich von der Politik viel zu leicht instrumentalisieren lässt, um mit geringen monetären und politischen Kosten etwas positive Publicity zu bekommen, anstatt Betroffenen tatsächlich und wirksam zu helfen.</p>

<p>Wir verstehen natürlich jede(n) Betroffene(n) der oder die sich nach so langer Zeit eine Wiedergutmachung wünscht &#8211; Wir glauben nur nicht daran, dass Rache dabei langfristig hilft. Denn selbst wenn das Hauptverfahren mit einer Verurteilung endet (was nach mehreren Jahrzehnten eher unwahrscheinlich erscheint), so muss man doch trotzdem einen Weg finden mit der eigenen Betroffenheit ein halbwegs würdevolles Leben zu führen.</p>

<p>Wir denken man muss an dieser Stelle auch aufpassen nicht unerfüllbare Erwartungen bei Betroffenen zu wecken, möchten aber als Kompromiss anregen, in Betracht zu ziehen, die Straftat nach Ende der regulären Verjährungsfrist auf Antrag des oder der Betroffenen zu verfolgen. Zusätzlich fordern wir eine Angleichung der Ruhensfristen (§78b StGB) an die Hemmungsfristen aus dem Zivilrecht (§207/§208 BGB) und eine Verlängerung der zivilrechtlichen Verjährungsfristen in Anpassung an die strafrechtlichen Verjährungsfristen.</p>

<p>Ein weiteres Anliegen ist uns die regelmäßige Anbindung zivilrechtlicher Entschädigungs-Verfahren an die strafrechtlichen Hauptverfahren. Zudem setzen wir viel mehr auf direkte Hilfen zur Lebensbewältigung für Betroffene &#8211; wobei wir eine Deckelung bei 10.000 Euro ablehnen.</p>

<p>Was die tatsächlichen Verbesserungen der Situation für Betroffene angeht, sind wir inzwischen leider ein wenig skeptisch geworden. Nicht nur ist es so, dass sich zum Beispiel bei der Unterstützung von Beratungsstellen (wie z.B. Tauwetter) nicht viel bewegt, so ist es inzwischen sogar so, dass sich die Situation von Betroffenen durch die geplanten Kürzungen bei der Finanzierung von Psychotherapien noch zusätzlich verschlechtern wird.</p>

<p>Zusätzlich muss unseres Erachtens die Arbeit der Beratungsstellen vollumfänglich und flächendeckend gesichert werden. Eine zusätzliche Stärkung der Beratungsnetzwerke war zudem auch eine Empfehlung der Sonderbeauftragten Frau Dr. Bergmann und der Arbeitsgruppen des Runden Tisches.</p>

<p>Bezüglich der Hilfen für Betroffene hat Ministerin Frau Dr. Schröder am 30. 11 2011 die Einrichtung eines Fonds für Hilfen für Betroffene verkündet &#8211; der Bund wolle wenigstens 50 Millionen Euro bereitstellen &#8211; Wir fragen uns: Wo bleibt dieser Fond? Wo sind die 50 Millionen, die in diesen eingestellt werden sollten?</p>

<p>Zudem fragen wir uns: Was ist eigentlich aus der Einrichtung einer Clearingstelle zur Bearbeitung der berechtigten Ansprüche von Betroffenen geworden? Diese wurde sowohl von der Unabhängigen Beauftragten Frau Dr. Bergmann als auch von den Arbeitsgruppen des Runden Tisches angeregt.</p>

<p>Lassen Sie mich zum Schluss folgende Frage stellen:</p>

<p style="text-align: center;">Das Leid der Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs ist ungedeckelt,
warum sind es die Hilfen, die man ihnen zugesteht nicht auch?</p>

<hr />

<p>¹ <sub>(Sexueller Kindesmissbrauch ist ein Offizialdelikt, es wird im Zweifel auch ohne Strafantrag oder Einwilligung des Opfers verfolgt, das Opfer hat kein Recht auf Aussageverweigerung zur Sache, zudem hat es wenig bis keine Kontrolle über den Verlauf des Verfahrens)</sub></p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Misshandlung hinterlässt Narben im Hirn</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2011/12/09/artikel-misshandlung-hinterlasst-narben-im-hirn/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 17:32:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Focus Online hat einen Artikel über die Folgen von Misshandlungen im Kindesalter: Ein überaktives Angstzentrum und verkleinerte Gehirnareale: Kindesmisshandlungen verändern das Gehirn der Opfer – und zwar über Jahrzehnte. Betroffene führen ein Leben in Alarmbereitschaft. Wer als Kind Misshandlungen erfahren <a href="http://mogis-verein.de/2011/12/09/artikel-misshandlung-hinterlasst-narben-im-hirn/#more-5608'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.focus.de" title="Focus Online">Focus Online</a> hat einen <a href="http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/psychologie-misshandlung-hinterlaesst-narben-im-hirn_aid_692561.html" title="Kindes-Misshandlungen hinterlassen Narben im Gehirn">Artikel über die Folgen von Misshandlungen im Kindesalter</a>:</p>

