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Even revoking your certificates might not help against #MITM after #heartbleet

So you exchanged your keys and revoked all corresponding Certificates? – Turns out you (and your sites visitors) are still vulnerable to MITM by stolen keys!

At least if your CA (like ours) lets your (and your sites visitors) Browsers cache their Certificate Revokation List (CRL) for up to 7 days.

So even though the Certificate of https://mogis-verein.de:8443 is invalid, your browser will happily tell you it isn’t.

So until the caching timeout for the CRL (that did non contain the revokations for our keys) comes around our site visitors are still vulnerable to MITM by the old (and probably leaked) keys.

Dear Rapid SSL, Thanks – for nothing! At least in this time of crisis you could have shortened the caching time to a few hours, so that certificates get invalidated faster

shitty_revocation

The relevant data:

Certificate Revocation List (CRL):
        Version 2 (0x1)
    Signature Algorithm: sha1WithRSAEncryption
        Issuer: /C=US/O=GeoTrust, Inc./CN=RapidSSL CA
        Last Update: Apr 14 13:03:00 2014 GMT
        Next Update: Apr 24 13:03:00 2014 GMT
        CRL extensions:
            X509v3 Authority Key Identifier: 
                keyid:6B:69:3D:6A:18:42:4A:DD:8F:02:65:39:FD:35:24:86:78:91:16:30

            X509v3 CRL Number: 
                98017
Revoked Certificates:
...
   Serial Number: 0F9083
        Revocation Date: Apr 14 07:30:47 2014 GMT
...
    Serial Number: 11C5EA
        Revocation Date: Apr 14 07:31:29 2014 GMT
...

OpenSSL Exploit, Server-Keys ausgetauscht (Update)

Einigen unserer besonders aufmerksamen Leser ist Heute vielleicht aufgefallen, dass sich außerplanmäßig der Serverkey geändert hat.

Dies wurde notwendig, weil der gerade bekannt gewordenen OpenSSL-Exploit es möglich gemacht hat, dass dieser entwendet werden konnte – ohne dabei Spuren zu hinterlassen [Sogar Spiegel Online berichtete].

Update: Einige unserer Dienste nutzten noch eine verwundbare Version der OpenSSL-Bibliothek, zur Sicherheit haben wir erneut einen Private-Key generiert und ein neues Zertifikat ausstellen lassen.

Unser aktuelles Zertifikat hat jetzt die Seriennummer 1181331 (0x120693) und wurde durch die RapidSSL CA von GeoTrust herausgegeben.

Wenn ihr die Gültigkeit überprüft, dann sollte diese am 10. April 2014 beginnen und am 11. Februar 2015 enden.

Die Fingerprints sind:
SHA-256: D6 9B C3 2B 72 D8 4F 73 A7 35 36 78 19 7A 59 1D E1 6B 9E A3 2C 98 EE A7 26 2E BC 9B FB C0 40 D1
SHA-1: 60 E8 FB 58 A9 DF 1A 9C 74 5D B9 11 BE ED F7 CE 2D D3 29 A9

Unser aktuelles Zertifikat hat jetzt die Serien Nummer 11:C5:EA und wurde durch die RapidSSL CA von GeoTrust herausgegeben.

Wenn ihr die Gültigkeit überprüft, dann sollte diese am 7. April 2014 beginnen und am 11. Februar 2015 enden.

Die Fingerprints sind:
SHA-256: 2F 21 45 90 7E C6 C7 6F F5 7E 48 FB FF C1 87 30 E6 05 4C FF AB 6F D7 19 D2 76 E7 BB 04 57 72 44
SHA-1: 18 91 8F 69 32 BE D8 0E AA CC 4F 49 AB 95 87 BF EA B2 1D 2F

Die Causa Edathy oder die verlogene Debatte um den Schutz der Würde des Kindes

von Christian Bahls

Eigentlich wollte ich Herrn von Notz auf seine letzte Presseerklärung eine persönliche Entgegnung schreiben, halte das aber nicht mehr für zielführend, man bekommt ja regelmäßig auch keine persönliche Antwort zurück.

Er schreibt in seiner Pressemitteilung etwas von der durch die Nacktdarstellung verletzte Würde der abgebildeten Jungen.

Angesichts seines Abstimmungsverhaltens im Deutschen Bundestag ist diese Positionierung schlicht lächerlich – die Abbildungen des entblößen Genitals eines Jungen verletzt dessen Würde, nicht jedoch das rituelle Abtrennen von Teilen desselben?

Herr von Notz reiht sich an dieser Stelle ein bei Herrn Hilgers, auch einem der ganz großen Befürworter des Rechts der Eltern auf Beschneidung ihrer Kinder, dies übrigens in seiner Funktion als Vorsitzender des Kinderschutz- , nicht des Elternrechte-bundes.

Man kann schon froh sein, dass kein Volker Beck um die Ecke schaut um etwas von einvernehmlichen Nackt-Darstellungen von Kindern zu schwadronieren.

