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Mit Stolz blicken wir auf das vergangene Jahr zurück. Wir haben Kontakte geknüft, Gespräche geführt, unseren Standpunkt immer wieder dargelegt. Aus einer leisen Stimme ist ein nicht zu überhörender Ruf geworden. Weiterlesen
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Mit Stolz blicken wir auf das vergangene Jahr zurück. Wir haben Kontakte geknüft, Gespräche geführt, unseren Standpunkt immer wieder dargelegt. Aus einer leisen Stimme ist ein nicht zu überhörender Ruf geworden. Weiterlesen
Erschienen in: In eigener Sache, Netzpolitik
Schlagwörter: EU, Gabriele Gawlich, Handeln, Mitmachen
Die aufgeregte Diskussion in den Medien um die immer mehr bekannt werdenden Missbrauchsfälle befremdet mich immer mehr. Ich beobachte, dass diese öffentliche Diskussion ziemlich am Thema vorbeigeht – nein, schlimmer noch, sie verstellt den Blick auf die Realitäten.
Damit ihr meine Schlussfolgerung nachvollziehen könnt, will ich mal meine Vision davon schildern.
Erschienen in: Community, Ein Dossier, Netzpolitik
Schlagwörter: Gabriele Gawlich, Missbrauch, Opferhilfen, Opferschutz
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Hallo, soeben bin ich nach Haus gekommen und voll von Eindrücken. Ich habe das Gefühl, ein Stück lebendiger Demokratie miterlebt zu haben.
Wie ihr wisst, war heute die o.a. Anhörung, weil es gesetzlich so vorgesehen ist, dass eine solche stattfinden muss, wenn mehr als 50000 Personen eine Petition unterstützen. Der Termin, an dem Franziska Heine ihre Argumente noch einmal formulieren konnte, stand etwa seit Ende 2009 fest.
Erschienen in: In eigener Sache
Schlagwörter: Gabriele Gawlich, Internetsperren, Mut, Rechtstaat
#Nacktscanner, oder auch: Kleider machen Leute
Kommentare deaktiviert
Erschienen in: Ein Dossier
Schlagwörter: Aktion, Gabriele Gawlich, Grundgesetz, Handeln, Mitmachen, Protest
Die Domain mogis-verein.de haben wir ja schon etwas länger. Wir haben jetzt aber die Umleitung auf mogis.wordpress.com abgeschaltet. Die MOGiS-Webseite ist jetzt also (mit leicht aufgehübschten Layout) hier zu finden.
Da auch für uns überraschend das Amt der Familienministerin neu besetzt wurde, haben wir die Gelegenheit genutzt unsere Offenheit zum Gedankenaustausch auch Frau Dr. Köhler mitzuteilen. Hier unsere Mail: Weiterlesen
Erschienen in: Ein Dossier, In eigener Sache, Netzpolitik, Pressemappe
Schlagwörter: Demokratie, Gabriele Gawlich, Opferschutz, Rechtstaat
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MOGiS hat als Reaktion auf die Äußerungen der Familienministerin bei der Preview-Veranstaltung zur CeBIT 2010 einen Brief an diese gesandt mit nachfolgendem Inhalt: Weiterlesen
Erschienen in: Ein Dossier, In eigener Sache, Netzpolitik
Schlagwörter: Gabriele Gawlich, Mitmachen, Reaktionen
Letzte Woche Montag wurden wir auf einen Thread im Forum der Piratenpartei aufmerksam gemacht, dies im Zusammenhang mit der Bitte, dort durch die Darstellung der Opferposition eine positiven Einfluss auf die Diskussion zu nehmen. Weiterlesen
Erschienen in: Betroffene, In eigener Sache, Offtopic, Pressemappe, Uncategorized
Schlagwörter: Christian Bahls, Gabriele Gawlich, Handeln, Mut, Opferschutz, Reaktionen, Verein
Heute finden sich in vielen Medien die gleichen Meldungen über Natascha Kampusch Weiterlesen
Erschienen in: Betroffene, In eigener Sache, Offtopic, Pressemappe, Uncategorized
Schlagwörter: Christian Bahls, Gabriele Gawlich, Missbrauch, Opferschutz, Pressemitteilung, Verein
(Christian ist letzte Woche 1600 km durch Deutschland gefahren, um die, für eine Eintragung im Vereinsregister, notwendigen Unterschriften der Mitglieder unter die Satzung zu bekommen.
Er war dann auch Freitag gleich noch beim Registergericht. Seit Heute sind wir nun als MOGiS e.V. beim Amtsgericht Rostock eingetragen: Weiterlesen
Erschienen in: Ein Dossier, Pressemappe
Schlagwörter: Christian Bahls, Handeln, Mitmachen, Satzung, Verein
(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..)
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Immer wieder haben ich und andere Menschenrechts-Aktivisten aus Betroffenen-Verbänden sich bemüht, ihre Sicht der Dinge mit Ursula von der Leyen zu kommunizieren – bis heute ohne Erfolg. Beispiele wie dieses hier dokumentieren Antworten, die an der Realität völlig vorbei gehen. Weiterlesen
Herr Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, hat sich in einem Interview kritisch gegenüber der Aussetzung der Internetsperren gezeigt. [1] Dabei wurde wieder das Argument, dass es Länder gibt, in denen Kinderpornografie nicht strafbar sei und darum gesperrt werden müsse, wurde, leicht umformuliert, erneut vorgebracht.