<blockquote>
<strong>Ein überaktives Angstzentrum und verkleinerte Gehirnareale: Kindesmisshandlungen verändern das Gehirn der Opfer – und zwar über Jahrzehnte. Betroffene führen ein Leben in Alarmbereitschaft.</strong><span id="more-5608"></span> Wer als Kind Misshandlungen erfahren hat, behält nicht nur psychische Narben zurück. Forscher der Universität Münster haben in einer Studie jetzt auch biologische Veränderungen im Gehirn belegt. Noch Jahrzehnte nach dem Missbrauch zeigten die Opfer eine erhöhte Aktivität des Angstzentrums und mehrere verkleinerte Gehirnareale, berichten die Forscher. [...] Die Studienergebnisse werden im Journal „Biological Psychiatry“ erscheinen.
</blockquote>

<p>Quelle ist folgende DPA Ticker Meldung: <a href="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/wissenschaft-kindesmisshandlung-hinterlaesst-narben-im-hirn_aid_692516.html" title="Wissenschaft: Kindesmisshandlung hinterlässt „Narben“ im Hirn">Wissenschaft: Kindesmisshandlung hinterlässt „Narben“ im Hirn</a></p>

<p>[<a href="http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/psychologie-misshandlung-hinterlaesst-narben-im-hirn_aid_692561.html" title="Kindesmisshandlung hinterlässt Narben im Gehirn">Bei Focus Online weiterlesen</a>]</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Interview in der taz: &#8220;Es fehlt der Wille&#8221;</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2011/10/26/interview-in-der-taz-es-fehlt-der-wille/</link>
		<comments>http://mogis-verein.de/2011/10/26/interview-in-der-taz-es-fehlt-der-wille/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 11:00:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Runde Tisch zum sexuellen Missbrauch hat versagt, sagt Betroffenenvertreter Christian Bahls. An der Situation der Opfer habe sich nur wenig geändert. [mehr] Related posts: SPIEGEL ONLINE: &#8220;Die verwaiste Stelle&#8221; Stellungnahme zur Aufhebung der Verjährungsfristen Interview ARD-Nachtmagazin
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<li><a href='http://mogis-verein.de/2009/04/17/interview-ard-nachtmagazin/' rel='bookmark' title='Interview ARD-Nachtmagazin'>Interview ARD-Nachtmagazin</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Runde Tisch zum sexuellen Missbrauch hat versagt, sagt Betroffenenvertreter <a href="http://taz.de/!80622/" title="Interview taz: »Es fehlt der Wille«">Christian Bahls</a>. An der Situation der Opfer habe sich nur wenig geändert. <a href="http://taz.de/!80622/" title="Interview taz: »Es fehlt der Wille«">[mehr]</a></p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Pressemitteilung zum Ausscheiden von Frau Dr. Bergmann als Unabhängige Beauftragte</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2011/10/25/4871/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 16:59:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Frau Dr. Bergmann geht &#8211; Zukunft der Stelle fraglich &#8211; Bleiben die Betroffenen alleine zurück? BERLIN (25.10.2011) Die Unabhängigen Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Frau Dr. Bergmann zog Heute auf einer Pressekonferenz <a href="http://mogis-verein.de/2011/10/25/4871/#more-4871'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Frau Dr. Bergmann geht &#8211; Zukunft der Stelle fraglich &#8211; Bleiben die Betroffenen alleine zurück?<span id="more-4871"></span></p>

<p>BERLIN (25.10.2011)</p>

<p>Die Unabhängigen Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Frau Dr. Bergmann zog Heute auf einer Pressekonferenz ein Fazit Ihrer Arbeit. Zu ihrem bevorstehenden Ausscheiden äußerte sich auch der bundesweite Verein MOGiS e.V. &#8211; &#8220;Eine Stimme für Betroffene&#8221; &#8211; eine Vereinigung von Opfern sexuellen Kindesmissbrauchs.</p>

<p>Christian Bahls, der 1. Vorsitzender des Vereins sagt: &#8220;Eine der stärksten Fürsprecher der Betroffenen am Runden Tisch geht. Bis heute, war nicht bekannt, wie es mit der Stelle der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs weiter geht. Das Familienministerium will sich laut Medienberichten erst nach dem Ende von Frau Dr. Bergmanns Amtszeit am Montag nächster Woche äußern.&#8221;</p>