Oder um es mit den Worten eines Beschneidungsbetroffenen zu sagen:

An Bosbach und alle anderen sich nun echauffierenden Politiker – nehmen Sie zur Kenntnis: Ich hätte lieber als 7jähriger nackt vor Herrn Edathy Cowboy und Indianer gespielt als mir mein Genital so zurichten zu lassen wie es tatsächlich geschehen ist. Auch wenn ich als Kind natürlich am liebsten ganz ohne eine wie auch immer geartete Verletzung meines Intimbereichs ausgekommen wäre. Aber das ist bei Euch Politikern ja anscheinend nicht vorgesehen. Wer intakt und ohne intime Grenzverletzungen das Erwachsenenalter erreicht, darf seinen Eltern auf Knien danken – aber nicht unseren Politikern, Kirchen und Religionsgemeinschaften oder Herrn Hilgers und seinem Kinderschutzbund. http://beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&postID=27536#post27536

Dem ist nichts weiter hinzuzufügen.

(PS: Um nicht missverstanden zu werden, ist dem anscheinend doch etwas hinzuzufügen: für MOGiS e.V. gibt es keine Konkurenz zwischen Betroffenen verschiedener Eingriffe in die sexuelle Selbstbestimmung. Wir rechnen keine unterschiedlichen Eingriffe in die sexuelle Selbstbestimmung gegeneinander auf. Wir verwehren uns auch dagegen dafür instrumentalisiert zu werden verschiedene Arten von Betroffenheit von sexualisierter Gewalt und sexueller Ausbeutung gegeneinander aufzurechnen bzw. aufzubringen. Jede(r/m) Betroffenen steht es zudem zu die Schwere der eigenen Betroffenheit selbst zu beurteilen und in einen Kontext zu setzen.)

Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung

MOGiS e.V. ruft am “Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung” am 6. Februar zur Unterstützung von Aktionen für Kinderrechte auf

Mitgliederorganisationen des “Netzwerkes INTEGRA zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung” stellen ihre Aktivitäten unter folgendem Link vor, um deren Beachtung wir herzlich bitten:

http://www.netzwerk-integra.de/2013/01/28/internationaler-tag-gegen-weibliche-genitalverst%C3%BCmmelung/

TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. informiert zu “Genitalverstümmelung in Indonesien – Schutz statt Verharmlosung” unter

https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/unser-engagement/aktivitaeten/6-februar/unterschriftenaktion-fgm

und ruft zu einer Unterschriftensammlung auf, die wir bitten zu unterstützen.

Ähnlich wie in Deutschland bei der Legalisierung nicht-therapeutischer Vorhautamputationen an Jungen geschehen, gibt es in Indonesien politische Bestrebungen, Amputationen der Klitorisvorhaut bei Mädchen unter der Bedingung der Durchführung “nach Regeln der ärztlichen Kunst” zu legalisieren.

MOGiS e.V. protesiert aufs Schärfste gegen diesen weiteren Versuch, Genitalverstümmelungen an Kindern ein angeblich “sauberes Gesicht” zu verleihen.

Kinderrechte dürfen niemals relativiert werden.

Offener Brief: An den Vorstand der Grünen Jugend

Sehr geehrte Mitglieder des Vorstandes der Grünen Jugend!

Mein Name ist Christian Bahls, ich schreibe Ihnen in meiner Funktion als 1. Vorsitzender von MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene.

Dieser Verein wurde 2009 von Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs gegründet und entstammt dem politischen Widerstand gegen Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren.

Inzwischen arbeitet MOGiS e.V. – eine Stimme für Betroffene im Bereich Grund- und Menschenrechte insbesondere mit mit Blick auf die Belange von Betroffenen von Eingriffen in die sexuelle Selbstbestimmung.

Die beiden Vorsitzenden von MOGiS e.V. waren im Jahr 2011 Mitglieder des Runden Tisches der Bundesregierung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in Deutschland.

Ich möchte Ihnen im folgenden (sowie im Anhang) eine Stellungnahme des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. zur Kenntnis bringen.

Mit herzlichem Dank für Ihre Aufmerksamkeit und freundlichen Grüßen verbleibt für MOGiS e.V. und den Facharbeitskreis

Christian Bahls, 1. Vorsitzender MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene

Weitergeleitet

Betr. 41. Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND 1.-3.11.13: beschlossener Antrag zu Kinderrechten http://www.gruene-jugend.de/node/26680

Liebe Theresa, Alexandra, Stefanie, Julia, Katharina, Larissa, Felix, Jan, Christopher und Erik!

Wir schreiben Euch als Mitglieder des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., in dem sich Männer organisieren, die von einer im Kindesalter erfolgten Zwangsbeschneidung negativ betroffen sind.

Wir begrüßen sehr, dass die Grüne Jugend bei ihrem Bundeskongress einen Antrag beschloss, der – wie es zunächst scheint – “jegliche Gewalt” ablehnt, “besonders die an Kindern”.