Ein Mitglied unseres Vereins hat deswegen Herrn Freiberg einen Brief geschrieben und ihn um Stellungnahme gebeten. Weiterlesen
Erschienen in: Netzpolitik
Um die mit der neuen Satzung vom 12. September 2009 geschaffenen Fördermitgliedschaften weiter zu formalisieren, haben wir folgendes Antragsformular zum Herunterladen, Ausdrucken und Verschicken erstellt: Fördermitgliedschaft bei MOGiS. Weiterlesen
Wir müssen zugegeben, dass unser Pressespiegel nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit war, dem haben wir jetzt ein wenig abgeholfen. Sollten noch wichtige Verweise fehlen, dann bietet sich dieser Artikel für ein dementsprechendes Kommentar an.
Die FDP hat in den Koalitionsverhandlungen mit der Union in Sachen Internet-Zugangserschwerungsgesetz in Teilen einen Erfolg erringen können. Die sogenannten Internetsperren sollen für ein Jahr ausgesetzt werden. Während dieser Zeit soll das BKA verpflichtet werden, die Löschung gemeldeter kinderpornographischer Inhalte intensiver zu betreiben. Nach einem Jahr soll dann dieses Löschregime evaluiert werden. Weiterlesen
Erschienen in: Ein Dossier, Netzpolitik, Pressemappe
Schlagwörter: Aktion, Christian Bahls, Gabriele Gawlich, Internetsperren, Pressemitteilung
In Dresden fand das Symposium Datenspuren des Chaos Computer Clubs statt. Christian war dort eingeladen und hat einen Vortrag unter dem Titel “Internetsperren – Die Macht des Faktischen” gehalten. Weiterlesen
Erschienen in: In eigener Sache, Netzpolitik
Schlagwörter: Datenschutz, Internetsperren
Am kommenden Montag (dem 05. Oktober) ist anlässlich der beginnenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP eine Mahnwache vor der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen, in Berlin-Tiergarten, Hiroshimastr. 12-16. Dort werden um 15:00 Uhr die Koalitionsgespräche beginnen. Netzpolitik schlägt 14:00 Uhr zum Treffen vor. Weiterlesen
Erschienen in: In eigener Sache, Netzpolitik
Schlagwörter: Christian Bahls, Datenschutz, Handeln, Meinungsfreiheit, Mitmachen, Mut
(Vorneweg ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir würden ja gerne mit Frau von der Leyen reden ..)
von Gabriele Gawlich
Da immer wieder die Frage aufkommt, ob beim Kinderschutz gespart wird oder nicht, habe ich hier mal einige Statistiken aufbereitet, die den Kinder- und Jugendschutz betreffen. Weiterlesen
Erschienen in: Netzpolitik
Schlagwörter: Gabriele Gawlich, Handeln, Opferschutz, Rechtstaat, Statistiken
Die zunehmenden Überwachungstendenzen in unserem Land unter Berufung auf Sicherheitsaspekte werden von uns mit Besorgnis beobachtet.
Dass als Begründung für den Aufbau einer Infrastruktur, die zur Zensur missbraucht werden kann und deswegen voraussichtlich auch dazu gebraucht wird, der Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt vorgeschoben wird, empört uns ganz besonders. Weiterlesen
Erschienen in: Ein Dossier, In eigener Sache, Netzpolitik, Pressemappe
Schlagwörter: Aktion, Datenschutz, Handeln, Mitmachen, Protest
Polemik und ein seltsames Geschichtsverständnis im Stern.
Glaubt man Hans-Ulrich Jörges, so gibt es Deutschland gar nicht. Es gab keine Nürnberger Prozesse, es gab keine Aufarbeitung der Geschichte. Wir haben nichts erreicht, sind ohnmächtig und Schuld ist das Internet. Wir dürfen da nicht hinsehen, denn der Geist der zu Asche Verbrannten, könnte uns sonst an der Gurgel packen. Lügen gehören verboten. Wir wollen die heile Welt.
Nein Herr Jörges. Das Unsägliche ist geschehen. Es geschieht immer wieder. Wir dürfen nicht wegsehen. Wir wollen endlich nicht mehr wegsehen. “Spiel nicht mit den Schmuddelkindern” sang Degenhardt und beschwörte die Katastrophe herauf. Feigheit, muffige enge Städte, alles Böse liegt in der Gosse. Dies ist der Boden, auf dem das Nazi-Gedankentum wächst. Wir sollen den Mantel des Schweigens darüber hängen? Eine Medienlandschaft, die Menschen für dumm verkauft, macht dumme Menschen.
Ich höre schon die Stimme: “was sollen wir den tun?”. Endlich aufstehen sollt Ihr und der Wahrheit ins Gesicht sehen!
Das sollen wir tun. Setzt Euch mit den ewig Gestrigen auseinander. Sie sind das Produkt der Gesellschaft. Diese Gesellschaft sind wir! Die ewig Gestrigen sind ein Teil davon. Leugnen wir die Krankheit, so wird sie uns auffressen. Sie wird unbeobachtet wachsen und letztlich nicht mehr aufzuhalten sein.
Gebt Nazis keine Chance. Zerschneiden wir das “Nazinetz”, so zerschneiden wir auch unser Netz, verbieten uns selbst den Mund. Die bösen Gedanken sind dann unsichtbar, doch auch unser Protest erreicht niemanden mehr. Ich zeige meinen Kindern, welche Mörderbanden in der Welt herum laufen. Sie müssen wissen, was geschieht. Sie müssen gestärkt sein, für den Fall, wo ein Glatzkopf in Springerstiefeln sie anspricht. Sie müssen lernen, auf die Texte der Lieder zu achten, sich nicht von einem coolen Groove einfangen lassen. Sie müssen die Zeichen sehen, die dafür stehen, dass tausende, Kinder und Greise, Mütter und Väter geschunden wurden, erschossen, vergast, vergewaltigt und in den Dreck getreten. Sie müssen die Massengräber sehen. Sie dürfen das nie vergessen.