<p>Er schließt an: &#8220;Ohne die Unterstützung durch Frau Dr. Bergmann wird es für die Betroffenen noch schwieriger ihre berechtigten Interessen am Runden Tisch durchzusetzen. Es besteht die Gefahr, dass die Betroffenen jetzt ohne diesen starken Anwalt in dieser Sache jetzt mehr oder weniger alleine zurückgelassen werden.&#8221;</p>

<p>Gabriele Gawlich, 2. Vorsitzende von MOGiS e.V., ergänzt: &#8220;Ehrlich gesagt erstaunt es mich, dass immer noch unklar ist, wer das Amt weiterführen soll und in welcher Form die Geschäftsstelle fortbestehen wird. Die Berufung der unabhängigen Beauftragten war ein starkes solidarisches Signal der Gesellschaft &#8211; dass man mit Betroffenen sprechen kann, ohne daran zu zerbrechen und dass es sich lohnt, für die Interessen der Betroffenen einzutreten.&#8221;</p>

<p>Bahls fügt hinzu: &#8220;Frau Dr. Bergmann hat da eine Leuchtturmfunktion übernommen. Sie hat sich auf das Schicksal der Betroffenen eingelassen und mit ihrer Arbeit auch echte Fortschritte erzielt. Ihr Weggang schmerzt, zumal nicht klar ist ob hier nicht ein Rückschritt zu verzeichnen sein wird, gerade auch weil es den Eindruck macht, dass die Geschäftstelle abgewickelt oder einem Ministerium angegliedert werden soll.&#8221;</p>

<p>Frau Gawlich äußert auch weitergehende Bedenken: &#8220;Ich fürchte, dass das Interesse am Schicksal der Betroffenen erlahmen oder ganz einschlafen wird. Auch schon am Runden Tisch haben sich die Teilnehmer lieber in Prävention und Intervention kapriziert als Veränderungen für Betroffene zu erreichen. Und es bleibt noch so viel zu tun.&#8221;</p>

<p>Zur Unabhängigkeit der Beauftragten meint Frau Gawlich: &#8220;Die Unabhängigkeit eines solchen Beauftragten ist wichtig, dies auch gegenüber der Bundesregierung, also zum Beispiel dem Familienministerium oder dem Justizministerium. Das ist wesentlich, damit diese Stelle frei und unabhängig Bedenken äußern und Mängel aufdecken kann. Unsere Forderung ist es für diese Stelle wenigstens eine solche Unabhängigkeit zu erreichen, wie sie zum Beispiel ein Datenschutzbeauftragter hat.&#8221;</p>

<h4>Hintergrund Gabriele Gawlich &amp; Christian Bahls</h4>

<p>Herr Bahls und Frau Gawlich haben bis vor kurzem gemeinsam mit vier weiteren Betroffenen die Bundesinitiative der Betroffenen von sexualisierter Gewalt und Missbrauch im Kindesalter am Runden Tisch vertreten.</p>

<h4>Hintergrund zum MOGiS e.V.</h4>

<p>Der MOGiS e.V. wurde im April 2009 im Rahmen der Diskussion um Internetsperren in Deutschland als &#8220;MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren&#8221; gegründet.</p>

<p>Christian Bahls, ein Gründungsmitglied von MOGiS, wurde als Kind selbst sexuell missbraucht und hat sich im April 2009 als Opfer sexuellen Kindesmissbrauchs bekannt um sich als direkt Betroffener gegen die Sperren aussprechen zu können.</p>

<p>Nach Ende der Sperrdiskussion in Deutschland hat MOGiS e.V. seine Ziele erweitert und versteht sich inzwischen als &#8220;Eine Stimme für Betroffene&#8221;.  Mit dem MOGiS e.V. treten also Opfer sexuellen Kindesmissbrauchs für die Belange von Missbrauchsbetroffenen ein.</p>

<p>Christian Bahls sowie Gabriele Gawlich arbeiteten für die Interessen der Betroffenen am Runden Tisch gegen Sexuellen Kindesmissbrauch mit und versuchten dort die Interessen der Betroffenen von sexualisierter Gewalt und Missbrauch im Kindesalter angemessen zu vertreten.</p>