Sehr befremdet hat uns die dort platzierte Fußnote, unter der erläutert wird:

“¹: Explizit wird hier das Thema religiöse Beschneidung von biologisch männlichen Kindern ausgeklammert. Der Antrag hat nicht den Anspruch zu dieser kontroversen Debatte irgendeine Position zu beziehen.”

Nun ist grundsätzlich erfreulich festzustellen, dass die Grüne Jugend im Gegensatz zur Parteispitze der Grünen damit anerkennt, dass es sich bei Zwangsbeschneidungen von nicht einwilligungsfähigen Jungen um einen gewalttätigen Akt von Erwachsenen an Kindern handelt.

Die genaue Bezeichnung “biologisch männlicher Kinder” – um sicherzustellen, dass intersexuelle Kinder von Eurer Ausklammerung nicht erfasst sind – stellt eine in unserer Wahrnehmung sexistische Unterwanderung des zuvor so inständig von Euch beteuerten Rechtes auf körperliche und seelische Unversehrtheit dar.

Laut dieser Eurer Erklärung sind Mädchen und intersexuelle Kinder in ihren Grundrechten schützenswerter als Jungen – und dies offensichtlich, um damit als Grüne Jugend einer “kontroversen Debatte” auszuweichen.

Sind Kinderrechte nur universell gültig, wenn sich der Widerstand dagegen im für die Grüne Jugend überschaubaren Rahmen hält?

Nicht von Eurer Definition berücksichtigt wurde eine große Gruppe von Betroffenen: Viele von uns wurden gar nicht Opfer einer wie Ihr sie nennt “religiösen Beschneidung”. Es geschah aus Tradition, einfach weil man es in unserer Herkunftskultur “so macht”. Und was ist mit den Jungen, denen aufgrund sexualfeindlicher Motive die Vorhaut amputiert wird – weil Eltern es so “schöner” finden oder sie ihren Sohn z.B. an der Masturbation hindern wollen?

Sind auch das für Euch Fälle von Gewalt gegen Kinder, über die Ihr lieber nicht sprecht?

Wir erlauben Euch auf den aktuellen wissenschaftlichen und menschenrechtlichen Diskurs zu diesem Thema hinzuweisen: am 12.12. fand anlässlich des ersten Jahrestages des Gesetzes, das Vorhautamputationen aus jeglichem Grunde erlaubt hat und Jungen damit in dieser Frage lebenslang rechtlos stellt, eine Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin statt.

Die Veranstalter waren sieben Kinderrechts- und Ärzteverbänden, darunter neben uns u.a. TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V., (I)NTACT, pro familia Niedersachsen, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die Deutsche Akademie für Kinder und Jugendmedizin und die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie.

Im Anschluss an dieses Schreiben findet Ihr eine Liste mit Links zu Pressemeldungen dazu.

Weiterhin möchten wir ausführen, dass sich uns der Eindruck aufdrängt, dass Euch nicht klar zu sein scheint, was Ihr mit solchen Aussagen bei Betroffenen auslöst, die ihr Leben lang unter den möglichen schwerwiegenden Folgen einer Zwangsbeschneidung leiden.

Ein wenig erinnert uns Euer Umgang mit diesem Thema an die verbrämte Debatte um sexuellen Kindesmissbrauch und die angebliche Möglichkeit einer Einvernehmlichkeit von Sexualität mit Kindern (insbesondere und auch mit pubertierenden Jungen), die wegen ihrer Hörigkeit gegenüber den Tätern viel zu lange brauchte, um die Rechte der Kinder und das Leid der Betroffenen anzuerkennen.

Wir fordern Euch hiermit auf, Euch – wie es im Grünen Grundsatzprogramm geschrieben steht – für unteilbare Kinder- und Menschenrechte stark zu machen.

Für diese höchst notwendige Debatte stehen wir Euch gerne zur Verfügung.

So würden wir uns sehr freuen, von Euch zu hören.

Mit freundlichen Grüßen!

Alexander Mahmud Bachl – Sprecher Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.

Önder Özgeday – Mitglied Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.

Tayfun Aksoy – Mitglied Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.

Unsere Homepages:

www.die-betroffenen.de

www.mogis-verein.de

Liste von Pressemeldungen zum Jahrestag des Beschneidungsgesetzes:

http://www.dw.de/beschneidungsgesetz-bleibt-umstritten/a-17285492

auf türkisch:

http://www.dw.de/s%C3%BCnnet-yasas%C4%B1-ele%C5%9Ftiriliyor/a-17289459

http://www.taz.de/!129312/

http://hpd.de/node/17409

http://www.focus.de/politik/deutschland/gesundheit-ein-jahr-beschneidungsgesetz-ngos-und-aerzte-ueben-kritik_id_3477928.html

http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/politik/Aerzte-Beschneidungsgesetz-gescheitert;art2815,5059793

http://www.welt.de/newsticker/news2/article122860433/Verbaende-erklaeren-Beschneidungsgesetz-fuer-gescheitert.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/ein-jahr-beschneidungsgesetz-ngos-und-aerzte-ueben-kritik-id28089457.html

http://www.aerztezeitung.de/news/article/851999/beschneidungsgesetz-aerzte-fordern.html

http://www.bundesforum-maenner.de/2013/12/beschneidung-von-jungen-jahrestag-des-beschneidungsgesetzes-am-12-dezember-2013/

http://www.berliner-umschau.de/news.php?id=24036&title=Ein+Jahr+Beschneidungsgesetz%3A+Experten+sehen+v%F6lligen+Fehlschlag&storyid=1001386858411