Mein Land ist wehrhaft. Ich will kein Wahrheitsministerium, dass das Unsagbare leugnet. Was heute die Gegenwart ist, dass ist Morgen Geschichte. Ich will meinem Enkel sagen können, was damals geschah, auf dass dies nie wieder möglich ist.
Nicht mit Sperren, sondern mit gesunden und starken Kindern, mit verantwortlichen Politikern und einem Grundgesetz, das für jeden gilt. Ohne Meinungsfreiheit gibt es keine Argumentation. Ohne freies Internet, ohne Rezipientenfreiheit wird vergessen werden. Ohne dies sind wir wie Blinde. Unendlich frei, ohne jeden bösen Gedanken. Unendlich naiv, anfällig für jeden braunen Gedanken und nicht mehr in der Lage, das Unheil zu sehen. Blind stürzt so eine ganze Gesellschaft ins braune Grab.
Joachim Bellé
(CC-by sa)
PS: Wer möchte, kann diesen Artikel gerne auch weiterzwitschern.
PPS by Christian: ein Link auf den Original-Artikel würde mir jetzt noch helfen .. hier erstmal eine Abschrift PPPS: Wegen Ewig-gestrig .. Menschenverachtung kommt heute relativ modern daher, als Ethnopluralismus
Erschienen in: Community, Ein Dossier, Netzpolitik, Pressemappe
Schlagwörter: Demokratie, Gastbeitrag, Grundrechte, Handeln, Internetsperren, Meinungsfreiheit, Protest, Reaktionen, Rechtstaat, Rechtsweg
So langsam regt mich diese Formulierung des rechtsfreien Raums (oder auch nicht oder Bürgerrechtsfrei oder Merkbefreit) auf. Dieser Satz ist in jeder Form eine Anspielung und eine Beleidigung.
a) ist das Internet kein Raum, sondern ein technisches Kommunikationswerkzeug. Allerhöchstens kann die Kommunikation selbst bewertet werden. Das Medium hat damit logisch gar nichts zu tun. Strafbar ist nicht icq sondern die Beleidigung.
b) Handelt es sich um Menschen. Menschen unterliegen selbstverständlich dem Recht in ihrem Staat. Wer von rechtsfreien Räumen redet, der wirft den Menschen pauschal vor sich nicht an Recht und Gesetz oder gar eine Moral zu halten. Ich verbiete mir das! Die Verfassung verbietet dies.
c) Auch die Argumentation “das Internet sei kein bürgerrechtsfreier Raum” ist somit zwar gut gemeint, doch genau so unsinnig…
d) Ich frage mich, was einem Bayern geschieht, wenn er sich in Hamburg mit jemandem trifft, was in Bayern als ungenemigte Versammlung gewertet wird. Ist Deutschland oder Hamburg deshalb ein rechtsfreier Raum? Was geschieht, wenn eine Kamera dieses “Verbrechen” nach München überträgt? Gibt es dann einen Auslieferungsantrag?
e) wer mit einer technischen Strukur Verbrechen begeht, der relativiert doch niemals die technische Strukur, wenn sie ganz offensichtlich einen anderen Zweck hat. Telefon abschaffen, weil Verbrechen verabredet werden können? Straßen abschaffen, weil es Bankraub gibt? Märkte schließen, weil es Taschendiebe gibt? Der Weihnachtsmarkt als rechtsfreier Raum? Alles vollkommen absurd. Schon die Idee ist in höchstem Maß undemokratisch.
Wer diesen Satz vom “rechtsfreien Raum” verwendet, der outet sich sofort bestenfalls als ahnungslos.
Wer das Recht im “globalen Dorf” so beugen möchte, nationales Recht also nicht anerkennt, der kann unmöglich ein Selbstbestimmungsrecht der Länder (in der Bundesrepublik Deutschland!) gutheißen. Der steht also nicht mehr auf dem Boden der Verfassung.
Die Väter unseres Grundgesetzes hatten da eine andere Vorstellung. (Stichwort: Gewaltenteilung, Fernmeldegeheimnis und Föderalismus)
Offensichtlich sind Politiker nicht alt genug das nachvollziehen zu können. Und sie sind nicht jung genug Techniken wie das Internet zu verstehen.
Joachim B.
Erschienen in: Community, Ein Dossier, Netzpolitik
Schlagwörter: Demokratie, Gastbeitrag, Grundrechte, Internetsperren, Meinungsfreiheit, Mut, Protest, Reaktionen, Rechtstaat, Rechtsweg
Wieder ist ein Kind gestorben! Wieder hat es niemand gesehen! Und wieder werden die gleichen untauglichen Rezepte durch Politiker gefordert!
Da war also Sarah. Obwohl schon vor Jahren zwei ihrer älteren Schwestern in Pflegefamilien vermittelt wurden und die Familie zeitweilig vom örtlichen Jugendamt betreut wurde, verhungerte Sarah mitten in diesem Land, indem ein Teil der Bevölkerung an Krankheiten leidet, die durch Überernährung bedingt sind. Niemand kam ihr zur Hilfe, niemand hat ihr Leiden gehört oder gesehen.
Die Familienhilfe wurde bereits seit 2008 eingestellt mit der Begründung, dass. man keine Gefahr für das Kind feststellen konnte, obwohl Anwohner gegenwärtig darüber berichten, dass die Verhältnisse sehrwohl sichtbar unordentlich waren.
Es ist auch keinem aufgefallen, dass es in der betreffenden Familie Knaben leichter hatten, als Mädchen.