<p>MOGiS e.V. hat versucht in seiner Arbeit am Runden Tisch &#8220;Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich&#8221; den Betroffenen angemessen Gehör zu verschaffen.</p>
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		<title>SPIEGEL ONLINE: &#8220;Die verwaiste Stelle&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 11:00:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[.. &#8220;Man lässt Bergmann erst nach Hause gehen &#8211; und sägt dann den Stuhl der Beauftragten gegen sexuelle Gewalt ab&#8221;, klagt Christian Bahls von &#8220;Mogis &#8211; eine Stimme für Betroffene&#8221; an. &#8220;Sie hat ihren Job einfach zu gut gemacht, sie <a href="http://mogis-verein.de/2011/10/25/spiegel-online-die-verwaiste-stelle/#more-5076'" class="more-link">more &#187;</a>
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		<title>stern.de und sein geifernder Boulevard-Journalismus</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 10:02:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bei stern.de findet sich im Artikel Abgewatscht &#8211; der satirische Wochenrückblick: Angriff der Lolitas folgende Zote: &#8220;Welpenschutz &#8211; Den muss Ruby Rubacuori nicht mehr beantragen. Wann die Dame defloriert wurde, ist nicht bekannt&#8220; Mit ein wenig Recherche hätte der Redakteur <a href="http://mogis-verein.de/2011/03/07/stern-de-und-sein-geifernder-boulevard-journalismus/#more-4498'" class="more-link">more &#187;</a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei <a href="http://www.stern.de">stern.de</a> findet sich im Artikel <a href="http://www.stern.de/lifestyle/leute/abgewatscht-der-satirische-wochenrueckblick-angriff-der-lolitas-1660144.html">Abgewatscht &#8211; der satirische Wochenrückblick: Angriff der Lolitas</a> folgende Zote:</p>

<blockquote><em>&#8220;<strong>Welpenschutz &#8211; Den muss Ruby Rubacuori nicht mehr beantragen. Wann die Dame defloriert wurde, ist nicht bekannt</strong>&#8220;</em></blockquote>

<p>Mit ein wenig Recherche hätte der Redakteur folgendes gefunden:</p>

<blockquote><em>&#8220;<strong>El-Mahroug has stated she was raped by two uncles when she was aged 9</strong>&#8221; </em>(<a href="http://theitalywiki.com/index.php/Ruby_Rubacuori">http://theitalywiki.com/</a>)</blockquote>

<p>Da nicht zu erwarten scheint, dass stern.de prominent über dieses &#8220;Versehen&#8221; aufklären wird, soll an dieser Stelle ausgiebig aus folgender <a href="http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Chronik/Jetzt-spricht-Ruby-Mit-neun-Jahren-von-zwei-Onkel-vergewaltigt">deutschsprachigen Quelle</a> zitiert werden:<span id="more-4498"></span></p>

<blockquote>In der TV-Sendung „Kalispera“ nahm sie zwar nicht zu den aktuellen Vorwürfen und Skandalberichten Stellung. Sie erzählte jedoch ihre traurige Kindheitsgeschichte, die sie angeblich dazu veranlasste, ein „Parallelleben“ aufzubauen.
<p>
„Ich bin im Alter von neun Jahren von zwei Onkel, Brüder meines Vater, vergewaltigt worden“, erzählte Ruby. Ihre Mutter sei die Einzige gewesen, der sie sich anvertraut hätte. Diese soll sie jedoch zum Stillhalten angeregt haben. „Sie meinte: Erzähl nichts. Wenn dein Väter erfährt, dass du keine Jungfrau mehr bist, bringt er dich um“, zitierte Ruby ihre Mutter.
</p><p>
Mit zwölf Jahren habe sie die Handgreiflichkeiten des Vaters zu spüren bekommen. „Ich habe damals beschlossen die Religion zu wechseln. Mein Vater ging mit einer Pfanne, in der sich kochendes Öl befand, auf mich los. Die Folgen sind heute noch auf meinem Kopf und auf einer Schulter zu sehen“, so Ruby.
</p></blockquote>

<p>Wen das Thema interessiert, dem empfiehlt sich eine kurze Recherche zum Thema Hypersexualität. Hier eine kurze Leseliste um zu einer weitergehenden Recherche anzuregen:</p>

<ul>
    <li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypersexualität#Ursachen">http://de.wikipedia.org/wiki/Hypersexualität#Ursachen</a></li>
    <li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypersexualität#Ursachen">http://www.suite101.de/content/weltoffenheit-im-beratungsprozess-a45643</a></li>
    <li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypersexualität#Ursachen"></a><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Category:Female_pornographic_film_actors">http://en.wikipedia.org/wiki/Category:Female_pornographic_film_actors</a></li>
    <li><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Category:Female_pornographic_film_actors"></a><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Annabel_Chong#Early_life_and_education">http://en.wikipedia.org/wiki/Annabel_Chong#Early_life_and_education</a></li>
    <li><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Traci_Lords#Early_life">http://en.wikipedia.org/wiki/Traci_Lords#Early_life</a></li>
</ul>