Broschüre des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte:

“Mann oh Mann – Informationen für Jungen und ihre Eltern, um die Intaktheit des Penis zu bewahren und Krankheiten vorzubeugen”

http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/contentkin/psfile/pdf/27/Bvkj_com_0515d782931fde.pdf

Kritik: KiKA-Sendung “Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest”

Von Victor Schiering und Michael Butscher

Bereits bevor der Film “Tahsins Beschneidungsfest” im KiKA lief, haben Ärzteverbände sowie Kinder- und Menschenrechtsorganisationen, uns eingeschlossen, den Film kritisiert. Dabei wollten wir es natürlich nicht belassen, wir möchten auch sehen, ob der Beitrag wirklich so schlimm war wie befürchtet. Unsere Ansicht: Ja!

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Facharbeitskreis Beschneidungbetroffener im MOGiS e.V. protestiert bei KiKA gegen Ausstrahlung der Sendung “Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest”

Sehr geehrte Programmverantwortliche von KiKA!

Mit Entsetzen haben wir die Ankündigung der Sendung “Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest” am 19.01.2014 um 13:30 zur Kenntnis genommen.

Wir schreiben Ihnen als Mitglieder des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. Dort organisieren sich Männer, die von einer im Kindesalter erfolgten Vorhautamputation negativ betroffen sind. Das bedeutet, dass sie noch heute, als längst Erwachsene, unter den schwerwiegenden körperlichen und seelischen Folgen leiden, die die Amputation von durchschnittlich 50% des erogenen Gewebes am Penis mit sich bringen kann.

In Ihrer Sendungsankündigung erkennen wir die typische Propaganda, wie ein Junge durch sein Umfeld manipuliert und die Operation ihm schmackhaft gemacht werden soll. Die Aussicht auf Geld und Geschenke spielt dabei eine große Rolle. Nicht auszublenden sind aber auch subtile Drohungen von sozialem Ausschluss wie z.B. “Alle anderen haben das auch überstanden, Du wirst doch nicht der erste sein, der es nicht schafft” – die ihre Wirkungen nicht verfehlen, denn Kinder sind in diesem Alter komplett ihrem Umfeld ausgeliefert. Dass diese Verletzung an der intimsten Stelle unseres Körpers aus dem uns geliebten engsten familiären Umfeld erfolgte, hat einige von uns in schwerste Konflikte und jahrelange innere Immigration getrieben. Wir fühlen uns verraten, denn unser kindliches Vertrauen wurde missbraucht. Wir fühlen mit Tahsin mit, wenn er wie beschrieben “voller Vorfreude” auf seine “Beschneidung” hinfiebert – auch wir haben das getan, haben den Erwachsenen geglaubt, dass uns nur Gutes widerfahren würde. Die furchtbare Erkenntnis kam anschließend. Dass Tahsin als Elfjähriger noch gar nicht begreifen kann, was eigentlich mit ihm geschieht, schildern Sie in Ihrer Pressemitteilung durchaus (“… obwohl er nicht so genau weiß, was dann eigentlich anders sein wird”) – nur befremdet sehr, dass Sie dies in keiner Weise zu hinterfragen scheinen.

Dazu sagt Jonathan Friedman, Mitglied des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. und in den USA wohnhaft: “Als Opfer religiöser Zwangsbeschneidung, das auch als Erwachsener unter den Folgen leidet, betrachte ich es als abstoßend, dass das Deutsche Kinderfernsehen beiläufig eine rituelle Zwangsbeschneidung feiert.”

In den Medien ist das Thema Vorhautamputationen an Jungen, oft verniedlichend “Beschneidung” genannt, immer wieder präsent. Vielfach ist von Kinderärzten und Menschenrechtlern auf die möglichen Folgen hingewiesen worden. Beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte wurden allein zwischen 2010 und 2012 über 1800 Komplikationsfälle aktenkundig. Auch dürfte Ihrer Redaktion die jüngste mediale Berichterstattung zu schweren Unfällen und Todesfällen im Zusammenhang mit rituellen Vorhautamputationen in Südafrika, Kanada und Israel bekannt sein. Uns erschüttert, dass Sie diese Aspekte in Ihrer Ankündigung komplett ausblenden. Damit verletzen Sie unserer Ansicht Ihren Bildungsauftrag als unabhängiges staatliches Medium. Dieser sollte unserer Ansicht u.a. zum Ziel haben, Kinder über ihre gesetzlich zugesicherten Rechte auf eine gewaltfreie Erziehung sowie körperliche und seelische Unversehrtheit aufzuklären – und nicht die Verletzung dieser Rechte durch Erwachsene zu verherrlichen.