Gestern Abend nahm sich Frau Ministerin von der Leyen die Zeit, einem privatrechtlichen Fernsehsender ein Statement dazu abzugeben, in dem Sinne (zitiert aus meinem Gedächtnis), dass dies Vorkommnis zu verhindern gewesen wäre, wenn die Gesetzesvorlage zum Kinderschutz nicht gescheitert wäre. Sie wird aber in der kommenden Regierung diese Gesetzesvorlage wieder einbringen.
Diese Aussage macht mich aus mehreren Gründen sehr wütend.
Ich frage mich, wie durch die Aufhebung der ärztlichen Schweigepflicht diesem Kind geholfen worden wäre, zumal Ärzte für die geforderte Aufgabe, Kindeswohlgefährdung zu erkennen, nicht ausreichend ausgebildet sind. Dieses Kind wurde erst einem Arzt zugeführt, als es nicht mehr zu retten war.
Ich frage mich, warum Frau von der Leyen die Ergebnisse, der von Ihr selbst in Auftrag gegebene Analyse, nicht beachtet:
Insgesamt stellt sich die Frage, ob mit Einführung eines Melde- und Aufforderungswesens der Zugang zu prekären Lebenssituationen von Kindern tatsächlich verbessert wird oder nicht sogar verschlechtert, insbesondere dann, wenn die fachliche Qualifizierung der Früherkennungsuntersuchungen noch aussteht. http://www.fruehehilfen.de/fileadmin/fileadmin-nzfh/pdf/BewertungLaendergesetzegesamt.pdf
Ich frage mich, warum die Ministerin für das Fernsehen Zeit hat, aber keine Zeit findet, Opferverbänden (z. B. gegen-missbrauch-e.V., Trotz Allem e.V.), die ihr in Bezug auf das Zugangssperrengesetz Stellungnahmen sandten, Antwort zu geben.
Sie fand in diesen Fällen wohl nicht einmal die Zeit, einen ihrer Mitarbeiter zu beauftragen, eine Standardantwort zu verfassen (Mitglieder in diesen Opferverbänden und ihnen nahestehende Personen sind auch Wähler).
Die ältere Generation unter uns kann sich noch erinnern, wie es sich anfühlt, wenn jemand Hunger leidet. Auch ein Arzt kennt die Symptome: Erst hat Sarah geschriehen – aber niemand hat sie gehört. Dann hat sie aufgegeben – sie hat gelernt, dass es keine Hilfe gibt – so wie Missbrauchsüberlebende in vielen Fällen stumm bleiben, weil sie gelernt haben, dass es keine Hilfe gibt.
Ich jedenfalls werde vor diese Politiker ein geistiges Stopp-Schild stellen, in dem Sinne, dass sie meine Stimme bei der Wahl nicht erhalten. Es wird Zeit für eine kinderfreundliche Politik.
Wir haben genug Gesetze in diesem Land – wir brauchen Taten.
Wir brauchen Menschen, die hingucken – Feiglinge, die Stoppschilder aufstellen wollen, haben wir schon genug.
Gabriele Gawlich
Quellen:
Anmerkung Christian: wohin das mit der Meldepflicht bei ärztlichen Untersuchungen führen kann, sieht man hier (Ärzte sollen die Ausbildung primärer Geschlechtsmerkmale dokumentieren).
Erschienen in: Ein Dossier, In eigener Sache, Netzpolitik, Pressemappe
Schlagwörter: Gabriele Gawlich, Handeln, Opferschutz, Protest, Reaktionen
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(Fördermitglieder sollten eine ähnliche Nachricht schon gestern erhalten haben)
Ich hatte es ja schon einmal erwähnt:
ich würde MOGiS gerne vom Kopf auf die Füße stellen, d.h. ich finde es wäre jetzt wichtig MOGiS in einen eingetragenen Verein (e.V.) zu überführen.
Dazu bräuchten Wir zwei Dinge: * eine knackige Satzung (ja, sorry das Update mit der Möglichkeit einer den Fördermitgliedschaft hat noch nichtmal die Webseite erreicht) * 7 (juristische) Personen die bereit sind namentlich als Gründungsmitglieder aufzutreten. (nicht alle Mitglieder müssen namentlich bekannt sein, aber für die Gründung braucht es aber 7 namentlicht bekannte (juristische) Personen)
Bei dieser Gelegenheit würde ich gerne die Ziele von MOGiS etwas erweitern.
Durch den Kontakt mit Kinder- und Jugendschützern weiss ich nun, wie wichtig eine ausgewogene Repräsentation der Interessen von Betroffenen ist. (Diese Leute sind mir teilweise viel zu radikal und reden auch am Thema vorbei .. wie man jetzt auch an der Diskussion zu Zugriffssperren sieht)
Auch würde ich es wichtig finden Missbrauchsformen korrekt darzustellen. Die Gewaltrhetorik der letzten Monate hat meines Erachtens dem Erkennen von alltäglichen und frühen Missbrauchsformen eher geschadet.[1]
Ich denke also es wäre eine gute Idee MOGiS zu einer Art Lobby für Betroffene weiterzuentwickeln. Ich bin da aber weitgehend ergebnisoffen.
Um diesen Prozess anzustoßen müsste man einander kennenlernen. Ich wäre bereit ein wenig durch die Republik zu fahren um Euch kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.
Wenn Du Interesse an einer Mitarbeit hast dann melde Dich doch bitte :) (es muss ja nicht jede(r) Mitglied werden oder sogar namentlich als Gründungsmitglied auftreten .. wir brauchen eine Satzung, ein Grundsatzprogramm, aufklärende Texte ….)
Als Kontakt schlage ich weiterentwickeln [at] mogis-verein.de vor.