<p>PS: <a href="/2009/07/13/traci-lords-und-das-maerchen-von-der-freiwilligkeit/">Traci Lords und das Märchen von der Frewilligkeit</a></p>
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		<title>Deutschland: sexueller Missbrauch zum Sondertarif</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2011/02/16/deutschland-sexueller-missbrauch-zum-sondertarif/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 11:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mbutscher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oder: Von nützlichen Tätern und unbequemen Opfern ein Gastbeitrag von Jaccuse ´Die Jesuiten sind die Minenspürhunde der Kirche.´ So sagt man. Wenn man darüber nachdenkt und dabei in Betracht nimmt, dass die Kirche bereits ca. 2000 Jahre existiert, dann versteht <a href="http://mogis-verein.de/2011/02/16/deutschland-sexueller-missbrauch-zum-sondertarif/#more-4429'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Oder: Von nützlichen Tätern und unbequemen Opfern</h4>

<p><em>ein Gastbeitrag von Jaccuse</em></p>

<p>´Die Jesuiten sind die Minenspürhunde der Kirche.´ So sagt man. Wenn man darüber nachdenkt und dabei in Betracht nimmt, dass die Kirche bereits ca. 2000 Jahre existiert, dann versteht man, dass man in größeren Zeiträumen denken muss, um die Dinge richtig einordnen zu können.<span id="more-4429"></span></p>

<p>Wie hieß es doch zu Anfang der Affäre? ´Die 68er sind schuld!´ Und ja, das stimmte. Jedenfalls in gewissem Sinne.</p>

<p>Natürlich gab es Missbrauch auch in der Kirche schon immer. Aber Pater Georg (Name geändert) war eine neue Art.  1968 trat er zu seiner steilen und langen Karriere am <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=aloisiuskolleg&amp;sa=N&amp;tbs=nws:1,cd_min:2011,cd_max:2011,cdr:1">Aloisiuskolleg</a> in Bonn-Bad Godesberg an. Er hat den Nacktheitswahn und Freikörperzwang am AKO eingeführt. Als Erklärung diente, dass die Schüler allzu prüde seien und dabei allzu gerne ihre eigene Körperhygiene außer acht lassen würden.</p>

<p>Ja, mit Hygiene kannte er sich aus, war er doch als junger Frater bei den Exerzitien in Frankfurt bereits als Spanner unter den Duschen aufgefallen. Und so hat man denn auch den jungen Frater Georg während seiner Zeit als Referendar schon an die Odenwaldschule geschickt. Wie gesagt, die Jesuiten waren den modernen Dingen gegenüber neugierig. Die Minenspürhunde des Vatikans.</p>

<p>So hat er es also ausprobiert, der gute Jesuit, erst als Internats- dann als Schulleiter, wie weit man denn nun gehen dürfe im neuen und modernen Zeitalter ohne Prüderie. Nicht so weit, dass man die Intimsphäre eines Kindes verletzt. Das weiss man jetzt, ein halbes Jahr nach seinem Tod. Georg, der brave Minenspürhund des heiligen Stuhls, hat die Grenzen überschritten. Er hat sich strafbar gemacht. Und die Minen sind hochgegangen. Es hat Schaden gegeben. Es hat geknallt. Hauptsächlich bei den Betroffenen dieses katholischen Experiments. Deren Leben und das der Angehörigen der Opfer hat jetzt viele Löcher.</p>

<p>Aber wer übernimmt nun die Verantwortung? Für die Maßstäbe der Kirche vor nicht allzu langer Zeit, hat man solche unbequemen Opfer einfach des Hofes oder des Sprengels verwiesen, mit ein wenig Wegzehrung ausgestattet aus der Stadt gejagt. Aber heute? Geht das noch? Das Vertreiben und den nachträglichen Rufmord an den ´Versuchsobjekten´ hat Georg ja größtenteils selbst erledigt. Aber die ´Wegzehrung´ hat er dann doch keinem gegönnt.</p>

<p>Viele sind ohne Schulabschluss durch Pater Georg des Kollegs verwiesen worden. Dem Umfeld hat man erzählt, dass dies zum Wohle aller nötig sei, da es sich um besonders schädliche Individuen handeln würde. So war denn für die Opfer auch das soziale Umfeld gleich mit zerstört. Inzwischen weiss die Öffentlichkeit, der Staat, alles über den Missbrauch von Autorität und Vertrauen an kirchlichen Einrichtungen. Und das ist jetzt die Frage. Geht das in Deutschland? Muss man hier als Schulträger Verantwortung übernehmen? Bistümer und Vatikan versuchen es erst mal so.</p>