Alexander Bachl, Sprecher des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., schreibt zu Ihrer Ankündigung: “‘Jeder muslimische Junge muss beschnitten werden, denn so verlangt es die religiöse Tradition.’ Dieses Los fiel auch auf mich, jedoch war und bin ich mit diesem Ereignis sehr unglücklich. Den Kindern werden die wahren lebenslangen medizinischen und sexuellen Folgen und Schmerzen oft verheimlicht. Mit Unwahrheiten und Beschönigungen wird ihnen die irreversible Operation aufgedrängt. Unter Androhung von Strafe ‘erst wenn ich beschnitten bin, dann bin ich ein echter Mann’ oder Bestechung ‘[…] und Tahsin wird auf einem Thron sitzen und viele viele Geschenke bekommen’ werden die Kinder manipuliert. Ich fordere daher von jeder Institution, die sich selber als für Kinder bildungs- und wissensvermittelnd versteht, wahrheitsgemäße und kindgerechte Informationen zu publizieren.”

Wir erlauben auf den aktuellen wissenschaftlichen und menschenrechtlichen Diskurs zu diesem Thema hinzuweisen: am 12.12. fand anlässlich des ersten Jahrestages des Gesetzes, das Vorhautamputationen aus jeglichem Grunde erlaubt hat und Jungen damit in dieser Frage lebenslang rechtlos stellt, eine Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin statt. Die Veranstalter waren sieben Kinderrechts- und Ärzteverbänden, darunter neben uns TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V., (I)NTACT, pro familia Niedersachsen, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die Deutsche Akademie für Kinder und Jugendmedizin und die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie. Zu diesem Schreiben erhalten Sie die Pressemitteilung dazu sowie eine Liste mit Links zu Pressemeldungen.

Weiterhin drängt sich uns der Eindruck auf, dass Ihnen nicht klar zu sein scheint, was Sie mit derart einseitiger Berichterstattung unter Ausklammerung wissenschaftlicher und ethischer Erkenntnisse bei Betroffenen auslösen, die ihr Leben lang unter den möglichen schwerwiegenden Folgen einer Zwangsbeschneidung leiden.

Önder Özgeday, Mitglied des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., schreibt zu seiner eigenen Zwangsbeschneidung im Alter von zehn Jahren: “Ich protestiere dagegen, dass KiKA Gewalt gegen Kinder kind- und mediengerecht aufbereitet und damit das Leiden unzähliger Betroffener verhöhnt. Eine so verharmlosende Berichterstattung bewirkt, dass betroffene Jungen und Männer über ihr Leiden schweigen, weil die Gesellschaft ihnen aufgrund von Unwissenheit und Falschinformationen jegliche Empathie verweigert. Es ist ein Tabuthema. Auch ich trage schwere seelische sowie körperliche Schäden mit mir. Ein Verbrechen ist an meiner Person begangen worden in einem Alter, in dem ich schutzlos war. Das verstieß gegen mein Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit. Es geht nicht um Religionsfreiheit – es geht um Menschenrechte. Denn: Es gibt keine muslimischen Kinder, jüdischen Kinder, katholischen Kinder etc. Es gibt nur KINDER. Hinzu kommt, dass weibliche Kinder geschützt sind vor Eingriffen, männliche jedoch nicht. Die deutsche Justiz hat mich nicht geschützt.”

Tayfun Aksoy, ebenfalls Mitglied des Facharbeitskreises und aus einem muslimischen Kulturkreis, richtet einen Appell an KiKA: “Ich bin mehr als enttäuscht, dass gerade in einem Kindermedium das Teilabschneiden von Kindergenitalien als Normalität und Einblick in Kulturen beworben wird. Ich leide seit dreißig Jahren sehr unter den Folgen meiner muslimischen ‘Beschneidung’. Es ist Zeit, mit Kinder’beschneidungen’ aufzuhören und sie kritisch als das zu betrachten, was sie sind. Helfen Sie mit, Kinder unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion in ihrem Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung zu stärken!”

Für weitere Informationen und einen Austausch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen verbleiben für den Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.

Alexander Mahmud Bachl Tayfun Aksoy Önder Özgeday Jonathan Friedman

PACE: Offener Brief zur Beschlussfassung 13364

Sehr geehrte Damen und Herren der Parlamentarischen Versammlung des Europarates!

Wir schreiben Ihnen als Vertreter von Männern, die von einer Vorhautamputation im Kindesalter negativ betroffen sind.

Am 27. Januar entscheiden Sie über die Weiterbehandlung einer Resolution, die als Reaktion auf die am 01.10.2013 beschlossene Resolution 1952 “Children´s rights to bodily integrity” beabsichtigt scheint.