Viele Liebe Grüße Christian Bahls
[1] (Ich bitte im Voraus alle die um Entschuldigung, denen ich mit dieser Formulierung zu nahe trete, ich bin da offen für eine andere Wortwahl)
Analyse der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP betr. “Sperrung von Webseiten mit kinderpornographischem Inhalt 16/13245″
Ich habe noch keine Textversion dieser Antwort .. mir liegt leider nur ein Scan vor .. Mehr Auszüge reiche ich später nach
So .. das musste jetzt ‘raus .. dieser Artikel wird ganz sicher geupdated.
Christian; MOGIS
PS: Man kann diesen Artikel wie immer auch weiterzwitschern:)
Ein Versuch einer Analyse der aktuellen Situation![]()
Jetzt wird es also langsam ernst, in der nächsten Woche stehen wenigstens zwei wichtige Termine an.
Ende der Zeichnungsfrist der Online-Petition am 16.6.
Dieser Termin steht ja schon etwas länger fest, am 16. Juni endet also die Zeichnungsfrist für die Online-Petition.
Wer bis jetzt noch nicht mitgezeichnet hat, es aber vielleicht doch noch tun würde, der sollte jetzt die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen und bitte diese Petition noch schnell mitzeichen. :)
Wer bereits mitgezeichnet hat, könnte noch jemanden anderes überzeugen und dabei unterstützen dies auch zu tun. Wer selber eine Webseite oder eine Blog betreibt will vielleicht zusätzlich auch einen Banner, wie auf dieser Seite einbetten. (er wurde mir sehr ans Herz gelegt :)
Zweite und Dritte Lesung sowie Abstimmung des Gesetzesentwurfs im Bundestag am 18.6.
Der zweite Termin ist die 2. und 3. Lesung des Gesetzesentwurfes zur Änderung des Telemediengesetzes am 18. Juni im Bundestag. Auf der Tagesordnung hat dieser Punkt einen prominenten Platz erhalten. Es wird also schwierig für die Koalition diesen jetzt wieder von der Tagesordnung streichen zu lassen, der Gesichtsverlust für die Koalitionsparteien wäre dann wohl etwas größer als wenn das Thema auf einem der hinteren Ränge gelandet wäre.
Für das Verschieben der Lesung braucht es also trifftige Gründe. Diese sollten wir Ihnen liefern. Damit möchte ich doch auch gleich mal anfangen.
Ein Gesetz um des Gesetzes willens?
Zitat SPD-Mitglied: “Ja aber dann brauchen wir doch aber gar kein Gesetz?!” (Ja, genau, dass brauchen wir eigentlich auch gar nicht! Was da von Frau von der Leyen so schön problematisiert wurde, lösst sich ja bei genauerem Hinschauen in Luft auf)
Aus den Gesprächen mit der SPD weiss ich, dass bestimmte Personen innerhalb der SPD die Befürchtigung hegen, dass am Ende die Provider mit Ihren Sperrverträgen ohne eine gesetzliche Grundlage im Regen stehen. (“Sie würden sich dann ja vertraglich gezwungen sehen etwas Illegales zu tun“; dies ist meine Interpretation, ich weiss nicht, wie ich dieses Argument sonst verstehen soll)
Teile der SPD wollen also ein Gesetz zur Legitimation einer bisher illegalen Handlung. Das Ganze unter Umgehung der grundgesetzlich geschützten Grundfreiheiten und unter Aufgabe eines großen Teils der Rechtsstaatlichkeit im Internet (Gewaltenteilung, Rechtsweggarantie, u.v.a.m).
Dies alles, damit jene fünf Provider ihr Gesicht wahren können, die es eigentlich schon bei der Vertragsunterzeichnung am 17. April verloren haben. (Ach ja, und natürlich die Gesichtswahrung der SPD, die sich etwas ungünstig überhaupt erst in diese Situation hereinmanövrieren lassen hat)
Um es mal kurz vorneweg zu sagen: Dieses Argument entbehrt meines Erachtens so ziehmlich jeder Grundlage: Keiner kann jemand anderen per Vertrag zwingen etwas ungesetzliches zu tun oder ihn wegen des Unterlassens einer ungesetzlichen Handlung belangen.
Die Provider haben unter der Federführung des Wirtschaftsministeriums (Guttenberg->CDU) und der Mithilfe von Frau von der Leyen (auch CDU) einen Vertrag mit dem BKA geschlossen der sie zu illegalem Handeln verpflichtet?
Gut, da sag ich doch: Ok, sollen sie diese sittenwidrigen Verträge einfach nicht erfüllen! Sie sind doch wohl ohne gesetzliche Regelung einfach nichtig[4].
Was soll das BKA machen? .. Die Provider verklagen, weil Sie eben nicht, entgegen dem Wortlaut bestehender Gesetze, mit einer strafbewehrten Handlung in informationstechnische Systeme eingreifen um die Namensauflösung in Ihren Teilnetzen zu manipulieren? [5]
Aber was macht die SPD? .. Sie lässt sich den Floh in’s Ohr setzen, die Sperren brauchen eine gesetzliche Grundlage .. und schafft damit die gesetzliche Grundlage, die die Provider erst in die Lage bringt, dass diese die Verträge dann auch erfüllen müssen[6].>
Ok, Sie brauchen eine gesetzliche Grundlage, diese aber nur, wenn sie diese Sperren selber auch will!
Ein grundgesetzwidriges, rechtsstaatsgefährdendes Sperrgesetz zu machen, nur um der Realität hinterherzuhetzen und teil-legales Handeln anderer Teile der Regierung (Vertragsabschluss des BKAs mit den Providern) im Nachhinein zu legitimieren, kann doch nicht wirklich politische Realität sein?
Die SPD – Nur noch Steigbügelhalter der CDU?