<p>Natürlich kostet der Erhalt der historischen und prächtigen Immobilien hohe Summen, auch die Reisen des Oberhauptes der Kirche erfordern hohe Ausgaben, damit diese in angemessenen Rahmen erfolgen können. Nach Angaben des vatikannahen Dom-Radios, hat alleine die Reise nach Regensburg 2006 bereits <a href="http://www.domradio.de/papstreise_regendburg/4965/der-papstbesuch-bewegt-die-menschen.html">20 Millionen gekostet</a>. Diese Reisen sind notwendig, auch um die Wogen der Empörung wieder zu glätten. Müsste man nicht aber auch den Betroffenen gönnen, sich erholen zu können, sich im Leben wieder einzurichten, ihre Wunden heilen zu lassen? Die Opfer waren Teil eines Versuchs. Was geht im neuen Zeitalter, was nicht? Wie soll sich die Kirche zur Sexualität stellen? Der Versuch ist für die Opfer schlimm verlaufen, für die Kirche weniger. Da waren die Jesuiten vor.</p>

<p>Und die steuerzahlenden Bürger, die sich jetzt erschrocken von der Kirche abwenden? Tut das der Kirche weh? Nun, das waren wohl alles
nicht Leute, die zum harten Kern gehörten. Die Spreu vom Weizen trennen, die Reihen schließen, das ist wohl eher ein nützlicher Neben-Effekt.</p>

<p>So sei es ihnen denn vergönnt weiterhin in Palästen mit Gold, Brokat und Weihrauch zu leben. Viele haben diesen Traum gehabt, von der rundum nützlichen Institution in dieser Welt, die das Gute repräsentiert, die Toten würdig begräbt und die jungen Paare verheiratet, mit einem Engel in weiß an ihrer Spitze. Viele träumen noch. Dass diese Organisation die Hälfte der guten Menschen dieser Erde, die Frauen  von den wichtigsten Ämtern ausschließt und dann auch noch all die Männer die ihre Sexualität mit gleichwertigen Partnern leben wollen, hat gezwungenermaßen zu einer extremen Auswahl von entweder hochmotiviertem oder fehlmotiviertem Personal geführt.</p>

<p>Wir alle werden dieses Loch im Moralgefüge spüren, die dieser geplatzte Traum hinterlässt. Es hat nicht sollen sein. Traurig genug. Aber dass man, nachdem die Jesuiten die Schmutzarbeit gemacht haben, jetzt zum ´Business as usual´ übergeht, könnte doch etwas vorschnell sein. Die Jesuiten haben die Minen hochgehen lassen. Woher ist man sich aber so sicher, dass sie auch Spezialisten im Aufräumen sind? Dass man es schaffen kann, alle Schäden verschwinden lassen zu können, mit 5.000 Euro?</p>

<p>Nein, von allen diesen Problemen in Deutschland ist der Vatikan weit entfernt. Der Staat zieht weiter brav beim Steuerzahler den Obulus für die Kirche ein, bezahlt treu die Bischofsgehälter. Kann der Papst wirklich so tun, als ginge ihn das alles nichts an und als wäre es mit ein paar schönen Worten und einem Segen getan. Er ist als junger Dozent am Aloisiuskolleg ein- und ausgegangen, während bereits der eine oder andere Alt-Spürhund als Vorläufer Pater Georgs dort sein Wesen trieb. Teilweise auch bereits als ´Moderner´ Pädagoge.</p>

<p>Benedikt XIV ist gefordert. Er muss Stellung beziehen. Er ist einfach auf zu viele verschiedene Arten mit diesem neuen Fall verbunden, um hier noch auf Distanz zu bleiben. Wir fordern, dass er sich uns stellt. Dass er sich zu den Dingen am Aloisiuskolleg erklärt. Immerhin war er auch Vorsitzender der Glaubenskongregation, eine Nachfolgeorganisation der einstmals gefürchteten Inquisition. Er hat auch die Verordnung ´Delicta graviora´, nach der gravierende Delikte von Kirchenleuten an eben diese Kongregation aber nicht nach außen zu melden waren, mit veranlasst. Dies war das alte Schweigekartell, das man jetzt öffentlich gelobt zu lockern. Zu befürchten steht, dass dieses alte Schweigekartell durch eine Mauer von Klagen und einer Heerschar von Anwälten ersetzt werden könnte, die jetzt den Opfern die <a href="http://netzwerkb.org/2011/01/30/netzwerkb-braucht-dringend-ihre-unterstutzung/">Möglichkeit nehmen sich zu äußern</a>.</p>

<p>Wir wissen inzwischen, dass das übergriffige Verhalten Pater Georgs im Orden bekannt war, dass dieser aber viel zu nützlich war, als dass man ihn hätte aufhalten wollen.</p>

<p>Wir möchten wissen, was man im Vatikan wusste und wie die Kontrollen innerhalb der Kirche funktionieren. Wir möchten wissen, was der ehemalige Leiter der innerkirchlichen Ermittlungsbehörde wusste. Wir möchten wissen, wie man im Vatikan zu verfahren entschieden hat?  Wir möchten wissen, ob sein Verhalten etwa auch im Bistum bekannt war.</p>

