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	<title>Kommentare zu: Kommentar zu Staatsanwalt Vogts Zahlenspielen</title>
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		<title>Von: Im Netz der Kinderschänder?</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2009/04/16/kommentar-zu-herrn-vogts-darstellungen/#comment-1346</link>
		<dc:creator>Im Netz der Kinderschänder?</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 17:28:58 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;[...] Rechner, die seit mehr als zwei Jahren auf Ihre Untersuchung warten, siehe auch: http://mogis-verein.de/2009/04/16/kommentar-zu-herrn-vogts-darstellungen/ [2] (An der übrigens auch der Herr Vogt beteiligt [...]&lt;/p&gt;
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		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Rechner, die seit mehr als zwei Jahren auf Ihre Untersuchung warten, siehe auch: <a href="http://mogis-verein.de/2009/04/16/kommentar-zu-herrn-vogts-darstellungen/" rel="nofollow">http://mogis-verein.de/2009/04/16/kommentar-zu-herrn-vogts-darstellungen/</a> [2] (An der übrigens auch der Herr Vogt beteiligt [...]</p>]]></content:encoded>
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		<title>Von: Caroline Kaiser</title>
		<link>http://mogis-verein.de/2009/04/16/kommentar-zu-herrn-vogts-darstellungen/#comment-117</link>
		<dc:creator>Caroline Kaiser</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2009 10:36:34 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Das BKA tut mir in keinster Weise leid, weil es etwa diese Zahlen für die Politik zurechtbiegen müßte, sondern das BKA ist die treibende Kraft, die dieses Thema forciert, damit die Widerstände gegen die geforderte Kompetenzerweiterung gebrochen werden. Wer möchte schon den Kampf gegen KP kritisieren ?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer dies kritisiert, der ist wohl selbst schon irgendwie verdächtig. Diese Strategie wird jetzt seit einigen Jahren gefahren, dafür scheint jedes Mittel recht zu sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Leider demontiert das BKA sich damit selbst, denn es war auch eine treibende Kraft bei schärferen § gegen KP 1993, die ich rückwirkend begrüße.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Paradigmenwechsel ist übrigens recht einfach zu datieren, wer die öffentlich zugänglichen Berichte des BKA zum Thema KP, sowie die PKS ( Polizeiliche Kriminalstatistik ) bis etwa 2001 liest, die ja auch einen wissenschaftlichen Anhang hat, der wird ein Bemühen um eine sachliche Darstellungweise feststellen können, sowie auch Kritik an der nordamerikanischen &quot;Childporn&quot; Definition (&lt;18 Jahre, Bilder müssen nicht pornographisch sein, um den Straftatbestand der KP zu erfüllen), die erklärt, weshalb die Fallzahlen dort so astronomisch hoch sind. So etwa ab der Jahrtausendwende, verstärkt nach dem 11.Sept., sowie nach darauf erneut verschärften Richtlinien der Cyber Crime Convention, ein weltweites Abkommen gegen Computerkriminalität unter Federführung der USA, werden auf einmal uralte Gutachten und Studien aus den USA wieder zitiert, die schon längst als &quot;substanzlos&quot;, &quot;grotesk übersteigert&quot; und &quot;unwissenschaftlich&quot; vor US Gerichten verworfen worden sind. Die dortigen Zahlen werden einfach auf Europa hochgerechnet, was vollkommen unseriös ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf einen anderen Punkt, den ich vorher nie bedacht hatte, weißt Dr.Korinna Kuhnen in ihrem interessanten Buch: &quot;Kinderpornographie und Internet&quot; hin. Es gibt eigentlich, durch die Digitalisierung und leichte Vervielfältigung, keine objektiv richtige Zählmöglichkeit mehr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Während man früher z.B. einen KP Film auf Super8 fand, der als ein Film gezählt wurde, hat jetzt vielleicht jemand eine Videodatei auf seinem Rechner, die z.B. in 4 Teile gesplittet ist. Die werden dann als 4 Einheiten gezählt. Aufgefundene Bilddateien setzten sich oft aus Material von KP Filmen der 70er/80er Jahre zusammen. Wer jetzt jedes Bild einzeln zählt, der kommt natürlich auf astronomische Zahlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Früher hat man aber noch versucht hier Zusammenhänge herzustellen, wenn diese Dateien direkt nebeneinander abgelegt waren, also bei einer Bilderserie aus dem Film XY, diesen als einen KP zu werten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weiteres steht nicht im Buch, aber es ist meine persönliche Schlußfolgerung, daß dafür heute die Zeit fehlt, außerdem höhere Zahlen auch die Staatsanwälte mehr beeindrucken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die meisten dieser Zahlen, die erstaunlich schnell nach einer Hausdurchsuchung an die Presse gegeben werden, obwohl die Auswertung oft Jahre (!) dauert, sind schlichte Hochrechnungen, man könnte auch bösartigerweise sagen: Fantasiezahlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sicher kann man sich darüber streiten, wie dies objektiv gezählt werden sollte. Ob jetzt jemand 15 000 oder 150 000 KPs auf seinem PC hat, kann kaum noch irgendwie strafmildernd oder strafverschärfend gewertet werden. Trotzdem darf man bei der Bevölkerung nicht den Eindruck erwecken, hier gäbe es jetzt eine Explosion der Fallzahlen. Die gab es 95-97 durch das Internet. Jetzt gibt es sie durch eine neue Zählweise, sowie durch eine ständige Ausweitung der Definition von KP/JP.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Auswertung der PCs wird dazu immer häufiger an Fremdfirmen vergeben. Dabei gab es nicht nur katastrophale Fehleinschätzungen, sondern es entsteht auch ein bedenklicher Interessenkonflikt. Wenn die große Firma XY die PCs vom Verdächtigen Z auswertet, der vielleicht auch mal Kunde bei der Firma war, oder sogar immer noch ist, was dann ?
Ist gesichert, daß die Fremdauswerter kein Material kopieren ? Dies muß Polizeiarbeit bleiben. Leider hört man von den Polizeigewerkschaften da kaum etwas.&lt;/p&gt;
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Das BKA tut mir in keinster Weise leid, weil es etwa diese Zahlen für die Politik zurechtbiegen müßte, sondern das BKA ist die treibende Kraft, die dieses Thema forciert, damit die Widerstände gegen die geforderte Kompetenzerweiterung gebrochen werden. Wer möchte schon den Kampf gegen KP kritisieren ?</p>