Wobei mich sowieso eine andere Sache schon ziehmlich lange wundert:
Und die SPD nimmt jetzt die Last auf sich, das ganze mit durchzuboxen?
Die Bundestagswahl
Hat sie SPD-Spitze etwa sowas wie ein geheimes Projekt 18? So wie die FDP? Dann war die Europawahl wohl Projekt 21 .. die fehlenden 3% kann die SPD gerne auch im (dann nicht stattfindenden) Onlinewahlkampf verlieren (obwohl es bestimmt völlig reicht, wenn sie unter 20% kommt .. da fehlt sogar weniger, als die Piraten-Partei bei der Europawahl erreichen konnte)
Wem versucht die SPD sich anzubiedern? .. Den Wählern über 60? .. Die sind leider fest in der Hand der CDU, wie die Bundestagswahl 2005 (41% der CDU Wähler waren älter als 60 Jahre, über 46,8% Zustimmung in der Altersgruppe) und auch gerade wieder die Europawahl gezeigt haben[1].
Die SPD hat mit ihrer Wählerschaft dagegen eigentlichen in allen Altergruppen eine vergleichbare Zustimmungsquote. Sie hat also tatsächlich etwas zu verlieren. Nämlich UNS!
Es ist ja einzusehen, junge Menschen gehen eher nicht so gerne zur Wahl, sind also tendenziell sowieso unterrepräsentiert. Ok, das werden wir in diesem Jahr ändern!
Grüne, FDP und Die Linke haben klar Stellung zu Internetsperren bezogen. Die Piraten-Partei bringt sich zusätzlich mit der Diskussion für ein modernes, an die Gegebenheiten eines digitalen Zeitalters angepassts, Urheberrecht ein.
An Auswahl mangelt es also gerade überhaupt nicht.
Da stellt sich doch die Frage: Wer braucht eine SPD?
Da bin ich realistisch, wenn wir in der nächsten Wahlperiode eine Regierung haben wollen, die auch in unserem Sinne handelt, dann führt im Moment ehrlich gesagt kein Weg an der SPD vorbei, dies aber eben nicht wieder in einer großen Koalition.
Langfristig braucht die SPD aber viel mehr Profil. Sie verkrümmt sich gerade bis zur Unkenntlichkeit[3].
Ich habe auch ehrlich gesagt kein Problem, wenn die SPD die Sperren ähnlich elegant platzen lässt wie das Kinderschutzgesetz[2], welches ja auch von den Experten so scharf angegriffen wurde.
Da das vielleicht unrealistisch ist, reicht es ja, wenn sie deutlich macht, dass man sich jetzt unter diesem enormen Zeitdruck wohl kaum auf etwas sinnvolles verständigen kann.
Vielleicht hat die SPD ja Anfang Juli eine klarere Position .. Dann gibt es bestimmt auch schon die neue Polizeiliche Kriminalstatistik seitens des BKA. Die Zahlen zeigen dann sicherlich einen deutlichen Rückgang (ich erwarte 30 bis 40%) der Straftaten im Umkreis von StGB 184b.
Damit wären dann auch die letzten Gründe beerdigt, warum man dieses Gesetz jetzt so ganz dringend hätte machen müsste.
Wir sollten also jetzt die Gelegenheit nutzen, deutlich zu machen, dass “Sperren” mit uns nicht zu machen ist. Wir leben zu großen Teilen noch in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Das soll kurzfristig wenigstens so bleiben und langfristig wieder deutlich besser werden!
Also: jetzt handeln! .. Ich z.B. habe keine Lust nach Karlsruhe zu pendeln!
viele liebe Grüße Christian; MOGiS
PS: Man kann diesen Artikel wie immer auch weiterzwitschern:)
[1] (obwohl sich meines Erachtens die CDU da echt langsam mal fragen sollte, ob Sie will, dass Ihr in zwei Wahlperioden die ganzen Wähler wegsterben und Sie dann auch eine 20-25%-Partei wird, und ob Sie nicht lieber frühzeitig auch junge Wähler erreichen möchte)
[2] (auch initiativ vorangetrieben durch Frau von der Leyen, sie hat da jetzt sogar nochmals mit der “Bild” nachgesetzt, ob die SPD sich auch da nochmal einwickeln lässt?)
[3] (und wundert sich dann, warum sich Steinmeiers Opel-Engagement nicht im Wählerwillen niederschlägt -> das ist uns Latte .. Wir sind doch kein Stimmvieh .. also ich wünsche mir ja Parteien und Politiker mit Profil!)
[4] (zum Thema Nichtigkeit von Verträgen wenden sie sich an den RA Ihres Vertrauens :)
[5] (hier war ich zu faul das halbe StGB und das Grundsatzurteil des BVerfG zur “Integrität informationtechnischer System” zu zitieren)
[6] (weil sie dann Gesetz sind, und es dann eigentlich keiner Verträge mehr bedarf, Grundrechtseingriffe müssen aber vom Gesetzgeber detailiert spezifiziert werden und können z.B. nicht den Vertragsdetails mit der ausführenden Gewalt (dem BKA) überlassen werden)
Erschienen in: Ein Dossier, Netzpolitik
Schlagwörter: Aktion, BKA, Christian Bahls, Demokratie, Grundgesetz, Grundrechte, Handeln, Internetsperren, Mut, Protest, Reaktionen, Rechtstaat, Rechtsweg
Es sah jetzt ja eine Weile so aus, als ob Die SPD eine eigene Position in der Debatte um Internet-Sperren herausarbeiten würde:
Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Kinderpornografie wird überarbeitet:
Für die SPD-Bundestagsfraktion geht es dabei vor allem um die Frage der Verhältnismäßigkeit der Sperrmaßnahmen, also um eine Abwägung zwischen dem Schutz gegen kinderpornografische Darstellungen und den damit verbundenen Eingriffen in Grundrechte. Dabei hat die Anhörung deutlich gemacht, dass der Gesetzentwurf noch zahlreiche inhaltliche und rechtliche Fragen aufwirft, die wir nun im weiteren parlamentarischen Verfahren klären müssen. Dies sind aus Sicht der SPD-Fraktion insbesondere die Forderung nach einer spezialgesetzlichen Regelung anstelle einer Änderung des Telemediengesetzes und die datenschutzrechtliche und verfahrensrechtliche Absicherung. Hierzu gehören aus unserer Sicht die gerichtliche Kontrolle der BKA-Sperrliste sowie die Klärung der Problematik im Zusammenhang mit der Weitergabe der Daten an Strafverfolgungsbehörden. In diesen Punkten sind wir für Änderungen am Gesetzentwurf. Für die SPD-Fraktion stellen wir in aller Deutlichkeit fest, dass wir – so wie im Übrigen alle Sachverständigen – eine Ausweitung der Internetsperren auf andere Straftatbestände ablehnen.