<p>Wir wollen, dass die auffällig hohe Zahl an Suiziden am Aloisisuskolleg und im Umfeld noch einmal individuell unter heutigen Gesichtspunkten untersucht wird. Das Team um Frau Professor Zinsmeister hatte hierfür zu wenig Zeit [<a name="sondertarif_ref1"></a><a href="#sondertarif_fn1">1</a>].</p>

<p>Wir fordern ein Wort aus Rom dazu, wieso man Geschädigten in Irland zum Beispiel <a href="http://diepresse.com/home/panorama/welt/350378/Irland-zahlt-750-Mio-Euro-an-Missbrauchsopfer-der-Kirche-">67.000 bis 300.000 EUR zahlt</a> (wobei die Kirche eben ein paar Ländereien verkaufen musste) jedoch in Deutschland Opfer mit 5.000 abspeisen möchte.</p>

<p>Darüber sollte wohl noch einmal geredet werden. Sollten nicht wenigstens für die katholische, ´allumfassende´ Kirche alle Menschen gleich sein, egal wo auf Erden?</p>

<p>Es scheint so, als wäre in diesem Land sexueller Missbrauch so günstig wie sonst nirgendwo. In den Kirchen und in den Einrichtungen des Jesuitenordens ist viel Schaden angerichtet worden. Können diese Institutionen sich jetzt sofort wieder zu moralischen Autoritäten aufschwingen, die anderen Vorschriften machen? Und gleichzeitig die eigenen Opfer mit Almosen abspeisen ohne auf diese einzugehen? Man spricht zwar in der Öffentlichkeit von Hilfen und Therapien, aber man kann auch vernehmen, dass hinter den Vorhängen Klagen und Anwälte eingesetzt werden, um die Betroffenen zum Stillschweigen zu vergattern. Es ist die Rede von Klagen bis zu 70.000 Euro wenn sie sich äußern.</p>

<p>War das der Sinn dieses Kirchenexperiments dies festzustellen, ein Ausprobieren, ein Kräftemessen mit dem Staat, ein Testen der Toleranz der Bevölkerung? 70.000 Euro für einen beleidigten Pater, 5.000 für ein Missbrauchsopfer? Oder wollte man nur wissen, wie denn die sexuelle Revolution in der Kirche aussehen könnte?</p>

<p>Was hat man nicht alles versucht: Ablenken auf die Sportvereine, Vergleiche mit Zwangsarbeiterentschädigungen, man hat versucht die Betroffenen ehemaliger Heimerziehung gegen die Betroffenen aus Ordenseinrichtungen auszuspielen, dem Steuerzahler zu suggerieren, er müsste die Zeche Zahlen, wenn die Opfer zu viel Wiedergutmachung bekommen. Die Kirche ist nützlich und nicht geizig, jedoch sie sträubt sich den Betroffenen die Hand zu reichen. <a href="http://mogis-verein.de/2010/10/01/hansel-und-gretel-oder-das-ende-des-marchens">Die Opfer stören den Frieden, wenn sie reden</a>.</p>

<p>Pater Georg hat viel für die Schule, viel für den Orden getan, sagt man. Und die Missbrauchsopfer sind jetzt nur der unbequeme Kollateral-Schaden?</p>

<p><em>Jaccuse 201102</em></p>

<p>[<a name="sondertarif_fn1"></a><a href="#sondertarif_ref1">1</a>] Hier der Bericht der Untersuchungskommission: <a href="https://www.jesuiten.org/fileadmin/Redaktion/Downloads/Abschlussbericht_AKO_Zinsmeister.pdf">Abschlussbericht_AKO_Zinsmeister.pdf</a>, Kurzfassung von Frau Zinsmeister: <a href="https://www.jesuiten.org/fileadmin/Redaktion/Downloads/Statement_Zinsmeister.pdf">Statement_Zinsmeister.pdf</a>)</p>

<hr />

<p><strong>PS:</strong> Lieber Pater Kiechle (Provinzial der Jesuiten in Deutschland):</p>

<p>Sie sprechen von einer grossen Wende. Bitte holen Sie tief Luft und denken Sie dabei nach, bevor Sie noch einmal Geldsummen in den Mund nehmen, die Ihnen und den Opfern zur Schmach gereichen. Lassen Sie Vermittlungsgespräche zu. Für Sie wird das der erste Schritt in eine neue Zeit sein.</p>

<p>Außerdem würden wir Sie bitten den Zinsmeisterbericht noch einmal ganz sorgfältig zu lesen, oder jedenfalls dafür zu sorgen von der Presse nicht wiederholt so missverständlich wiedergegeben zu werden, denn es waren 18 nicht 5 Pater, die genannt werden. Also müssten sie die Frage stellen, ob denn nun 18 verschiedene Täter schon zu viel wären.</p>

