Deutsche Ermittlungsbehörden sollen Missbrauchsdarstellungen verbreiten dürfen

In einem Interview des Innenministers Thomas de Maizière in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über Kinderpornographie fordert dieser für verdeckte Ermittler die Möglichkeit des Einstellens von Missbrauchsdarstellungen ins Internet.

Für uns bei MOGiS ist dieses Vorgehen nicht sonderlich überraschend.

Für irgendwas müssen die Internetsperren ja schliesslich gut sein, und wenn auch nur “zum Schutz vor” den Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs, die von deutschen Beamten ins Internet gestellt wurden. Zur Not dienen sie dann auch als Spam-Filter “zum Schutz” der Polizei “vor” den Gelegenheitskonsumenten die Sperren nicht umgehen können.

Es mag ja einen Grund geben, warum manche Server in den USA so schwer offline zu nehmen sind. Es könnte sich herausstellen, dass wir hier in Deutschland ständig über die Honeypots der Amerikanischen Ermittlungsbehörden stolpern.

Da diese dort natürlich nur ungern vom Netz genommen werden, liefern sie uns in der EU auch gleich den Grund für Sperren.

Wie das mit der Würde der Opfer vereinbar sein soll muss mir noch mal jemand erklären.

Viele Grüße Christian Bahls

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3 Responses to Deutsche Ermittlungsbehörden sollen Missbrauchsdarstellungen verbreiten dürfen

  1. Pingback: Staatliche Verbreitung von Kinderpornographie? | webe

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  3. Rechtlich gesehen ist das auch noch problematischer. In diesen Seiten wird, so Wikipedia, rechtlich unproblematischer Inhalt angeboten. Mit anderen Worten können sich nur Leute strafbar machen, die gezielt nach solchen Sachen suchen. Das dürfte im Einzelfall schwer nachzuweisen sein.

    Meines Erachtens gehen die im Netz verfügbaren Seiten zudem auf eine geringe Betreiberzahl zurück. (Das würde das von mir damals erfahrene aufeinanderverlinken und ständig wieder auftauchen erklären.) Diese müssten daher skeptisch sein, wenn eine neue Seite auftaucht, insbesondere, wenn sie nur oberflächlich illegal wirkt und eben nicht auf diese verlinken. Wenn also jemand tatsächlich nach diesen Sachen sucht, so wird er eventuell auch fündig, mit massen von Popups oder ähnlichem und die Honeypots sind nichtmal erfasst.

    Und es ist einmal wieder Konsumentenjagd statt Produzentenjagd. Argh, ich kann mir hohen Blutdruck in der Examensvorbereitung nicht leisten.

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