SPD geht bei Kinderpornografie-Bekämpfungsgesetz auf Internet-Community zu:
Neben weiteren Punkten haben wir innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion über wichtige Änderungsforderungen bereits Einigkeit erzielt:
- Verankerung des Subsidiaritätsprinzips:Das BKA soll bei Internet-Seiten mit kinderpornografischen Inhalten verpflichtet werden, zunächst die Host-Provider zu kontaktieren, damit die Seiten gelöscht werden. Erst wenn das erfolglos bleibt, soll die Seite auf die Sperrliste gesetzt werden dürfen.
- Richterliche Überprüfung:Betroffene Seiten-Anbieter und Host-Provider sollen eine Benachrichtigung und eine Widerspruchsmöglichkeit gegen die Aufnahme auf die Sperrliste erhalten. Im Fall des Widerspruchs soll eine richterliche Kontrolle stattfinden, sofern das BKA die Sperrung fortführen will.
- Datenschutz:Da das Gesetz der Prävention dient, sollen Daten, die bei der Sperrung und der einzurichtenden Stoppseite anfallen, nicht zum Zwecke der Strafverfolgung genutzt werden dürfen. Seitens des BKA wurde in der Anhörung bestätigt, dass die anfallenden Daten nicht benötigt werden.
- Spezialgesetzliche Regelung:Zur eindeutigen Klarstellung, dass nur eine Sperrung von Internet-Seiten mit Kinderpornografie beabsichtigt ist, nicht jedoch von anderen Inhalten, fordern wir ein Spezialgesetz statt der bislang vorgesehenen Regelung im Telemediengesetz. Dies würde auch der systematischen Klarheit dienen. Wir haben unsere Forderungen inzwischen an die Unionsfraktion herangetragen und werden in den weiteren Verhandlungen auf deren Umsetzung drängen.
Die SPD scheint aber mal wieder komplett umzufallen:
Politiker der großen Koalition diskutieren darüber, die Sperrung von Internetseiten auszuweiten. Bislang war nur von einer Blockade kinderpornografischer Inhalte die Rede. “Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden“, sagte der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz der Berliner Zeitung. “Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt.” Er könne sich vorstellen, auch Seiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten zu blocken.
Man beachte vor allem folgenden Zusatz:
Vertreter der Fraktionen von SPD und CDU/CSU verständigten sich am Freitag auf einer Sitzung darauf, dass Daten, die im Zusammenhang mit gesperrten Kinderporno-Seiten erhoben werden, nicht gespeichert oder zur Strafverfolgung genutzt werden dürfen. Der entsprechende Passus im Gesetzentwurf soll gestrichen werden. Die vom Bundeskriminalamt erstellten Listen mit gesperrten Seiten sollen künftig von einem unabhängigen Kontrollgremium überwacht werden. Von der Leyen hatte diese Möglichkeit ins Spiel gebracht. Die Zusammensetzung des Gremiums ist noch unklar.
Subsidiaritätsprinzip? Spezialgesetz? Richtervorbehalt?
Liebe Genossen in der SPD,
seht Ihr nicht, wie die Diskussion (auch inhaltlich) langsam abgleitet? Merkt Ihr denn gar nicht, wie Ihr so langsam auf diese rutschigen Schräge mit dem Namen “Internetsperren gegen Kinderpornographie” ausrutscht? Wird Euch nicht endlich klar, das hier wirklich die Büchse der Pandora geöffnet wird?
Macht Euch bitte eines klar: Die Sperrtechnik ist prinzipiell inhalteneutral – Wie wollt Ihr uns denn überhaupt glaubhaft versichern, dass einmal eingeschaltet, diese Sperren nicht auf andere Inhalte ausgeweitet werden können?
Deswegen Sei Euch hier nochmal ans Herz gelegt, über das Ob nachzudenken, denn in den Fängen des Wie habt Ihr Euch in den letzten Jahren wahrlich zu häufig verstrickt!