Diese sprach sich dafür aus, u.a. “Beschneidung” von Jungen als Verletzung des Rechtes des Kindes auf körperliche Unversehrtheit zu bewerten, rief die Mitgliedsstaaten dazu auf, medizinische Mindeststandards bei “Beschneidungen” festzulegen und forderte eine Diskussion über gesetzliche Lösungen, die die Einwilligungsfähigkeit des Betroffenen für einen solchen Eingriff voraussetzen.

Die Resolution 1952 (2013) ist während einer Dauer von 15 Monaten entstanden und es scheint, dass diese nun in einem Eilverfahren und unter massivem Druck zurückgeholt werden soll.

Zuerst einmal muss festgestellt werden: eine Vorhautamputation ist ein medizinischer Eingriff, bei dem ein funktioneller Körperteil unwiederbringlich entfernt wird. Dies hat den zwingenden Verlust dieser Funktionen mit allen möglichen lebenslangen Konsequenzen zur Folge; ganz abgesehen von den Operationsrisiken, die auch von den Umständen und der die Vorhautamputation ausführenden Person abhängen.

Deshalb muss die Diskussion über gesetzliche Regelungen von Vorhautamputationen an Jungen vorrangig aus menschen- und kinderrechtlicher Perspektive, sowie auf der Grundlage evidenzbasierter medizinischer Erkenntnisse geführt werden.

In der Ihnen nun neu vorliegenden Resolution wird behauptet:”Claims that circumcision harms the health and body of young boys do not rest on scientific evidence”.

Dieser erstaunlichen Behauptung stehen Erklärungen aller europäischen Kinderarztorganisationen entgegen, zuletzt das im März 2013 veröffentlichte Papier von 38 Pädiatern aus 16 Ländern: https://tinyurl.com/european-circumcision-study .

Dieses zieht das Fazit: “There is growing consensus among physicians, including those in the United States, that physicians should discourage parents from circumcising their healthy infant boys because nontherapeutic circumcision of underage boys in Western societies has no compelling health benefits, causes postoperative pain, can have serious long-term consequences, constitutes a violation of the United Nations Declaration of the Rights of the Child, and conflicts with the Hippocratic oath: primum non nocere: First, do no harm.”

Wir negativ Betroffenen kennen diese beschriebenen Folgen aus eigener Erfahrung. Kein Junge kann in dem Alter, in dem eine Vorhautamputation gewöhnlich erfolgt, über die möglichen lebenslangen Folgen der Entfernung von durchschnittlich 50% der Penishaut und von bis zu 70% des erogenen Gewebes des Penis aufgeklärt werden, da diese erst im sexualfähigen Alter zum Tragen kommen.

Zu diesen Folgen gehören:

  • die Zerstörung der natürlichen Physiologie des Penis als Innen- und Außengewebe: das höchst sensitive Innengewebe wird z.T. entfernt (Vorhaut) und das verbliebene (Eichel), seines natürlichen Schutzes durch die Vorhaut beraubt, trockengelegt, was langfristig zur Keratisierung (Verhornhautung) und damit Desensibilisierung der Eichelhaut führt

  • Wegfall des natürlichen Gleitmechanismus der Penishaut beim Geschlechtsverkehr, was zu Schmerzen der Partnerin durch verstärkte Reibung führen kann

  • drastischer Verlust an sexuellem Empfindungsvermögen: die Vorhaut verfügt über mehr Nervenenden als die Eichel und besonders sensible Tastzellen (Meißnersche Tastkörperchen)

  • Masturbation ist oft nur mit Hilfsmitteln schmerzfrei möglich (mittlerweile werden schon Cremes für beschnittene Penisse vertrieben)

Hinzu erleben wir zahlreiche psychische Langzeitfolgen, wie ein erlebter Kontrollverlust über den eigenen Körper, Minderwertigkeitskomplexe, Beziehungsunfähigkeit, Vermeidung sexueller Beziehungen, Scham und Depressionen.

Mit diesen möglichen Folgen werden wir negativ Betroffenen im Erwachsenenalter komplett allein gelassen. In den Komplikationsstatistiken werden nur Zwischenfälle im direkten Zusammenhang mit dem Eingriff berücksichtigt – die Spätfolgen hingegen werden nicht erfasst. Durch das fehlende Problembewusstsein erkennen viele Betroffene nicht einmal den Ursprung ihres Leidens – ganz zu schweigen davon, dass ihnen fachärztliche Hilfe angeboten würde.

Aufgrund der beschriebenen Tragweite der möglichen Risiken und Folgen einer Vorhautamputation muss die Entscheidung über einen solchen Eingriff ausschließlich der Person zustehen, die auch lebenslang mit dessen Folgen klarkommen muss. Dies setzt ein mündiges Alter und eine umfassende Aufklärung der Risiken und Folgen voraus.

Wir wissen, dass Sie als Abgeordnete nur Ihrem Gewissen verpflichtet sind.

Wir appellieren an Ihre Verantwortung auch für den Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft – den der Kinder, die sich weder wehren noch organisieren können.