<p>Wer dies kritisiert, der ist wohl selbst schon irgendwie verdächtig. Diese Strategie wird jetzt seit einigen Jahren gefahren, dafür scheint jedes Mittel recht zu sein.</p>

<p>Leider demontiert das BKA sich damit selbst, denn es war auch eine treibende Kraft bei schärferen § gegen KP 1993, die ich rückwirkend begrüße.</p>

<p>Der Paradigmenwechsel ist übrigens recht einfach zu datieren, wer die öffentlich zugänglichen Berichte des BKA zum Thema KP, sowie die PKS ( Polizeiliche Kriminalstatistik ) bis etwa 2001 liest, die ja auch einen wissenschaftlichen Anhang hat, der wird ein Bemühen um eine sachliche Darstellungweise feststellen können, sowie auch Kritik an der nordamerikanischen &#8220;Childporn&#8221; Definition (&lt;18 Jahre, Bilder müssen nicht pornographisch sein, um den Straftatbestand der KP zu erfüllen), die erklärt, weshalb die Fallzahlen dort so astronomisch hoch sind. So etwa ab der Jahrtausendwende, verstärkt nach dem 11.Sept., sowie nach darauf erneut verschärften Richtlinien der Cyber Crime Convention, ein weltweites Abkommen gegen Computerkriminalität unter Federführung der USA, werden auf einmal uralte Gutachten und Studien aus den USA wieder zitiert, die schon längst als &#8220;substanzlos&#8221;, &#8220;grotesk übersteigert&#8221; und &#8220;unwissenschaftlich&#8221; vor US Gerichten verworfen worden sind. Die dortigen Zahlen werden einfach auf Europa hochgerechnet, was vollkommen unseriös ist.</p>

<p>Auf einen anderen Punkt, den ich vorher nie bedacht hatte, weißt Dr.Korinna Kuhnen in ihrem interessanten Buch: &#8220;Kinderpornographie und Internet&#8221; hin. Es gibt eigentlich, durch die Digitalisierung und leichte Vervielfältigung, keine objektiv richtige Zählmöglichkeit mehr.</p>

<p>Während man früher z.B. einen KP Film auf Super8 fand, der als ein Film gezählt wurde, hat jetzt vielleicht jemand eine Videodatei auf seinem Rechner, die z.B. in 4 Teile gesplittet ist. Die werden dann als 4 Einheiten gezählt. Aufgefundene Bilddateien setzten sich oft aus Material von KP Filmen der 70er/80er Jahre zusammen. Wer jetzt jedes Bild einzeln zählt, der kommt natürlich auf astronomische Zahlen.</p>

<p>Früher hat man aber noch versucht hier Zusammenhänge herzustellen, wenn diese Dateien direkt nebeneinander abgelegt waren, also bei einer Bilderserie aus dem Film XY, diesen als einen KP zu werten.</p>

<p>Weiteres steht nicht im Buch, aber es ist meine persönliche Schlußfolgerung, daß dafür heute die Zeit fehlt, außerdem höhere Zahlen auch die Staatsanwälte mehr beeindrucken.</p>

<p>Die meisten dieser Zahlen, die erstaunlich schnell nach einer Hausdurchsuchung an die Presse gegeben werden, obwohl die Auswertung oft Jahre (!) dauert, sind schlichte Hochrechnungen, man könnte auch bösartigerweise sagen: Fantasiezahlen.</p>

<p>Sicher kann man sich darüber streiten, wie dies objektiv gezählt werden sollte. Ob jetzt jemand 15 000 oder 150 000 KPs auf seinem PC hat, kann kaum noch irgendwie strafmildernd oder strafverschärfend gewertet werden. Trotzdem darf man bei der Bevölkerung nicht den Eindruck erwecken, hier gäbe es jetzt eine Explosion der Fallzahlen. Die gab es 95-97 durch das Internet. Jetzt gibt es sie durch eine neue Zählweise, sowie durch eine ständige Ausweitung der Definition von KP/JP.</p>

<p>Die Auswertung der PCs wird dazu immer häufiger an Fremdfirmen vergeben. Dabei gab es nicht nur katastrophale Fehleinschätzungen, sondern es entsteht auch ein bedenklicher Interessenkonflikt. Wenn die große Firma XY die PCs vom Verdächtigen Z auswertet, der vielleicht auch mal Kunde bei der Firma war, oder sogar immer noch ist, was dann ?
Ist gesichert, daß die Fremdauswerter kein Material kopieren ? Dies muß Polizeiarbeit bleiben. Leider hört man von den Polizeigewerkschaften da kaum etwas.</p>]]></content:encoded>
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