Christian Bahls; Vorstand MOGiS MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren
PS: Man kann diese Artikel wie immer auch weiterzwitschern:)
Erschienen in: Ein Dossier, Netzpolitik
Schlagwörter: Christian Bahls, Datenschutz, Grundgesetz, Grundrechte, Internetsperren, Protest, Reaktionen, Rechtstaat, Rechtsweg
Scusi hat Recht: “es geht um Zensur“:
Der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz will die bei der Kinderpornografie geplante Sperrung von Internetseiten auf andere Bereiche ausdehnen. “Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden”, sagte Wiefelspütz der “Berliner Zeitung” (Samstagsausgabe). [...] “Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt“, sagte Wiefelspütz. Er könne sich vorstellen, auch Seiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten zu blocken. “Eine Zeitung darf ja auch keinen Mordaufruf veröffentlichen.” Bislang plant die Regierung nur eine Blockade kinderpornografischer Inhalte im weltweiten Datennetz.Die Art, wie Wolfgang Bosbach (CDU) nun versucht die Sache für die Union zu retten ist auch nicht gerade ermutigend:
“Ich halte es für richtig, sich erstmal nur mit dem Thema Kinderpornografie zu befassen, damit die öffentliche Debatte nicht in eine Schieflage gerät“, sagte hingegen Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) der “Berliner Zeitung”.Zitat Scusi:
Aha, “erstmal nur mit dem Thema Kinderpornografie…” und die “öffentliche Debatte nicht in eine Schieflage gerät”. Doch! Genau das muss passieren. Was der Herr Bosbach hier als ‘Schieflage’ ausweist ist der echte Kern der Debatte, weil es noch nie um die effektive Bekämpfung von dokumentierten Missbrauch ging. Es ging immer schon darum dem Freund Dieter Gorny seine Pfründe zu sichern, das soll nur bitte keiner wissen, weil sonst die CDU wieder als das dasteht was sie in meinen Augen auch sind, ein hochgradig korrupter Haufen auf neoliberalen Steroiden, die so ein Schiss vor dem Internet haben das sie es am liebsten verbieten würden. Wenn es nach Vorstellungen der CDU (und Teilen der SPD) geht mindestens soll das Internet in einen familienfreundlichen Konsumautomaten der Film- und Musikindustrie zu verwandeln werden.(Ich hoffe Scusi verzeiht mir dieses ausgiebige Zitieren) viele Grüße
Christian; MOGIS
Erschienen in: Ein Dossier, Netzpolitik
Eigentlich hatte es das YouTube-Video des Flashmobs in Berlin schon sehr schön demonstriert: Es ist unheimlich eindrucksvoll, zu sehen, wie verschieden die Menschen sind, die dort protestiert haben.
Wir, die Mitzeichner der Petition, sowie ganz allgemein die Gegner der aktuell geplanten Internet-Sperren, stellen ganz gewiss keine Randgruppe dar. Im Gegenteil: der Protest organisiert sich aus der Mitte der Bevölkerung heraus. Um das zu demonstrieren sollten wir mit unserem Bild einstehen.
Deswegen habe ich Heute eine neue Aktion gestartet: “Gib Deiner Stimme ein Gesicht“, dafür habe ich eigens die Domain gib-deiner-stimme-ein-gesicht.de eingerichtet.
Dort besteht die Möglichkeit, das eigene Bild hochzuladen, und damit nochmals Flagge zu zeigen in der aktuellen Sperrdiskussion.
viele Liebe Grüße Euer Christian; MOGiS
PS: Man kann diesen Artikel wie immer auch weiterzwitschern:)
Erschienen in: Netzpolitik
Schlagwörter: Christian Bahls, Handeln, Internetsperren, Meinungsfreiheit, Mut, Protest, Reaktionen
Danke pantoffelpunk! (Lizenz ist wohl CC-klauen-und-verlinken :)
Erschienen in: Ein Dossier, Netzpolitik
Hallo Leute,
es tut mir wirklich leid, da wir hier ja hier auch viel positives Feedback bekommen, andererseits habe ich nicht mehr die Lust mich den Angriffen und Anfeindungen auszusetzen, die hier teilweise aufschlagen.
Deswegen habe ich jetzt die Kommentarfunktion für dieses Blog geschlossen.
viele liebe Grüße Christian
Deswegen: zeichne die Petition mit! -> und weitersagen:)
Erschienen in: Ein Dossier, In eigener Sache, Netzpolitik
Schlagwörter: Aktion, Demokratie, Handeln, Internetsperren, Opferschutz, Verfolgung
Wir bekommen immer wieder Anfragen, wie man bei MOGIS mithelfen kann.
Dadurch, dass wir in Rostock ansässig sind gestaltet sich aber eine direkte Mitarbeit häufig sehr schwierig.
Wir haben deswegen eine kleine Satzungsänderung beschlossen und bieten Euch eine ideelle Fördermitgliedschafte an.
Was meinen wir mit ideell? (üblicherweise geht es ja bei Fördermitgliedschaften um Geld)
Die Fördermitgliedschaft wird mit einem symbolischen Akt begründet. Dies kann ein symbolischer Fördermitgliedsbeitrag in Form einer Münze (z.B. 1 cent) sein. Diese Münze verbleibt aber treuhänderisch in Eurem Besitz. Wir würden nur darum bitten, uns bei Beantragung der Fördermitgliedschaft und einmal jährlich ein Abbild dieser Münze (gescannt, abgepaust, abfotografiert) als Anhang einer email an foerdermitglied [at] mogis-verein.de zuzusenden :)
Wer zudem auch noch mit seinem Namen oder einem Pseudonym in einer Liste der Fördermitglieder genannt werden möchte, der kann dies einfach im Betreff der E-Mail mit kundtun [dann übersehen wir es bestimmt nicht :)], z.B. Betreff: “Fördermitgliedschaft: ‘drahtseiltänzerin’ mit Namensnennung” oder so ähnlich. :) {das Pseudonym haben wir uns jetzt selbst ausgedacht .. Ähnlichkeiten sind also völlig zufällig! :)}
Wir freuen uns jetzt schon auf Eure Post :) (argh .. damit meinten wir jetzt eigentlich keine Spambots .. also bitte unbedingt mit “Fördermitgliedschaft” im Betreff :)
viele liebe Grüße Laura & Christian Vorstand MOGIS
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