Bringen Sie bitte den Mut auf und handeln Sie wie die europäischen Kinderarztverbände, die Kinderrechtsbeauftragten der nordischen Länder und zahlreiche Frauen- und Menschenrechtsgruppen:

Urteilen und entscheiden Sie aus der Perspektive des Kindes – denn es geht um dessen Körper und dessen Recht, mit dem Körper zu leben, mit dem es geboren wird.

APCE: Lettre ouverte Concernant Proposition de résolution | Doc. 13364

Mesdames et Messieurs les membres de l’Assemblée parlementaire du Conseil de l’Europe !

Nous vous écrivons en tant que représentants d’hommes adultes vivant avec les répercussions négatives d’une circoncision effectuée durant leur enfance.

Ce 27 janvier, vous allez statuer sur les suites à donner à une résolution dont l’intention semble être de de réagir résolution 1952 intitulé “Children´s rights to bodily integrity”, adoptée le premier octobre 2013.

Cette dernière s’est prononcée pour que l’on considère, entre autres, la circoncision de garçons mineurs pour motif religieux comme une atteinte à l’intégrité physique. Elle a enjoint les Etats membres de définir des standards à minima pour cette procédure médicale. En outre, elle a appelé à une discussion sur les solutions juridiques qui garantiraient le consentement du garçon concerné comme prérequis à cette intervention.

Cette résolution a pris forme pendant une période de 15 mois, et il apparaît qu’une procédure d’urgence ait maintenant pour objectif de l’annuler.

Permettez-nous un constat préalable : l’amputation du prépuce est une intervention chirurgicale, qui consiste en l’ablation irréparable d’une partie fonctionnelle de l’organe sexuel, avec son corollaire de conséquences pour le reste de la vie de la personne concernée, en plus des risques de l’opération, qui dépendent également de l’opérateur et des conditions dans laquelle elle est effectuée.

Pour ces raisons, il faut que la discussion à propos des solutions juridiques à apporter à cette thématique soit abordée sous l’angle des droits de l’Homme et en particulier ceux de l’enfant, ainsi que sur la base des connaissances médicales et scientifiques actuelles. La résolution qui vous est soumise soutient : “that circumcision harms the health and body of young boys do not rest on scientific evidence.”

Cette assertion surprenante contredit les déclarations des associations européennes de pédiatrie, notamment celle de 38 pédiatres de 16 pays publiée en mars 2013 : https://tinyurl.com/european-circumcision-study .

Sa la conclusion est : “There is growing consensus among physicians, including those in the United States, that physicians should discourage parents from circumcising their healthy infant boys because nontherapeutic circumcision of underage boys in Western societies has no compelling health benefits,causes postoperative pain, can have serious long-term consequences, constitutes a violation of the United Nations’ Declaration of the Rights of the Child, and conflicts with the Hippocratic oath: primum non nocere: First, do no harm.”

Nous, hommes concernés, avons personnellement fait l’expérience de ces conséquences. A l’âge où est habituellement imposé cette intervention, aucun garçon n’est au courant des conséquences à vie de l’ablation de 50 % en moyenne de tissus et de 70 % des zones érogènes du pénis, puisqu’elles ne développeront leur effet qu’à partir de l’âge où il y aura activité sexuelle.

Ces conséquences sont notamment:

  • l’altération de la physiologie naturelle des tissus internes et externes du pénis : les tissus internes hautement sensitifs sont supprimés pour partie (le prépuce), et les tissus préservés (le gland) sont privés de leur protection naturelle, ce qui induit à moyen et long terme un déssèchement (kératinisation) et une désensibilisation de la peau du gland

  • la perte de la fonction de coulissement du prépuce lors du rapport sexuel, qui peut induire des douleurs vaginales de la partenaire, par frottement accru

  • une perte drastique de jouissance sexuelle, puisque le prépuce dispose de plus de terminaisons nerveuses que le gland et possède en particulier des cellules spécialisées (dites cellules de Meissner)

  • la masturbation sans douleurs nécessite souvent l’usage de lubrifiants, ce qui explique la vente de crèmes destinées aux pénis circoncis.

De surcroît nous subissons de nombreuses conséquences psychologiques à long terme, telles que la perte de contrôle sur notre propre corps, un complexe d’infériorité, une difficulté à vivre une relation affective, l’évitement de relations sexuelles, de la honte et de la dépression.

A l’âge adulte, nous, les hommes négativement concernés, sommes entièrement laissés pour compte. Les statistiques sur les complications ne relatent que les suites immédiates de l’intervention. Les complications tardives n’y trouvent aucun écho. Par manque de conscience de ces problèmes, beaucoup d’hommes concernés n’identifient pas la cause de leurs souffrances, sans parler de l’absence d’aide médicale.

La portée des risques possibles et les conséquences d’une amputation du prépuce rend donc indispensable que la la décision de pratiquer cette intervention soit entièrement réservée à la personne concernée, qui devra s’accommoder des suites pour le reste de ces jours. La capacité d’accéder à un consentement éclairé est le prérequis d’une telle décision.

