Author Archives: Tante Jay

Aus den Kommentaren

by Laura

Manchmal erreichen uns Kommentare, die wir aus verschiedenen Gründen nicht veröffentlichen können, bei denen wir aber gerne eine Antwort geben würden.

Eine Antwort auf eine Anfrage zum Thema “Tatort Deutschland”, einer Sendung des Senders RTL, würde dann so aussehen (der Original-Kommentar wurde unten anonymisiert angehängt):

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Begriffsdefinitionen

von Kerstin Ludwig

In einer lesenswerten Artikelserie (Teil 1, Teil 2)  arbeitet Bettina Winsemann (Twister) gerade die verschiedenen Aspekte der derzeitigen Diskussion rund um den Missbrauch auf und verwendet dabei vornehmlich den Begriff „Kinderpornographie“.

Grund genug für viele Diskussionen rund um diesen Begriff. Weiterlesen

Herr Tusk und die Menschenrechte

von Tante Jay

Der polnische Regierungschef, Herr Donald Tusk, hat in Polen ein Gesetz durchgebracht, nach dem Sexualstraftäter auch gegen ihren Willen zwangsweise chemisch kastriert werden dürfen.

Herr Tusk hat des Weiteren den Tätern die Menschenrechte abgesprochen und behauptet, dass ein Täter kein Mensch mehr sei und demzufolge seine Menschenrechte auch nicht mehr zu achten seien.

Wäre ich eine polnische Staatsbürgerin, ich würde Herrn Tusk vielleicht den folgenden Brief schreiben: Weiterlesen

Die Forderung nach der Ultima Ratio

Der Name des Verein, MOGiS, steht offiziell für “MissbrauchsOpfer gegen Internet-Sperren”.

Doch es geht um soviel mehr. Es geht in der Tat um nicht weniger als vernünftige Maßnahmen, um Menschen, nicht nur Kinder, vor Übergriffen zu schützen und Opfern solcher Übergriffe wirksam zu helfen.

Und genau das ist das Stichwort. Vernünftige Maßnahmen. Weiterlesen

Die Internetsperren und ihre Kosten

Oder auch: Was man mit so viel Geld alles hilfreiches machen könnte

Es wird viel davon gesprochen, wie man Missbrauchsopfern helfen kann.

Die Bundesregierung wiederholt gebetsmühlenhaft, dass die Internetsperren, die jetzt gesetzlich vorgeschrieben werden, den Opfern helfen.

Das Argument wurde vielfach widerlegt, es ist nicht mein Ansinnen, auf Gebetsmühlen mit Gebetsmühlen zu antworten. Dennoch:

Laut Herrn Michael Rotert, Geschäftsführer der eco e.V., kostet die Einrichtung der Internetsperren einen Eurobetrag in dreistelliger Millionenhöhe.

Sagen wir mal 100.000.000 Euro.

Wieviele Kinder hätten mit 100 Millionen Euro in den vergangenen vier Jahren gerettet werden können, indem man die Fluchtorte wie Mädchen-, Frauen- oder Männerhäuser und Opferberatungsstellen endlich auf ein tragfähiges Fundament stellt? Wieviel Aufklärung hätte man mit 100 Millionen Euro betreiben können?

Diese und andere Fragen hat – zu Recht – Ralf Schwartz von der  Mediaclinique gestellt.

Nach dem Willen der Bundesregierung werden diese 100 Millionen Euro von den Providern und damit am Ende von den Kunden selber bezahlt.

Die Bundesregierung verhält sich mit dem hingeschluderten Gesetz wie ein Zechpreller, der erst die Party bestellt und dann dem Lieferanten sagt “Nö, das zahl ich nicht, ist zu teuer”.

Und das ist das eigentlich perfide an der ganzen Sache: Die Bundesregierung zwingt den Providern eine gigantische Verpflichtung auf und weigert sich anschließend, dafür gerade zu stehen.

Das ist unfairstes Spiel auf allen Fronten. Frau von der Leyen macht hier Wahlkampf auf Kosten aller.

PS: Einer der Gründe, warum Safe the Children in Australien gegen die Sperren sind, sind die hohen Kosten, die sie lieber in sinnvolle Dinge investiert sehen wollen.

Topfschlagen im Minenfeld

Oder auch: “Über den Umgang mit Missbrauchs-Überlebenden”

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