Daily Archives: 2009/04/23

Der Kampf der Kulturen (Artikel netzpolitik.org)

Auf netzpolitik.org gibt es einen interessanten Artikel von Ralf Bendrath: “Der Kampf der Kulturen” (jetzt auch bei zeit-online( .. könnte man vielleicht zusammen mit unserem Offenen Brief als Komplement lesen .. :)

Mit Opfern Gegen Internet-Sperren

Wir werden immer wieder gewahr, dass unser Name Leute von der Mitarbeit abschreckt. Viele Leute scheinen zu denken: “Ich bin ja kein Opfer, da kann ich doch gar nicht mitmachen!”

Dazu sollten Wir vielleicht ein wenig aus der Geschichte des Vereins berichten: Als der Verein in der Gründungsphase war, brauchten wir einen Namen, die erste Idee war: “MissbrauchsBetroffene Gegen InternetSperren”, Missbrauchsbetroffene sind eben auch Menschen, die vom Missbrauch und seinen Folgen betroffen sind. Man kann auch als naher Angehöriger, Partner und Freund durch diesen Missbrauch an einer nahen Person betroffen sein.

MBGIS spricht sich als Abkürzung aber leider nicht so flüssig aus. Das nächstliegende war dann halt “MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren”; kurz MOGIS. Mit diesem Namen sind ja jetzt in sehr kurzer Zeit relativ präsent geworden. Der Makels des Namens hängt uns aber ein bischen an.

Deswegen möchten wir auch darauf hinweisen, dass man MOGIS durchaus auch als “Mit Opfern Gegen Internet-Sperren” lesen kann. Wir sind also deutlich inklusiver als viele Menschen denken mögen:)

Mehr dazu vielleicht auch im Artikel “Die Satzung ist nun online“.

viele liebe Grüße

Christian; Vorstand MOGIS

Abschaffung der Unschuldsvermutung

In der gestrigen Kabinettssitzung wurde die Gesetzesinitiative zur “Zugangserschwernis” für kinderpornografische Webseiten verabschiedet. Dabei werden eine Unzahl an Gesetzen gebrochen und die Verfassung zu weiten Teilen außer Kraft gesetzt. Besonders gut zeigt dies folgende Aussage von unserer Justiziministerin Brigitte Zypries:

Eine Strafbarkeit liege schon in dem Moment vor, wenn nicht nachgewiesen werden könne, dass es sich um ein Versehen oder eine automatische Weiterleitung gehandelt habe.

Da bedeutet im wesentlichen, dass man als Computernutzer noch nach 6 Monaten nachweisen können sollte, warum und mit welcher Intention man auf einer Webseite unterwegs war, wenn man ein Stopp-Schild zu sehen bekommen hat. Zum Thema Schere im Kopf gibt es hier noch mehr Information.

Wir danken Sven Krohlas für seinen Blog-Eintrag: “kreativer Umgang mit der Internetzensur“, der uns auf dieses Detail aufmerksam gemacht hat.

Bitte dieses Weblog auch ausdrucken! :)

Trotzdem ich weiss, dass viele unserer Leser über Internetausdrucker lächeln, möchte ich jetzt zur Reichweitenerhöhung folgenden Vorschlag machen:

Drucken Sie doch ruhig einfach mal ein paar Seiten oder Artikel dieses Blogs, die sie für besonders wichtig halten, aus und geben sie jemandem, den es erreichen könnte, in Ruhe zu lesen

Die Kategorie Ein Dossier bietet sich für solche Zwecke förmlich an :)

Die Empfänger können Leute sein, die das Internet gar nicht kennen, es nur selten oder nur sehr eingeschränkt nutzen, oder auch einfach mal Ihr Wahlkreisabgeordneter für den Bundestag.

Lassen Sie ruhig Ihre Phantasie etwas schweifen. Vielleicht kennen Sie persönlich oder über Dritte solche Personen, die Wir anderweitig nicht erreichen können. Stellen Sie sich also auch zusätzlich ruhig folgende Frage:

Kenne Ich jemanden, der Einfluss auf den Verlauf der aktuellen politischen Diskussion hat? Kenne Ich jemanden, der jemanden kennt?

Es kann aber auch Ihr Kollege oder Nachbar sein.

Und eine Sache noch, es kann schwer sein, zeigt sich aber als unheimlich hilfreich:

Bitte bleiben Sie ruhig und sachlich, im Zweifelsfall lieber einmal zu häufig kurz zur Tür rausgehen :)

vielen Dank

Christian; MOGIS

Achso, Ihr könnt diese Seite auch weiterzwitschern :)

(PS: Wirklich schlimm sind doch eigentlich nur die Internetausdrucker-und-Wiedereinscanner:))