Nous savons qu’en tant que députés vous n’êtes tributaires que de votre conscience.

Nous appelons à votre sens de la responsabilité, de vous prononcer pour la défense des plus faibles dans notre société : les enfants, qui ne peuvent ni se défendre ni s’organiser eux-mêmes.

Mobilisez tout votre courage et agissez en adéquation avec les organisations européenes de pédiatres, avec les défenseurs des droits des enfants des pays nordiques (les ombudsmans) et les nombreuses organisations des droits de la femme et des droits de l’Homme en général.

Jugez et agissez dans l’intérêt de l’enfant, car il s’agit bien de son corps et de son droit de vivre dans le corps dans lequel il est né.

PACE: Open Letter regarding Motion for Resolution | Doc. 13364

Dear Members of the Parliamentary Assembly of the Council of Europe!

We address you as representatives of men who have been negatively affected by foreskin amputation in childhood.

On January 27th you will be deciding whether to further discuss a resolution that seems to be intended as a reaction to your earlier resolution 1952 “Children’s rights to bodily integrity”, accepted on Oct 1st, 2013. The passed resolution argued, amongst other issues, for recognition of “circumcision” of boys to be assessed as a violation of the child’s right to bodily integrity. It also urged the member states to define medical minimum standards for “circumcisions” and called for a discussion about legal solutions that make the affected’s ability to consent a prerequisite for such surgery.

PACE Resolution 1952/2013 was developed over the course of 15 months, and it appears that a plan may be in the works to toss it out it with haste, under a considerable amount of outside pressure.

First and foremost, it needs to be stated that foreskin amputation is a surgical procedure, in which a functional body part is irreversibly removed. This carries with it the compelling loss of numerous functions and has life-long consequences; not to mention the risks involved in the surgery itself, which also depend on the circumstances of the operation as well as on the person performing it. Therefore, the discussion of legal regulation must be engaged primarily from a human- and children’s-rights point of view, supported with evidence- and observation-based medical expertise.

The new resolution presented to you states that “Claims that circumcision harms the health and body of young boys do not rest on scientific evidence.” This astonishing claim is refuted by declarations from all European paediatric organizations, the latest being the paper authored by 38 prominent paediatricians from 16 countries in March 2013: url{https://tinyurl.com/european-circumcision-study} .

It comes to the following conclusion: “There is growing consensus among physicians, including those in the United States, that physicians should discourage parents from circumcising their healthy infant boys because nontherapeutic circumcision of underage boys in Western societies has no compelling health benefits, causes postoperative pain, can have serious long-term consequences, constitutes a violation of the United Nations’ Declaration of the Rights of the Child, and conflicts with the Hippocratic oath: primum non nocere: First, do no harm.”

We, the negatively affected, know the described consequences first-hand. At the age at which a foreskin-amputation typically is performed, no boy can be properly educated about the possible life-long consequences of the removal of an average of 50% of the penile skin and up to 70% of its erogenous tissue, since these only come into effect at an age of sexual maturity.

These consequences include:

  • the destruction of the natural physiology of the penis, consisting of inner and outer tissue: the highly sensitive inner tissue is largely removed (foreskin) along with much of the outer skin, whilst the distal remainder (glans) is now bereft of is natural protection and left to dry out, which in the long-term invariably causes keratinization of the mucosa and thereby desensitizes the glans.

  • loss of the natural gliding mechanism of the penile skin, unique to the penis, which reduces comfort in intercourse and can lead to pain for the partner due to increased friction.

  • drastic loss of sexual sensitivity: the foreskin comprises far more nerve endings then the glans, as well as highly sensitive tactile corpuscles that the glans lacks.

  • painless masturbation is often impossible without additives (there are already lubricating creams, gels and oils for circumcised penises being marketed).

Additionally, we experience several psychological long-term effects, such as perceived loss of control over our own body, inferiority complexes, inability to engage in relationships, avoidance of sexual relations, shame and depression over having been genitally altered.

With these possible consequences, we, the negatively affected, are left completely alone in adulthood. In statistics that show complications, only those cases are included that have a temporally immediate connection to the surgery – the effects later in life, however, are not recorded. Due to a lack of awareness for the problems, many affected men do not even realize the cause of their suffering – not to mention the lack of qualified medical and psychological assistance.

Considering the wide range of possible risks and later effects of foreskin amputation mentioned here, the decision about this kind of surgery has to be the exclusive right of the affected person, who must bear said consequences for the rest of his life. This implies a consent requirement of age of maturity, including thorough education about the risks and consequences.

We know that you, the members of the Assembly, are bound only to your own conscience. We appeal to your responsibility toward the protection of society’s weakest members – who cannot defend or organize themselves. Please muster the courage to proceed as do the prestigious European paediatric organizations, the child ombudspersons of the Nordic countries and many women’s- and human-rights groups:

Judge and decide from the perspective of the child – it is about his body and his right to live with the entire body he was born with.