<p>Vielleicht wollen Sie die Gelegenheit auch nutzen um kurz im deutschen Strafgesetzbuch zu blättern, die Paragraphen <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/176.html">176</a> und <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/176a.html">176a</a> sollen recht einschlägig zum Thema sexueller Missbrauch sein. Vielleicht wollen Sie damit eine paar Tage in Klausur gehen und Ihre Wahrnehmung der Verhältnisse am Aloisiuskolleg anpassen.</p>

<p><em>Jaccuse</em></p>

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		<title>Abstimmung zu Internetsperren im Innenausschuss des Europaparlaments</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 22:07:13 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<description><![CDATA[von Christian Bahls Ihr habt es vielleicht gemerkt, in den letzte Wochen war es hier etwas ruhig zu Sperren in Brüssel. Diese Ruhe ist im wesentlichen der Intensität geschuldet, mit der ich in Brüssel gegen Internetsperren und für echten Opferschutz <a href="http://mogis-verein.de/2011/02/14/abstimmung-zu-internetsperren-im-innenausschuss-des-europaparlaments/#more-4390'" class="more-link">more &#187;</a>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Christian Bahls</em></p>

<p>Ihr habt es vielleicht gemerkt, in den letzte Wochen war es hier etwas ruhig zu Sperren in Brüssel. Diese Ruhe ist im wesentlichen der Intensität geschuldet, mit der ich in Brüssel gegen Internetsperren und für echten Opferschutz Lobby gemacht habe.</p>

<p>Wenn ich ganz ehrlich bin, war es auch eine taktische Überlegung, nicht groß darüber zu schreiben, wenn ich, wie auch letzte Woche, in Brüssel unterwegs war. Dies hat es uns aber erlaubt einen Last-Minute-Kompromiss zu erreichen, der dann <a href="/2011/02/14/vote-on-blocking-in-libe-committee/" target="_blank">am Montag auch die Abstimmung gewonnen</a> hat.<span id="more-4390"></span></p>

<p>Das Thema Websperren wird jetzt von der Berichterstatterin, der Europäischen Kommission und dem Ministerrat in einem informellen Trilog (Vermittlungsgespräch) behandelt, erst danach steht das Gesetzesvorhaben endgültig im Innenausschuss und dann im Plenum des Europäischen Parlaments zur Abstimmung.</p>

<p>Der Rat wird versuchen Dinge aus dem Kompromiss herauszuverhandeln. Da müssen wir hart bleiben und durchsetzen, dass sich das Parlament nicht bewegt. Vielleicht kann zusätzlich etwas über die Mitgliedsstaaten gemacht werden, das ist aber deutlich schwieriger (zumal aus Deutschland).</p>

<p>Eine Bitte hätte ich zum Ende noch, MOGiS hat noch mehr Themen als Internetsperren, nämlich die Vertretung von Opfern sexuellen Missbrauchs im politischen Prozess. Gerade jetzt werden am Runden Tisch Entscheidungen über die Köpfe der Betroffenen hinweg getroffen. Besonders die Opfer von Missbrauch in Kirchen sollen mit geradezu lächerlichen Beträgen abgespeist werden.</p>

<p><a href="/spenden">Bitte unterstützt deshalb unsere Arbeit auch langfristig</a>, z.B. mit einer <a href="/mitmachen-helfen/#foerdermitgliedschaft">Fördermitgliedschaft</a> (was uns wirklich sehr helfen würde) oder mit einer <a href="/spenden/#formular">Spende</a>.</p>

<p>Wenn Ihr Euch persönlich einbringen wollt, dann nehmt bitte Kontakt mit uns auf:
[contact-form-7]</p>

<p><em>Beim Spenden finden wir Padeluuns Devise &#8220;<strong><a href="http://www.foebud.org/spende">mäßig, aber regelmäßig</a></strong>&#8221; sehr hilfreich. Bitte zieht deshalb in Betracht unsere Arbeit <a href="/mitmachen-helfen/#foerdermitgliedschaft">mit einer Fördermitgliedschaft</a> oder <a href="/spenden">durch einen Dauerauftrag langfristig zu unterstützen</a>.</em></p>

<p>MOGiS e.V.<br />Ethikbank<br />BLZ: 830 944 95<br />Kto.Nr.: 3138844<br />BIC: GENO DE F1 ETK<br />IBAN: DE26830944950003138844</p>

<p><sub><strong><em>MOGiS ist ein gemeinnütziger e. V., daher sind Spenden steuerlich absetzbar:</em></strong> <strong>Bis 200 Euro</strong> genügt beim Finanzamt die Vorlage des Überweisungsbelegs, bei dem aber <strong>unsere Steuernummer: 079/141/16826</strong><strong> im Verwendungszweck</strong> mit angegeben sein muss.</sub></p>
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